Wildbienen, Hummeln und sogar einige Schmetterlinge sind bei warmen Frühlingstemperaturen bereits unterwegs. Sie sind dringend auf Nahrung aus Wiese, Wald und Flur angewiesen. Naturschutzreferentin Katharina Heine ruft deshalb alle Garten- und Grundstücksbesitzer dazu auf, nicht zu früh schon mit dem Mähen von Grünflächen zu beginnen.
„Wildbienen und Falter, die in Deutschland überwintern, brauchen den Nektar der Frühlingsblumen. Deshalb ist es wichtig, diese ausblühen zu lassen.“ Und auch die Zugvögel, die in den nächsten Wochen aus ihren Winterquartieren zurückkehren, sind auf Samen und Insekten angewiesen, die sich vorrangig auf Blühflächen finden.
Gänseblümchen und Co.
Artenreiche Blumenwiesen – vor wenigen Jahrzehnten noch weit verbreitet – sind mittlerweile rar geworden. „Umso wichtiger ist es deshalb, im eigenen Garten wilde Ecken zu belassen, Wildblumen stehen und aussamen zu lassen“, erklärt Heine. „Etwa Gänseblümchen, Braunelle, Weißklee, Wegerich, Ehrenpreis, Gundermann oder kriechendes Fingerkraut.“ Diese Wildpflanzen liefern Nektar und Pollen und bieten zudem noch bunte Frühlingsfreuden für das Auge von Naturliebhabern.
Blumeninseln und Blühstreifen
„Wer dennoch mähen möchte, sollte zumindest Blumeninseln oder Blühstreifen stehen lassen“, erklärt Katharina Heine. Das sei nicht nur im Frühjahr wichtig, um Nahrung für Insekten und Vögel bereitzustellen. Wiesenflächen mit heimischen Wildblumen und -gräsern sind generell weniger arbeitsintensiv. Sie müssen nur zwei- bis dreimal pro Jahr gemäht werden, Rasenflächen bräuchten wesentlich häufiger einen Schnitt.
Tipps zu einer Gartengestaltung, die nachhaltig Lebensräume für viele verschiedene Tiere und Pflanzen schafft, gibt es in unserer Broschüre „Naturschutz vor der Haustür“.

