Ausgezeichnetes ehrenamtliches Engagement

Manfred Bender hat die Ehrennadel des Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart erhalten. Es ist einer von insgesamt vier Personen, die für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt wurden.

v.l.n.r.: Regierungspräsidentin Susanne Bay, Manfred Bender und Konrad Epple MdL, Foto: Regierungspräsidium Stuttgart

„Heimat lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Die diesjährigen Trägerinnen und Träger der Ehrennadel bewahren nicht nur Traditionen, sondern entwickeln sie weiter und machen sie für kommende Generationen erlebbar. Ihr ehrenamtliches Engagement stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zeigt, dass Heimat dort erlebbar wird, wo Menschen sich mit Herz und Tatkraft für ihre Mitmenschen und ihre Region einsetzen“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Zuverlässiger Ansprechpartner in der Wegearbeit

Manfred Bender ist seit 1984 in verschiedenen Bereichen des Schwäbischen Albvereins aktiv. Derzeit engagiert er sich als Fachwart für Wege im Hohenloher Gau und als Ortsgruppenvorsitzender der Ortsgruppe Untersteinbach. Er war zudem als Ortsgruppen-Internetwart, Gauinternetwart und Ortsgruppen-Jugendwart tätig. Von 2021 bis 2025 war Manfred Bender Beisitzer im Vorstand des Schwäbischen Albvereins.

Vor allem in der Wegearbeit ist Manfred Bender ein wichtiger Ansprechpartner für die Engagierten im Verein und bei externen Kooperationspartner, etwa bei der Erstellung von Wegekonzeptionen. Auch bei der Erarbeitung von Leitlinien für die Wegearbeit und deren Umsetzung war er beteiligt. Auf dessen Grundlage wurde ein Ausbildungskonzept für die Wegearbeit entwickelt, das maßgeblich dazu beiträgt, dass die Wanderwege im Vereinsgebiet gut markiert und gepflegt sind. Manfred Bender führt in seinem Gau und darüber hinaus regelmäßig Schulungen für Wegepaten und Wegewarte durch.

Begeisterter Volkstänzer und Fahnenschwinger

Manfred Bender ist zudem aktiv in der Volkstanzgruppe im Hohenloher Gau, der er seit vielen Jahren angehört. Bei unzähligen Auftritten ist er als Tänzer und Fahnenschwinger mit dabei. Bei wichtigen Veranstaltungen des Schwäbischen Albvereins wird ihm die Standarte anvertraut.

Herzlichen Glückwunsch an Manfred Bender zur Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege! Vielen herzlichen Dank für das langjährige Engagement für den Schwäbischen Albverein.

v.r.n.l. Wegereferentin Martina Steinmetz, Fachwart für Wege Manfred Bender und seine Partnerin Hannelore, Wanderreferentin Karin Kunz. Foto: Schwäbischer Albverein

Workshopwochenende für Ehrenamtliche

„Geh mal hin – alles drin“ hieß es am Wochenende in der Bauernschule Bad Waldsee für Ehrenamtliche aus den Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins. 75 Ehrenamtliche nahmen an den Workshops teil.

Bei insgesamt 13 Workshops gab Input zu Wanderthemen etwa ein Fresh-Up für Wanderführer:innen oder wie man erlebnispädagogische Elemente bei Wanderungen oder in Familiengruppen umsetzen kann. Dazu kamen naturkundliche Exkursionen, Vorträge über Ökologie und Biodiversität sowie kulturelle Themen. Auch der neue Fachbereich Fahrrad stellte sich vor. Erfahrungsaustausch und gemütliches „Schwäza“ am Abend kam natürlich auch nicht zu kurz.

Danke an alle Referentinnen und Referenten für Euren Beitrag! Danke an alle Ehrenamtlichen für Euren Enthusiasmus und Eure Freude bei der Vereinsarbeit!

Mundartfeschd uff dr Burg Derneck

Humorvoll, lyrisch und immer radikal schwäbisch – beim Mundartfeschd des Schwäbischen Albvereins am Samstag, 18. Juli, um 17 Uhr auf der Burg Derneck präsentieren Claudia Pohel und Matthias Flad „vielsaitige“ und vielseitige Melodien, mal groovig-rockig, mal romantisch oder jazzig. Die Texte sind hintersinnig schwäbisch, handeln vom Alltag und seinen Absurditäten und laden zum Lachen und Nachdenken ein.

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr ist dies die zweite Auflage des Mundartfeschds uff dr Burg Derneck. Bei der Burg Derneck handelt es sich um eines der schönsten Wanderheime des Schwäbischen Albvereins. Sie ist malerisch gelegen im Tal der Großen Lauter mitten auf der Schwäbischen Alb und bietet eine wunderbare Kulisse für diesen schwäbischen Liederabend.

Der Eintritt kostet 15 Euro. Kartenreservierung und Vorverkauf unter Telefon 0711 / 22585-0 oder per E-Mail unter hmueller@schwaebischer-albverein.de.

Das Thema „Mundart“ hat beim Schwäbischen Albverein Tradition. Der Mundartkünstler Helmut Pfitzer hob im Jahr 2000 die Idee aus der Taufe, regelmäßige Kleinkunstveranstaltungen mit mundartbezogener Musik und Literatur zu etablieren. Auf rund 12 Mundartbühnen gibt es regelmäßig unterhaltsame Kleinkunst auf hohem Niveau zu genießen.

Albverein feiert Gemeinschaft und blickt in die Zukunft

Bei strahlendem Sonnenschein traf sich der Schwäbische Albverein am Sonntag, 14. Juni, zu seiner Hauptversammlung in Sigmaringendorf. Während in der Donau-Lauchert-Halle die Versammlung tagte, machten sich viele der angereisten Vereinsmitglieder gemeinsam auf den Weg zu drei geführten Wanderungen und einer Radtour. Bereits am Vortag gab es gut besuchte Workshops im Fahnenschwingen und Volkstanz und abends ein fröhliches Danzfescht.

Grußworte des Landrätin und des Bürgermeisters

   

In ihrem Grußwort dankte Landrätin Stefanie Bürkle dem Schwäbischen Albverein für seine Arbeit im Landkreis. „Dass die Schönheit unserer Landschaft zugänglich ist, verdanken wir maßgeblich dem Albverein“, betonte sie. Allein im Landkreis Sigmaringen betreut der Verein über 800 markierte Wanderwege – eine Strecke etwa von Sigmaringen bis Rostock. Auch in der Landschaftspflege seien die Ortsgruppen im Landkreis und der Gau sehr aktiv. Leider seien hier Kürzungen bei den Mitteln des Landes geplant. Bürkle nutzte die Gelegenheit zu einem Appell an die Landesregierung, von Kürzungen abzusehen, besser noch, die Mittel zu erhöhen, um die Kulturlandschaft noch besser schützen zu können.

Bürgermeister Dominik Mattes zeigte sich stolz, dass Sigmaringendorf als Gastgeber für die Hauptversammlung fungieren durfte. „Der Albverein passt perfekt zu unserer Gemeinde“, sagte er. Er bereichere das Dorfleben durch Aktionen wie die Rübengeisteraktion, die Generationen zusammenbringe und Naturerlebnisse für alle schaffe. „Solche Aktionen sind mehr als nur Punkte im Veranstaltungskalender – sie schaffen Gemeinschaft und Erinnerungen“, so Mattes weiter.

Festvortrag zum Thema Kulturlandschaften

Als Festrednerin die neue Ministerin für ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, eingefunden. Sie hob in ihrer Rede, den Einsatz des Schwäbischen Albvereins beim Erhalt von Kulturlandschaften hervor. Diese seien nicht nur wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern auch Ausdruck von Tradition und nachhaltiger Nutzung durch den Menschen.

„Der Albverein lebt Gemeinschaft und ein Bewusstsein für Heimat und Natur“, so Gentges weiter. Sie verwies auf konkrete Erfolge wie die Erhaltung des Schopflocher Moores, das ohne das Engagement des Vereins heute nicht mehr in dieser Form existieren würde.

Wichtig sei es, das Wissen über die Bedeutung und Pflege von Kulturlandschaften weiterzugeben. „Am besten lernt man mit und beim Erleben der Natur – etwa bei Wanderungen, Führungen und Landschaftspflegeeinsätzen. All das tut der Schwäbische Albverein“, betonte Gentges, die sich selbst gerne beim Wandern inspirieren lässt. Ein Gesetz etwa, das sie einst während einer einsamen Bergtour entwickelt hatte, sei später tatsächlich als Bundesgesetz verabschiedet worden, erinnert sich die Landesministerin.

Berichte des Präsidiums und Jugendarbeit: Zukunft gestalten

Thomas Keck, der am Vortag im Hauptausschuss einstimmig zum neuen Präsidenten des Schwäbischen Albvereins gewählt worden war, berichtete der Versammlung über neue Entwicklungen im Verein. Er sieht die Notwendigkeit, den Verein durch moderne Strukturen zukunftsfähig zu machen. Teamlösungen und das Ressortprinzip im Vorstand hätten sich bereits bewährt und entlasteten die ehrenamtlichen Verantwortlichen. Außerdem soll die Geschäftsführung in Stuttgart mit mehr Entscheidungskompetenzen ausgestattet, um den Vorstand noch besser unterstützen zu können.

Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und zurückgehender öffentlicher Mittel bestehe die Notwendigkeit zur Konsolidierung, betonte Keck. Er versteht darunter nicht nur das reine Sparen – „Wir waren immer sparsam“, betonte er –, sondern durch das Entwickeln zukunftsfähiger Strukturen. Offen sein für Neues, aber auch bewährte Traditionen weiterführen, das ist ihm wichtig.


„Unsere größte Stärke und das Herz des Vereins sind die vielen tausend Ehrenamtlichen. Sie vereinen unglaublich viel Know-How in den Bereichen Wandern und Outdoorsport, Wege und Beschilderung, Naturschutz und Kulturarbeit. Dieses Engagement müssen wir viel sichtbarer machen und den Wert dieses Wissens für unsere Gesellschaft aufzeigen.“
Präsident Thomas Keck


Thomas Keck berichtete von dem schmerzhaften Verkauf des Wanderheims Rauher Stein in Irndorf. Die Sanierung wäre einfach zu teuer gewesen. Wahrscheinlich werde man sich auch von weiteren Immobilien trennen müssen. Das werde derzeit sorgfältig geprüft. Als positiv hob Keck die vielen lebendigen und aktiven Ortsgruppen hervor, die dank eines eines breiten Angebots und oft auch durch eine gelungene Familienarbeit die Mitglieder an sich binden. Diese dienten als Vorbilder für andere Ortsgruppen im Verein. „Die Ortsgruppen mit Familien- und Jugendarbeit sind in der Regel gut aufgestellt, haben weniger Probleme Ämter zu besetzen und wachsen sogar. Diese Arbeit wollen wir weiter ausbauen“, so Keck.

Hauptjugendwart Mats Thiel verwies anlässlich des 100. Geburtstags der Schwäbischen Albvereinsjugend auf die Bedeutung der Jugendarbeit als Schlüssel für die Zukunft des Vereins. „Identifikation entsteht im Erleben“, so sein Credo. Die Jugendarbeit in den Ortsgruppen sei vielfältig, doch es gelte, Kinder und Jugendliche langfristig an den Verein zu binden. Die nächste Wahl im Gesamtverein stehe bereits in drei Jahren an – ein Grund mehr, frühzeitig engagierte Nachwuchskräfte zu fördern.


Laudatio für den ehemaligen Präsidenten Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß

Präsident Thomas Keck und Vizepräsidentin Regine Erb würdigten in einer Laudatio die Leistungen ihres Vorgängers Dr. Hans-Ulrich Rauchuß, der bis Januar 2026 dem Verein vorstand. „25 Jahre hast Du Dich als Präsident für den Schwäbischen Albverein eingesetzt. Herzlichen Dank dafür! Deine Impulse wirken weiter, “ hieß es in der Laudatio. Konkret benannt wurde sein Einsatz für die Familienarbeit, das Gesundheitswandern sowie den Naturschutz.


Herzlichen Dank

an die Ortsgruppe Sigmaringendorf und den Oberer-Donau-Gau unter der Leitung Ihres Vorsitzenden Claus Bayer für die Gastfreundschaft, die Organisation der Versammlung und des Rahmenprogramms sowie die wunderbare Bewirtung bei dieser Hauptversammlung.

an den Kulturrat für das Kulturprogramm am Samstag, die Kindervolkstanzgruppe Bittelschieß, der Volkstanzgruppe Süssen und dem Musikverein Sigmaringendorf für Ihre Auftritte am Sonntag

sowie an den Fachbereich Familie und die Schwäbische Albvereinsjugend für das Kinder- und Jugendprogramm.

Der Schwäbische Albverein hat einen neuen Präsidenten

Die Mitglieder des Hauptausschusses des Schwäbischen Albvereins haben bei ihrer Sitzung in Sigmaringendorf am Samstag, 13. Juni, einen neuen Präsidenten gewählt. Thomas Keck, der bisher gemeinsam mit Regine Erb als Vizepräsident tätig war, übernimmt für die verbleibenden drei Jahre der Wahlperiode den Vorsitz des Vorstandsgremium. Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß war im Januar als Präsident zurückgetreten. Deshalb wurde die Nachwahl nötig.

Der Vorstand des Schwäbischen Albvereins v.l.n.r.: Hauptjugendwart Mats Thiele, die Beisitzenden Ursula Geister, Tanja Waidmann und Steffen Kaltenmark-Theus, Präsident Thomas Keck, Beisitzer Volker Korte, die beiden Vizepräsidenten Regine Erb und Claus Bayer. Foto: Schwäbischer Albverein

Der 63-jährige Keck ist seit 1993 ehrenamtlich im Schwäbischen Albverein engagiert. Über 25 Jahre war er Vorsitzender der Ortsgruppe Betzingen. Von 2005 bis 2021 engagierte er sich zudem als Gauvorsitzender des Lichtenstein-Gaus. Seit 2017 bestimmte er die Geschicke des Gesamtvereins als Vizepräsident mit.

Alle sollen sich im Verein wohlfühlen – gute Zusammenarbeit im Vorstand

„Ich wünsche mir einen modernen und schlank aufgestellten Schwäbischen Albverein, in dem sich alle, die gerne Outdoor-Sport betreiben, denen unsere Natur und eine gute Gemeinschaft wichtig ist, wohl fühlen. Wir wollen noch offener sein gegenüber Neuem, gleichzeitig aber positive Traditionen weiterleben“, erklärt Thomas Keck. „Dafür möchte ich mich als Präsident des Schwäbischen Albvereins einsetzen.“ Er berichtet von der guten Zusammenarbeit im Vorstand, der seit etwa einem Jahr nach dem Ressortprinzip aufgestellt ist und damit die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. Dies sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Familienarbeit ein Stück Zukunft für den Verein

Als große Herausforderung sieht Keck den demographischen Wandel. Mitgliederzahlen gingen zurück, auch finanzielle Zuwendungen von staatlicher Seite seien weniger geworden. „Wir müssen den Verein konsolidieren. Das heißt aber nicht nur sparen, sondern vor allem auch Strukturen überarbeiten und Dinge vereinfachen.“ Als ein wichtiges „Stück Zukunft für den Verein“ sieht Keck die Familien- und Jugendarbeit, die er weiter ausbauen möchte.

Ehrenamt wertschätzen und sichtbar machen

„Herzstück des Schwäbischen Albvereins ist das Ehrenamt“, betont Keck. Die vielen freiwillig Engagierten brächten ein enormes Know-How in den Bereichen Wandern und Outdoor-Sport, Wegearbeit, Naturschutz sowie schwäbischer Kultur mit. „Das müssen wir in der Gesellschaft sichtbarer machen“, betont Keck.

Neuer Vizepräsident Claus Bayer will den direkten Austausch mit Mitgliedern

Mit der Wahl von Thomas Keck zum Präsidenten war auch das Amt eines der beiden Vizepräsidenten neu zu besetzen. Bei der Nachwahl setzte sich Claus Bayer gegen Steffen Kaltenmark-Theus aus Villingen-Schwenningen und Ulrich Löchner aus Leinfelden-Echterdingen durch. Bayer ist derzeit Beisitzer im Gesamtvorstand, Gauvorsitzender des Oberer-Donau-Gaus und Vorsitzender der Ortsgruppe Sigmaringendorf. „Mein Ziel ist eine Vereinsführung, die den Menschen nahe ist – offen, unbürokratisch und im direkten Austausch mit unseren Mitgliedern“, erklärte Bayer in seiner Bewerbung für das Amt.

Ursula Geister will als Beisitzerin den Natur- und Artenschutz vorantreiben

Bayers freigewordenen Beisitzerposten übernimmt Ursula Geister aus Blaubeuren-Seißen. Die zertifizierte Wanderführerin ist Vorsitzende der Ortsgruppe Seißen und Teil des Vorstandsteams des Donau-Blau-Gaus. Ihr liegt vor allem der Naturschutz am Herzen für den sie sich in vielerlei Projekten des Albvereins und darüber hinaus einbringt. Als Vorstandsmitglied des Schwäbischen Albvereins wird sie das Thema Natur- und Artenschutz vorantreiben.

Weitere Mitglieder des siebenköpfigen Vorstands sind Vizepräsidentin Regine Erb sowie die Beisitzenden Volker Korte, Steffen Kaltenmark-Theus, Mats Thiele und Tanja Waidmann.

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Bundespräsident putzt Wegzeiger

Anlässlich des Ehrentags des Grundgesetzes am 23. Mai war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Biosphärengebiet Schwäbische Alb unterwegs – mit dabei waren auch Ehrenamtliche des Schwäbischen Albvereins.

 

 

Steinmeier würdigte das Ehrenamt als wesentlichen Beitrag für eine demokratische Gesellschaft. Bei dem Besuch ließ er sich auch die Wegearbeit des Schwäbischen Vereins erklären und packte sogar selber mit an. Mit Sprühflasche und Schwamm bewaffnet reinigte er einen verschmutzten Wegzeiger.

 

Danke an den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die Anerkennung unserer ehrenamtlichen Arbeit!

Hier gibt es den Tagesschau-Bericht zu dem Besuch.

25 Jahre Heimat- und Wanderakademie

2001 gründeten der Schwäbische Albverein und der Schwarzwaldverein die gemeinsame Wanderakademie gründeten. Im Jubiläumsjahr 2026, blickt die Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg (HWA) auf 25 erfolgreiche Jahre zurück. Was als Initiative zur Professionalisierung der ehrenamtlichen Arbeit begann, ist zu einer festen Größe in der Bildungslandschaft im Bereich Wandern in Baden-Württemberg geworden.

Wie alles begann

Die Wurzeln der HWA reichen bis ins Jahr 1998 zurück, als die Wanderführerausbildung beider Vereine vom Kultusministerium anerkannt wurde. Wandernde werden anspruchsvoller, so war die Erkenntnis, und eine einheitliche, hochwertige Ausbildung für Tourguides war nötig. Im März 2001 startete die HWA dank einer Anschubfinanzierung des Landes offiziell durch. Von Beginn an war klar: Es geht um mehr als Wandern. Es geht um Bildung und die Qualifizierung Ehrenamtlicher, um Verantwortung und Begeisterung für Natur und Heimat.

Enge Zusammenarbeit der Wandervereine

Ein entscheidender Erfolgsfaktor der Akademie ist die enge Zusammenarbeit zwischen Schwäbischem Albverein und Schwarzwaldverein. Diese Partnerschaft ermöglicht ein breites, qualitativ hochwertiges Bildungsangebot.

In einem gemeinsamen Grußwort zum Jubiläum der Heimat- und Wanderakademie betonen Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, bis Januar 2026 Präsident des Schwäbischen Albvereins, und Meinrad Joos, Präsidenten des Schwarzwaldvereins: „Die Akademie ist ein Ort, an dem Wissen vertieft, Haltung vermittelt und Begeisterung geweckt wird – für Landschaften, für kulturelle Zusammenhänge und für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.“

Stimmen zum Jubiläum: Das bedeutet uns die Akademie

Ausbildung zur zertifizierten Wanderführer*in als Herzstück

Aushängeschild der Akademie ist die Ausbildung zum zertifizierten Wanderführer bzw. Wanderführerin. Tourenplanung, Wissen über Natur und Kulturlandschaften, Geschichte und Traditionen in Baden-Württemberg sowie Kommunikation und Erlebnispädagogik sind die Inhalte der Ausbildung.

Die Absolventinnen und Absolventen der insgesamt neuntägigen Ausbildung sind mehr als nur „Vorwegläufer*innen“. Sie sind Botschafterinnen und Botschafter für das Wandern im Verein, für Natur, Heimat und nachhaltiges Handeln. Sie machen jede Gruppentour für die Teilnehmenden zum Erlebnis.

Quo vadis, Wanderakademie?

Jedes Jubiläum lädt nicht nur zu einer Rückschau, sondern auch zu einem Blick in die Zukunft ein. Wohin entwickelt sich die Heimat- und Wanderakademie? Um der modernen Lebensrealität mit seinen Herausforderungen u.a. in der Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Ehrenamt gerecht zu werden, bieten die Vereine mittlerweile eine Hybrid-Ausbildung an – Theorie online, Praxis vor Ort. Die Montagsakademie, ein Online-Format mit kurzen Fortbildungsimpulsen, erfreut sich großer Beliebtheit. Ein Grundlehrgang Radwandern ist neu im Programm. Ab 2027 plant der Schwarzwaldverein zudem einen modularen, neuen Ausbildungsgang zum „Tourguide“. Zielgruppe sind junge, erlebnisorientierte Menschen. Digitale Lernplattformen und Themen wie KI in der Vereinsarbeit oder der Einsatz der Sozialen Medien sollen das Portfolio erweitern.

Karin Kunz, Geschäftsführerin der Akademie und seit Jahrzehnten beim Albverein tätig, formuliert ihre Hoffnung für die Zukunft der Wanderakademie so: „Ich wünsche mir, dass wir auch in den nächsten 25 Jahren kreativ und flexibel auf die Bedürfnisse der Vereine eingehen. Dass wir Menschen die Freude an der Natur nahebringen, dass wir Wanderführerinnen und Wanderführer ausbilden, die mit erlebnisreichen Touren unsere Vereine repräsentieren.“

Interview mit Karin Kunz: Gemeinsam sind wir stärker

www.wanderakademie.de


Save the date! Einladung zum Mitfeiern auf und um dem Hohenneuffen

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Heimat- und Wanderakademie laden wir alle Mitglieder des Schwäbischen Albverein und des Schwarzwaldvereins zu einem Wanderwochenende auf und rund um den Hohenneuffen ein.

Am 17. und 18. Oktober 2026 gibt verschiedene Wander- und Radtouren zur Auswahl. Außerdem bieten wir einen geschichtlichen Samstagnachmittag auf der Festungsruine an. Am Samstagabend treffen wir uns dann in Grabenstetten zu einem genussvollen und gemütlichen Alb-Abend.

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Deutschlands schönster Wanderweg 2026: Abstimmen für „hochgehpilgert“

Das Wandermagazin sucht wieder „Deutschlands schönsten Wanderweg 2026“. In der Kategorie Tagestouren ist in diesem Jahr die HOCHGEHBERGE-Tour »hochgehpilgert« in Zwiefalten nominiert.

Der Premiumwanderweg zeigt auf seinen 13 Kilometern die ganze landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Schwäbischen Alb. Wacholderheiden, Weiden, Wälder, Felsen, Quellen und kleine Schluchten – die Tour lässt keinen landschaftlichen Höhepunkt aus. Das ehemalige Benediktinerabtei Kloster Zwiefalten beeindruckt mit seinem Münster im Rokoko-Stil. Ein weiteres besonderes Erlebnis bietet die Wimsener Höhle – die einzige mit dem Boot befahrbare Wasserhöhle Deutschlands.


Jetzt abstimmen!

Bis zum 30. Juni könnt Ihr noch Eure Stimme für diese wunderbare Wandertour abgeben unter www.wandermagazin.de/wahlstudio.


Wer die Tour vorher gerne noch abwandern möchte, findet hier eine Wegbeschreibung und den GPX-Track.

Neuer Wanderführer zum HW 4 erschienen

Aus der Wanderführerreihe zu den Hauptwanderwegen, die der GWP Verlag gemeinsam mit dem Schwäbischen Albverein herausgibt, ist eine neue Ausgabe erschienen. Sie umfasst den südlichen Teil des Main-Donau-Bodensee-Wegs Süd. In zwölf Etappen geht es von Heidenheim bis nach Friedrichshafen am Bodensee.

Das ostwürttembergische Heidenheim liegt nahezu exakt in der Mitte des Main-Donau-Bodensee-Wegs. Dadurch lässt sich der Main-Donau-Bodensee-Weg (HW 4) nicht nur landschaftlich, sondern auch technisch in zwei Hälften teilen. Die Südroute beginnt am Ufer der Brenz auf der Schwäbischen Alb. Naturbelassene Flussläufe wie das Lonetal, in dessen Höhlen die ältesten Kunstwerke der Menschheit gefunden wurden, leiten an den Südrand des Gebirges und auf die weiten Riedlandschaften an der Donau. Dort liegt die schwäbische Metropole Ulm.

Entlang der Iller zieht der HW 4 Oberschwaben entgegen. Ausgedehnte Wälder wechseln sich mit einer sanften, grünen Hügellandschaft ab. In ihr liegen das beeindruckende Kloster Ochsenhausen und das pittoreske Wolfegg. Es markiert den Rand des Allgäus. Die Alpen bilden fortan eine majestätische Kulisse am Horizont. Gleich in der Nachbarschaft steht die Waldburg. Sie ist eine der am besten erhaltenen und wichtigsten Burgen in Süddeutschland. Von ihr geht es zwischen die Hopfen- und Obstgärten um Tettnang. Ziel ist das Schwäbische Meer. Friedrichshafen empfängt seine Gäste in mediterraner Atmosphäre am Ufer des blauen Bodensees.


Länge 198 Km | Aufstieg 3490 m, Abstieg 3580 m | Tiefster Punkt: Bodenseeufer, Friedrichshafen 398 m, Höchster Punkt: Sebastianskapelle, Haisterkirch 758 m


Dieser Band kann nicht nur als Wanderführer unterwegs genutzt werden. Er bietet mit seinen detaillierten Informationen zum Weg auch eine ideale Planungshilfe vorab mit seinem Gaststättenverzeichnis, mit Hinweisen für Unterkünfte, Kontaktadressen und Öffnungszeiten. Dazu gibt es detaillierte Informationen zu touristischen Höhepunkten, zu ÖPNV-Verbindungen, Höhenprofile und Fotos sowie GPS-Tracks zum Download via QR-Code oder Link. Für schwierige Situationen stehen Koordinaten im WGS84 Format zur Verfügung.

Hier geht es zu einer Leseprobe.

Der Wanderführer kostet 21,90 Euro und kann im Lädle des Schwäbischen Albvereins oder in unserem Online-Shop erworben werden.

Der zweite Teil des Wanderführers zur Nordroute des HW 4 ist in Planung. Das Erscheinungsdatum steht noch nicht fest.

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Zitterpappel – Baum des Jahres 2026

Am 25. April ist der Tag des Baumes in Deutschland. Bäume und Wälder erfüllen nicht nur eine wichtige ökologische Funktion. Sie sind auch Kulturgut. Sie haben eine starke Wirkung auf das Landschaftsbild, sind Symbole des Lebens. Sie werden in Gedichten und Liedern besungen. Und sie geben uns Menschen Ruhe und Entspannung. Anlässlich des Tags des Baumes möchten wir den Baum des Jahres 2026 näher vorstellen.

Zitterpappel als Solitär. Foto: R. Fenner (Quelle: Baum des Jahres)

Woher kommt eigentlich das sprichwörtliche „Zittern wie Espenlaub“? Nun, es geht auf das Laub der Espe oder Aspe zurück. Der Baum ist bei uns besser bekannt als Zitterpappel. Seine herzförmigen Blätter mit dem seitlich abgeflachten Blattstiel fangen schon bei der kleinsten Briese an zu „zittern“.

Laub der Zitterpappel. Foto: H.-R. Müller (Quelle: Baum des Jahres)

Die Zitterpappel ist ein unbesungener Baum – nicht zu vergleichen mit Eiche, Buche oder Linde. Ihre Bedeutung für die heimischen Wälder ist sicher wichtiger als für das heimische Liedgut. So ist Espe eine Anpassungskünstlerin, weit verbreitet in fast ganz Europa, in weiten Teilen Asiens und sogar im nördlichen Afrika. Sie verbessert den Boden und bietet vielen Tieren Lebensraum. Über 60 Schmetterlingsarten, nutzen sie als Futterpflanze. Und auch Vögel suchen sie gerne nach Insekten ab.

Die Forstwirtschaft schätzt die Espe vor allem als Pionierbaum, weil sie karge Flächen schnell wieder begrünt. Das liegt vor allem durch ihr weit verzweigtes Wurzelsystem, durch das sie sich schnell vermehren kann.

Mit 15 bis 25 Metern Höhe ist die Zitterpappel ein mittelgroßer Baum, ihr Stamm ist schlank. Sie wächst schnell und hat bald eine rundliche Krone. Im Frühjahr hat sie männliche purpurfarbene und weibliche grünliche Kätzchen. Im Herbst leuchtet ihr Laub goldgelb. Man findet sie häufig an Waldrändern und auf Kahlschlägen, in lichten Wäldern oder als Einzelbaum in offener Landschaft. Auch als Alleebäume werden Espen geschätzt.

Seit 1989 kürt die Dr. Silvius Wodarz Stiftung jährlich einen Baum des Jahres. Ziel ist es, dadurch das Bewusstsein für den Wert und Schutz unserer Bäume in Wäldern, in Städten und in der Landschaft zu stärken.

www.baum-des-jahres.de

 

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