Neuer Wanderführer zum Main-Donau-Bodensee-Weg Nord (HW4)

Wir komplettieren unsere Wanderführer-Reihe zu allen Hauptwanderwegen mit dem Band zum nörlichen Teil des HW4 – dem Main-Donau-Bodensee-Weg. Dieser Fernwanderweg ist insgesamt 408 Kilometer lang. Der Band zum Südteil ist ebenfalls in unserem Lädle erhältlich.

Der HW4 Nord startet in Würzburg. Er durchstreift das nordöstliche Baden-Württemberg sowie fränkische Teile Bayerns. Während in den ländlichen Regionen äußerst dünne Besiedlung herrscht, bilden Zentren wie Würzburg und Rothenburg touristische Höhepunkte. Kaum ein anderer Weg verbindet Natur- und Wandergenuss so gut mit landestypischer Kultur. Er eignet sich für Ruhe- und Attraktionssuchende gleichermaßen. Etwa in der Mitte des Fernwanderwegs liegt Heidenheim. Die Stadt an der Brenz markiert den Endpunkt des Nord- und den Beginn des Südteils des Weges.

Weitere Höhepunkte des HW4 Nord sind die Weinberge an Main und Tauber, weite Landschaften im Ochsenfurther Gau, authentische Dörfer in der Hohenloher Ebene, Crailsheim inmitten farbenfroher Kulturlandschaften sowie die weitläufigen Wälder der Ellwanger Berge. Zum Schluss gilt die östlichen Höhen der Schwäbischen Alb zu erklimmen.

Planung leicht gemacht mit nützliche Hinweise, Tipps, Kartenausschnitten, Adressen und natürlich GPS-Tracks

Dieses Buch kann als Wanderführer genutzt werden, bietet mit seinen detaillierten Wegbeschreibungen aber auch eine ideale Planungshilfe für alle, die gerne individuell reisen. Neben allen Informationen zur 212 Kilometer langen Strecke sind Angaben zu touristischen Anziehungspunkten und Tipps des Autors enthalten. Ein Gaststättenverzeichnis und Hinweise zu Fremdenzimmern mit Kontaktadressen sowie Öffnungszeiten erleichtern die Einteilung.

Die Startpunkte und Ziele sind mit den angegebenen ÖPNV-Verbindungen erreichbar. GPS-Tracks zum Download via QR-Code oder Link finden sich ebenfalls im Buch. Marken im Höhenprofil, im Textblock und auf den Fotografien, die sich in den Karten widerspiegeln, ermöglichen eine leichte Nachvollziehbarkeit der Strecken. Für schwierige Situationen stehen Koordinaten im WGS84 Format zur Verfügung. Die schönsten Fotografien können wie die GPS-Tracks heruntergeladen und geteilt werden.

Fakten zum HW4 Nord

Länge 212 Km | Aufstieg 4770 m, Abstieg 4460 m | Tiefster Punkt: Mainufer, Würzburg 172 m Höchster Punkt: Maienberg, Aalen-Oberalfingen 718 m

ISBN/EAN: 978-3-948860-05-9, Ladenpreis Deutschland: 22,50 Euro

Hier geht es zur Leseprobe

Erhältlich ist der Band – wie alle weiteren Wanderführer dieser Reihe auch – im Lädle des Schwäbischen Albvereins in Stuttgart sowie in unserem Online-Shop.

Veröffentlicht unter Thema

Spendenaktion: Das Nägelehaus braucht Eure Unterstützung!

Vor einigen Monaten erreichte uns die Nachricht, dass der Lüftungskanal für die Entlüftungsanlage der Küche im Nägelehaus kaputt ist. Nach einer genaueren Untersuchung war klar: Mit einer einfachen Reparatur ist es nicht getan.

Um die derzeitigen rechtlichen Vorgaben für eine Gaststättenküche zu erfüllen, muss die komplette Entlüftungsanlage überplant und erneuert werden. Kostenpunkt: rund 140.000 Euro. Eine Hiobsbotschaft für den Verein!

Wir brauchen Eure Unterstützung, um das Nägelehaus langfristig für alle Wandernden, Naturliebhaber, Ausflügler und sonstige Gäste offen zu halten. Helft mit Eurer Spende, das beliebte Ausflugsziel auf der Zollernalb zu erhalten!

Hier könnt Ihr online spenden und den Spendenzweck wählen.

Oder Ihr überweist Eure Spende über Eure Hausbank an das Spendenkonto des Schwäbischen Albvereins:

IBAN DE03 6005 0101 0002 8260 00
Stichwort „Nägelehaus“

Wir danken Euch herzlich für Eure Utnerstützung!

Veröffentlicht unter Thema

100 Jahre Schwäbische Albvereinsjugend

Als im Juni 1926 die Mitgliederversammung des Schwäbischen Albvereins beschloss, einen „Albvereinsjugendring“ zu gründen, konnte keiner ahnen, dass damit eine mittlerweile hundertjährige Erfolgsgeschichte beginnen würde – die Schwäbische Albvereinsjugend war geboren.

Aus heiterem Himmel kam der Beschluss nicht. Schon vorher gab es Jugendwanderungen im Verein – damals noch streng nach Geschlechtern getrennt. Das Schwäbische Jugendwerk, 1919 gegründet vom Schwäbischen Albverein und dem Württembergischen Schwarzwaldverein, könnte man als Vorläufer der Albvereinsjugend bezeichnen. 1926 beauftragte man die Jugendabteilung der Ortsgruppe Stuttgart, Richtlinien für Jugendabteilungen des Vereins zu erarbeiten. Ein Jahr später waren bereits 31 Jugendabteilungen aktiv.

Gleichgeschaltet – die 1930er Jahre

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderten sich auch die Rahmenbedingungen für den noch jungen Albvereinsjugendring. Der gesamte Verein mit all seinen Untergliederungen wurde gleichgeschaltet und nach dem Führerprinzip ausgerichtet. Auch die Sprache wurde im Laufe der 1930er Jahre deutlich völkischer. Am 15. Juli 1933 wurden alle Jugendgruppen aufgelöst und in die Hitlerjugend oder den Bund Deutscher Mädels überführt.

Schwieriger Neustart nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der „Jung-Albverein“ in der amerikanischen Besatzungszone seine Arbeit wieder aufnehmen. Die Ortsgruppen in der französischen Besatzungszone hatten es deutlich schwerer, wieder Vereinsaktivitäten durchzuführen. Mit der Vereinigung der westlichen Besatzungszone nahm die Jugendarbeit Fahrt auf. 1950 gab es bereits 135, 1958 waren es schon 217 Jugendgruppen im Albverein. Viele junge Leute nahmen das Angebot gerne an und traten in den Verein ein.

Zeltlager im Jugendzentrum Fuchsfarm

Zeltlager erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Kinder und Jugendliche nahmen gerne an den Ferienangeboten des Albvereins teil, auch wenn vieles noch improvisiert war. Bis 1965 wechselte man für die Zeltlager die Standorte, 1964 kaufte der Albverein dann eine ehemalige Silberfuchsfarm in Albstadt-Onstmettingen. Bis heute ist die Fuchsfarm das Jugendzentrum des Vereins und „seelische Heimat“ vieler Generationen Jugendlicher seit den 1960er Jahren. Auch Kinder und Jugendliche aus anderen Regionen der Republik oder der Welt waren und sind immer willkommen – von Berliner Kindern nach dem Mauerbau und französischen Jugendlichen in den 1960ern bis zu geflüchteten syrischen Jugendlichen heute.

Professionalisierung der Jugendarbeit

Die Schwäbische Albvereinsjugend bietet Kindern und Jugendlichen nicht nur Outdoor-Sport und Gemeinschaft an, sie ist zudem schon von ihrer Struktur her ein Übungsfeld für Demokratie und ehrenamtliches Engagement. 1971 erhielt die Albvereinsjugend eine eigenständige Geschäftsstelle, was die zunehmende Professionalisierung der Arbeit wiederspiegelt.

Natur- und Klimaschutz als wichtige Themen der Jugend

„Politisch handeln ohne parteipolitisch zu sein“ ist bis heute die Maxime der Albvereinsjugend. Oft waren und sind es Naturschutzthemen, die die Jugendlichen bewegen. Bereits in den 1970 engagierte sich die Albvereinsjugend gegen Umweltverschmutzung mit dem Umweltkabarett „Mir stinkt’s“. 1987 verabschiedete die Jugendvertreterversammlung eine Resolution zu einer „umweltschonenden, sozialverträglichen und krisensicheren Energiepolitik. 2008 beschloss der Hauptausschutz auf Initiative der Jugend alle Wanderheime und die Hauptgeschäftsstelle auf ihre Energieeffizienz zu überprüfen. Heute sind es Themen wie gesunde Ernährung, umweltbewusste Beschaffung und Müllvermeidung auf Freizeiten sowie der Klimaschutz, die die Albvereinsjugend bewegen.

100 Jahre Albvereinsjugend – wie geht es weiter?

Sinkende Mitgliedszahlen, weniger Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, und viele (auch digitale) Konkurrenz-Angebote sind Herausforderungen, mit denen sich die Albvereinsjugend heute auseinandersetzen muss. Mit dem Projekt „Sichtbar im ganzen Ländle“ steuert die Jugendorganisation dagegen. Mehr Kontakte zu den Gauen und Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins, verstärkte Kommunikation, mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche, eine aktive Gestaltung des Übergangs zwischen Familien- und Jugendarbeit sowie Zugehen auf neue Zielgruppen sollen der Jugendarbeit im Albverein wieder mehr Schub verleihen. Erste Schritte sind gemacht.

Danke an alle engagierten Jugendlichen, die sich hier einbringen und die Zukunft der Schwäbischen Albvereinsjugend mitgestalten!

Germar Schulte-Hunsbeck, Ute Dilg

Veröffentlicht unter Thema

Terminhinweis: Albschäferwoche vom 3. bis 12. Oktober

Wanderungen, Informationen rund um die Schäferei und die Traditionen, die diesen Berufsstand begleiten, Verkostung von Schaf- und Lammspezialitäten und vieles mehr – das ist die Aktionswoche rund um die Hüte- und Wanderschäferei auf der Schwäbischen Alb. Sie findet vom 3. bis 12 Oktober in der Heidenheimer Brenzregion auf der Ostalb statt.

Schäfer-Erlebnistag mit vielen Aktionen

Am Schäfer-Erlebnistag am Sonntag, 22. Oktober, von 11 bis 17 Uhr, im Brenzpark Heidenheim hat dann auch der Schwäbische Albverein seinen Auftritt. Die Schäfertanzgruppe der Ortsgruppe Sontheim unterhält alle Besucherinnen und Besucher mit Schäfertanz, Becher- und Hammeltanz sowie weiteren Volkstänzen. Dazu gibt es eine Schäfermeile mit Vertreterinnen und Vertretern der Schäferzunft, Aktionen wie Schafschur, Spinnen, Filzen und Hirtenhörnern, ein buntes Familienprogramm mit viel Basteleien, einen Bauern- und Schäfermarkt sowie eine Hütevorführung auf einer Heidefläche der Stadt Heidenheim.

Hier findet Ihr das gesamte Programm der Albschäferwoche.

Herzliche Einladung!

Jetzt Albvereins-App laden und Rabatt sichern

Mit www.albverein-erleben.de und der Albvereins-App macht das Planen von Wanderungen und das Wandern selber noch mehr Spaß. Albvereins-Mitglieder erhalten einen Rabatt für die Pro-Versionen. Die Website basiert auf einer Zusammenarbeit mit dem Wanderportal Outdooractive. 

Sie finden die Apps zum Download für iOS im Apple-Store sowie für Android im Google Play Store.

Im Wanderportal des Schwäbischen Albvereins auf Outdooractive gibt es unsere Wandertipps, aber auch Touren aus der gesamten Outdooractive Community zum Nachwandern. Dazu kommen wichtige Informationen zur Gastronomie am Weg, ÖPNV, touristisch interessante Punkten, sogenannte Points of Interest (POIs) und vieles mehr. Diese Informationen sind mit guten Tourenvorschlägen verknüpft.

Eigene Touren können am PC geplant und aufs Handy übertragen werden. Auch lassen sich Wanderungen bequem unterwegs aufzeichnen und im Anschluss bearbeiten.

Unterwegs ist jederzeit der aktuelle Standort auf dem Handy zu ermitteln – kein Verlaufen mehr! Man sieht sofort, ob man noch auf dem richtigen Weg ist. So wird die Navigation unterwegs zum Kinderspiel.


Mitgliederrabatt für Pro-Versionen

Die Basic-Mitgliedschaft von Outdooractive bzw. www.albverein-erleben.de ist kostenlos. Diese ist nötig, um von den Wandertipps und Veranstaltungen auf Outdooractive zu profitieren, also etwa GPX-Tracks laden zu können. Einfach mit E-Mail und einem eigenen Passwort registrieren und schon ist man dabei. Kartengrundlage ist bei der Basic-Version übrigens OpenStreetMaps.

Die kostenpflichtige Pro-Version basiert auf der Outdooractive-Karte, die OpenStreetMaps mit amtlichen Geodaten und POIs verknüpft. Außerdem ist hier das Wegenetz des Schwäbischen Albvereins enthalten. Das ist bei der Basis-Version nicht der Fall. Das Kartenmaterial lässt sich sowohl online als auch offline nutzen.
Die Pro-Version kostet für Albvereins-Mitglieder 24,99 Euro pro Jahr (statt 29,99 Euro).

In der Pro+-Version sind zusätzlich die Karten des Deutschen Alpenvereins (DAV) und des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) sowie ADFC-Radtourenkarten und die Karten des Kompass-Verlags enthalten. Albvereinsmitglieder zahlen für die pro+-Variante 49,99 Euro pro Jahr (statt 59,99 Euro).

Albvereinsmitlgieder erhalten den Rabatt nur, wenn sie ihr Abo über www.albverein-erleben.de abschließen!


So erhalten Sie Ihren Mitgliederrabatt:

www.albverein-erleben.de öffnen und unter „Jetzt anmelden“ klicken. Sie finden den Link oben rechts in der Kopfzeile. Dann erscheint folgende Aufforderung:

Bitte jetzt Ihre E-Mail eingeben, auf „weiter“ klicken und dann ein Passwort vergeben. Jetzt sind Sie Basis-Mitglied und können diese Mitgliedschaft zu einer Pro- oder Pro+-Mitgliedschaft erweitern.

Dafür in der Kopfzeile von www.albverein-erleben.de ganz rechts „Pro kostenlos testen“ anklicken.

Dann erscheint folgende Darstellung:

Achtung: Nicht das erste rote Feld „Pro kostenlos testen“ anklicken, sondern weiter nach unten scrollen bis zum Feld „Mitgliedervorteil anfordern“. Das sieht dann so aus:

Jetzt das rote Feld „Mitgliedervorteil anfordern“ anklicken. Dann werden Sie aufgefordert, Ihre 7-stellige Mitgliedsnummer des Schwäbischen Albvereins einzugeben. Wenn Ihre Nummer kürzer ist mit 0 oder 00 beginnen.

Und auf weiter klicken.

Nun können Sie den Rabatt-Gutschein anfordern. Bitte Pro oder Pro+ auswählen. Der Gutschein wird per Mail zugeschickt. Diese Mail enthält einen Link, über den das Abo bestätigt werden muss.

Und schon kann es losgehen!


Falls es Fragen gibt, erreichen Sie uns per Mail an .

 

 

 

 

Sonderausstellung „Andenken fürs Herz“

Das Württembergische Trachtenmuseum Pfullingen präsentiert persönliche Erinnerungsstücke aus einer vergangenen Zeit. Das Museum und die Ausstellung sind bis zum 25. Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Schwäbische Albverein betreibt dieses Museum gemeinsam mit der Stadt Pfullingen.

Die Ausstellung präsentiert unter anderem Schmuck und Bilder aus Haar, Poesiealben, Erinnerungsbilder und vieles mehr als Zeugnisse materieller Erinnerungskultur.

Haarschmuck hatte im 19. Jahrhundert eine besondere Funktion als Erinnerungsobjekt und wurde sowohl zu Lebzeiten als auch im Zusammenhang mit Tod und Trauer angefertigt. Poesiealben bewahrten Widmungen, Sinnsprüche und persönliche Einträge, während Bilder oder Gegenstände mit Widmung an Ereignisse wie Hochzeit, Kommunion, Konfirmation, Jubiläen oder Ausbildung erinnerten.

Die Ausstellung veranschaulicht, wie Erinnerungen in materieller Form festgehalten und innerhalb von Familien über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Sie bietet Einblicke in gesellschaftliche Vorstellungen von Familie, Identität und Andenken.

Öffnungszeiten des Museums: an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen über das Württembergische Trachtenmuseum Pfullingen

Einladung zum Albvereinstag auf dem Cannstatter Volksfest

Hervorgehoben

Cannstatter_Volksfest_Lebkuchenherzen_mit_Riesenrad_Foto_Thomas_Niedermueller

Am Sonntag 27. September, findet der 11. Schwäbische Albvereinstag auf dem Cannstatter Volksfest statt. Ab 11 Uhr iNach dem Festumzug sind alle Ortsgruppen, Albvereinsmitglieder, ihre Familien und Freunde im WELLER’S Klauss & Klauss Dinkelacker Festzelt willkommen.

Lasst uns gemeinsam die fröhliche Stimmung auf dem Wasen genießen – bei einem guten Volksfestbier oder einem anderen Getränke und herzhaftem Essen.

Meldet Euch an! Für 30 Euro pro Person erhalten Sie Verzehrgutscheine im Wert von 45 Euro!

Hier geht es zur Platzreservierung!

Gedenken an Hansjörg Schönherr

Im August 2025 war der langjährige Vizepräsident des Schwäbischen Albvereins, Hansjörg Schönherr, verstorben. Ein Mandelbäumchen am Schloßberg in Langenburg erinnert an ihn und seine Verdienste für den Verein.

Der Schloßberg in Langenburg ist ein Naturschatz mit Trockenrasenflächen mit einzigartiger Fauna und Flora, Streuobstwiesen und Gärten. Der Schwäbische Albverein hatte zehn Jahre für dessen Naturierung gearbeitet. Ein perfekter Ort also für den Erinnerungsbaum.

Das Mandelbäumchen hatte – wie die gesamte Natur im Ländle – unter der Sommerhitze gelitten. Deshalb war beim Besuch von Familie Schönherr am Freitag, 21. August, auch niemand traurig, dass man in strömenden Regen an den Verstorbenen gedachte.

Ebenfalls vor Ort waren Albvereinspräsident Thomas Keck und Vizepräsident Claus Bayer, der ehemalige Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß sowie der ehemalige Vizepräsident Reinhard Wolf, der das Projekt Renaturierung des Schloßbergs geleitet hatte.

 

Aktiv werden bei der Landschaftspflege

Im Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg müssen wieder Trockenrasenflächen gemäht und freigeschnitten werden. Dafür brauchen wir viele helfende Hände – vom 23. bis 26. September. Ehrenamtliche können in diesem Zeitraum gemeinsam mit unserem Landschaftspflegetrupp im Wanderheim Füllmenbacher Hof übernachten. Nach Absprache könnt Ihr auch an einzelnen Tagen dazu kommen. Jetzt anmelden und mit dabei sein!

Das Naturschutzgebiet

Der Füllmenbacher Hofberg besteht vorrangig aus artenreichen Trockenrasenflächen, die von Weinbergen und Waldflächen umrahmt werden. Das Gebiet ist ein optimaler Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tiere und Pflanzen, wie zum Beispiel das Purpur-Knabenkraut – eine heimische Orchideenart. Damit dieser südexponierte Trockenrasen in seiner einzigartigen Struktur erhalten bleibt ist eine regelmäßige Pflege notwendig. Nur so kann eine Verbuschung verhindert werden. Der Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins sorgt gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern aus den Ortsgruppen seit über 30 Jahren für diese Pflege.

Der Einsatz

Der Pflegetrupp mäht vor ab die Flächen und schneidet zugewucherte Areale aus. Die Aufgabe der Freiwilligen ist dann, das angehäufte Schnitt- und Mähgut mit Rechen, Heugabeln und Planen an den Fuß des Berghangs zu schaffen, wo es von einem Landwirt zur abgeholt wird.

Neben dem aktiven Einsatz für den Naturschutz, erfahren die Ehrenamtlichen mehr über die Bedeutung der Landschaftspflege zum Erhalt artenreicher Kulturlandschaften. Zusätzlich bieten wir eine Exkursion an, bei der die Teilnehmenden mehr über die Flora und Fauna vor Ort und die Geschichte des Biotops erfahren.

Eckdaten

  • Arbeitseinsatz von Mittwoch bis Samstag, 23. bis 26. September
  • Arbeitszeit von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr, kann je nach Wetter abweichen
  • Ende am Samstag gegen 15 Uhr.
  • Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen für den gesamten Zeitraum.
  • Mindestalter für die Teilnahme: 18 Jahre

 

Einsatzleiter: Jörg Dessecker (Landschaftspflegetruppleiter des Schwäbischen Albvereins)
Diensthandy: 0172 7231070, E-Mail: pflegetrupp@schwaebischer-albverein.de

Blick auf das Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg


Anreise

Mit dem Pkw am Mittwoch, 23. September, bis 9:30 Uhr am Wanderheim Füllmenbacher Hof. Bei Anreise mit der Bahn ist der Treffpunkt um 9 Uhr am Bahnhof Mühlacker.

Unsere Leistungen

  • Unterkunft in unserem Wanderheim Füllmenbacher Hof
  • Übernachtung in Gruppenräumen, Vollverpflegung (Mithilfe bei der Küchenarbeit erwünscht).
    Bitte bei Anmeldung angeben, ob vegane oder vegetarische Verpflegung erwünscht ist bzw. ob Allergien vorhanden sind.
  • Naturkundliche Exkursion
  • Naturgenuss und eine befriedigende Arbeit im Freien bei der Landschaftspflege


Mitbringen

Feste Schuhe und Arbeitskleidung
Handschuhe und Arbeitsmaterial (Rechen, Heugabeln etc.) werden gestellt.


Kosten
Gesamter Zeitraum 50 Euro (4 Tage) für Verpflegung und Übernachtung und eine kleine Exkursion. Teilnahme an einzelnen Tagen (nach Absprache) 15 Euro. Die Teilnehmenden kümmern sich selbst um ihre Anreise. Bitte Bettwäsche (3-teilig) wenn möglich mitbringen.

Anmeldung beim Referat Naturschutz unter 0711 22585 -14 / -34 oder
per E-Mail an
naturschutz@schwaebischer-albverein.de

 

Wandern für den Seelenfrieden

Martin Ruppert ist weit gewandert. Fünf Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins hat der 42-Jährige Familienvater aus dem Schönbuch schon bewältigt. Außerdem den Westweg im Schwarzwald und verschiedene lange Routen im europäischen Ausland. Warum geht er gerne Fernwandern? Wie bereitet er sich vor? Und warum ist er gerne alleine unterwegs? Darüber haben wir mit dem Albvereinsmitglied gesprochen.

Was reizt Sie am Fernwandern?

Ich wandere gerne in der Natur. Beim Fernwandern lernt man zudem eine Region gut kennen. Und man trifft auch immer wieder interessante und wirklich hilfsbereite Menschen. Auf dem HW5 habe ich einmal einen Herrn kennengelernt, an dessen Haus der Weg vorbeiführte. Ich wohne selber auch ganz nah am HW5. Wir waren also quasi Nachbarn, zwar 150 Kilometer voneinander entfernt, aber beide am HW5 wohnend. Das war ein total nettes Gespräch.

Wie bereiten Sie sich vor?

Für die Hautpwanderwege habe ich mich erst mal beim Schwäbischen Albverein auf der Website informiert. Danach schaue ich mir Wanderkarten an. Und zwar immer noch gerne auch gedruckte Karten. Da markiere ich mir immer wichtige Punkte wie Schutzhütten, etwaige Ausstiegsmöglichkeiten, auch Gaststätten und Friedhöfe, weil man sich da mit Wasser versorgen kann usw. und schreibe mir Entfernungsangaben in die Karte. Wenn man sich im Vorfeld gut mit der Strecke beschäftigt, dann gibt es in der Regel unterwegs keine Überraschungen. Unterwegs navigiere ich mit einem GPS-Gerät mit digitalem Kartenmaterial. Die Wanderkarte habe ich aber trotzdem für den Notfall immer dabei. Für den Rucksack habe ich Packlisten je nach Jahreszeit, die ich immer wieder überarbeite und nach denen dann der Rucksack gepackt wird. Und gute Schuhe sind wichtig!

Ihre Etappen sind ja recht lang – Sie laufen rund 40 Kilometer am Tag. Haben Sie da nicht auch mal Muskelkater?

In den Beinen eigentlich nicht. Die sind gut trainiert. Aber ich merke, dass mir mein Rucksack mittlerweile oft schwer wird. Da tun mir dann die Schultern schon weh oder ich habe Druckstellen oder kleine Wunden an der Hüfte vom Hüftgurtgurt. Da hilft Zinksalbe gut. Die habe ich immer dabei. Wahrscheinlich muss ich mir doch mal angewöhnen, etwas weniger mitzunehmen. Am Ende ist also nicht der Muskelkater ein „Showstopper“.

Wie halten Sie es mit den Pausen?

Das ist tatsächlich ein schwieriges Thema, wenn man alleine unterwegs ist. Der Körper braucht oft eine Pause, der Kopf aber nicht. Und dann geht man einfach weiter. Aber gerade bei einer Fernwanderung sind regelmäßige Pausen wichtig. Meine Lösung ist eine lange Mittagspause. Aber dazu muss ich mich wirklich zwingen. Andere finden vielleicht mehrere kürzere Pausen angenehmer. Da muss jeder seinen Rhythmus finden.

Stichwort „alleine wandern“ – was ist daran der Reiz für Sie?

Wandern ist für mich ganz wichtig für meinen Seelenfrieden. Vor allem nach einem schweren Einsatz in Afghanistan habe ich gemerkt, wie gut mir das lange Gehen getan hat, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wer alleine wandert, muss sich mit sich selber beschäftigen, kann seine Gedanken ordnen. Ich merke in der Regel nach zwei Tagen, dass ich neue Ideen habe. Ohne Dauerberieselung, wie man sie im Alltag hat, kann man plötzlich kreativ werden. Ich habe zum Beispiel einmal in meinem Kopf ein Gartenhaus designt. Und dann nach der Rückkehr tatsächlich auch gebaut. Aber man beschäftigt sich auch mit Lebensfragen. Und das ist für die Seelenhygiene unglaublich wertvoll. Ich kann also alleine wandern nur empfehlen.

Ist es aber nicht schwierig, sich zu motivieren, wenn man über Tage alleine unterwegs ist?

Meiner Erfahrung nach, hat man kurz nach der Hälfte der Wegstrecke einen Durchhänger. Egal ob der Fernwanderweg 150 oder 300 Kilometer lang ist. Und da kommen dann schon die Gedanken, dass man doch mal einen Pausentag einlegen oder morgens mal ausschlafen könnte. Mich packt dann in der Regel doch der Stolz und ich laufe dann weiter. Auch wenn es manchmal schwerfällt. Zudem ist meine Zeit knapp. Ich habe Familie und kann mir nicht unbegrenzt frei nehmen, um alleine loszuziehen. Und am Ende bin ich glücklich, wenn ich mich überwunden habe. Ich bin noch nie am Ziel angekommen und habe gesagt, hätte ich mal besser vor vier Tagen aufgegeben. Je mehr Fernwanderwege man geht, desto stärker wird man auch mental. Ich kann nur alle ermutigen, es auch zu versuchen. Es müssen ja keine 40 Kilometer-Etappen sein. Man kann auch mit leichtem Gepäck kürzere Mehrtagestouren machen.

Noch ein Tipp für angehende Fernwanderer?

Schaut Euch Eure Heimat an. Es gibt wunderschöne Ecken hier. Man muss nicht nach Übersee fliegen, um die beste Zeit seines Lebens zu verbringen. Tolle Outdoorerlebnisse kann man auch in der Region haben.

Das Interview führte Ute Dilg, Pressereferentin Schwäbischer Albverein.