HW1 und Gustav-Ströhmfeld-Weg bleiben ausgezeichnet

Das Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ dürfen nur besonders abwechslungsreiche und schöne Wanderwege tragen. Der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (HW1/Albsteig) und der Gustav-Ströhmfeld-Weg gehören zu diesen Wegen. Bei der Urlaubsmesse CMT sind sie zum wiederholten Mal ausgezeichnet worden.

Der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (HW1/Albsteig) führt in 360 Kilometern von Donauwörth nach Tuttlingen – in weiten Strecken am Albtrauf entlang. Er erhielt das Qualitätssiegel mittlerweile zum sechsten Mal, die Kosten für die Zertifizierung beim HW1 trägt der Schwäbische Alb Tourismus. Alle drei Jahre werden die Wege vom Deutschen Wanderverband auf den Prüfstand gestellt.

Der Gustav-Ströhmfeld-Weg wurde zum fünften Mal ausgezeichnet. Er führt in 22 Kilometern von Metzingen nach Neuffen, vorrangig auf luftiger Höhe den Albtrauf entlang. Namensgeber ist der Schöpfer des Albvereins-Wegenetzes, Gustav Ströhmfeld. Am Wegesrand finden sich verschiedene Informationstafeln, die kulturelle und landschaftlich Besonderheiten der Region erläutern. Die Streckentour wird ergänzt mit insgesamt sieben Rundwanderwegen.

Anspruchsvolle Qualitätskriterien zu erfüllen

Für eine erfolgreiche Zertifizierung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ gelten hohe Anforderungen. Dazu gehören eine besonders nutzerfreundliche Beschilderung, viele landschaftliche und kulturelle Höhepunkte am Weg sowie mindestens 35 Prozent naturnahe Wege.

Um das Wander-Gütesiegel zu behalten, waren die ehrenamtlichen Wegewarte und Wegewartinnen des Schwäbischen Albvereins im Vorjahr sehr aktiv. Jeder Meter der Wege wurde überprüft. Wo nötig, hat man Markierungen ergänzt, Wege freigeschnitten oder Wegzeiger und Wegmarken aktualisiert. Die Leitung dieser Arbeiten hatte für den HW1 Gerhard Stolz, Hauptfachwart für Wege beim Schwäbischen Albverein. Den Gustav-Ströhmfeld-Weg pflegen die Wegebeauftragten der Ortsgruppe Metzingen, Eckart Ruopp und Konrad Berger, sowie die Wegewarte weiterer Albvereins-Ortsgruppen, durch die der Gustav-Ströhmfeld-Weg führt.

   

In beiden Wegen stecken sehr viel Herzblut und Arbeit. Vielen Dank an alle Wegewarte und Wegewartinnen, die beide Strecken so vorbildlich in Schuss halten sowie an Gerhard Stolz, Eckart Ruopp und Konrad Berger, die immer den Überblick behalten.

Familien- und Jugendprogramme 2026

Raus in die Natur und Outdoorabenteuer erleben – die Programme der Albvereinsfamilie und der Schwäbischen Albjugend für 2026 sind da. Es gibt wieder eine Vielzahl an Wanderungen, Wochenendevents, Freizeiten und Zeltlager. Die Schwäbische Albvereinsjugend feiert zudem ihren 100. Geburtstag mit verschiedenen Mehrtagestouren im Vereinsgebiet und einem Festwochenende im Jugendzentrum Fuchsfarm in Albstadt-Onstmettingen.


Familienprogramm 2026

Alpaka-Trekking, ein Besuch auf der Straußenfarm, Rätselsteine und Feenzauber im Wald sowie einen Escape-Room in der Natur – das sind nur einige Beispiele aus dem Familienprogramm 2026 des Schwäbischen Albvereins.

Dazu gibt es auch im kommenden Jahr ein Tanz- und Kulturwochenende mit Familienaktionen in Weil der Stadt, organisiert vom Kulturrat des Vereins. Außerdem bietet die Albvereinsfamilie zwei Wochenendfreizeiten für kleine und große Ritter und Burgfräulein auf der Burg Derneck im Großen Lautertal und auf der Burg Wernfels in Spalt an.

Familienzeltlager auf dem Eschelhof
Vom 14. bis 18. August sind Familien auf den Eschelhof in Sulzbach eingeladen. Beim beliebten Familienzeltlager gehen große und kleine Abenteurer mit dem Förster im Wald auf Entdeckungsreise, lauschen nachts auf dem Hochsitz den Geräuschen der Natur und kochen Gerichte über dem Feuer. Übernachtet wird im Zelt oder im Wanderheim.

Fit für die Familienarbeit
Um Ehrenamtliche und Interessierte für die Familienarbeit weiter zu qualifizieren, bietet der Schwäbische Albverein zudem ein vielfältiges Weiterbildungsprogramm an, etwa wie sich ein Escape-Room im Wald umsetzen lässt oder man einen Schnitzkurs mit Kindern durchführt.

Familienprogramm 2026


Jugendprogramm 2026

Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 17 Jahren können 2026 wieder zwischen zehn Zeltlagern und Freizeiten wählen. Sport, Spiel, Action sowie neue Freundschaften sind hier inklusive. Auf dem Programm stehen neben den traditionellen Oster-, Halloween- und Weihnachtsfreizeiten ein einwöchiges Pfingstzeltlager für Jugendliche in Böblingen und zwei Schnupperwochenenden für Neueinsteiger.

In den Sommerferien lädt die Albvereinsjugend alle 8- bis 14-Jährigen wieder zu einem zweiwöchigen Sommerzeltlager ins vereinseigenen Jugendzentrum Fuchsfarm nach Albstadt-Onstmettingen sowie zu einer einwöchigen Ferienfreizeit auf die Burg Derneck im Großen Lautertal ein.

Neu für 12- bis 17-jährige ist im kommenden Jahr ein einwöchiges Zeltlager mit Survival-Training und Outdoor-Orientierung auf dem Zeltplatz Karlsbrunnen bei Dischingen sowie die Jugendfreizeit „Burg Dernext“ auf der Burg Derneck.

Schwäbische Albvereinsjugend wird 100
2026 feiert die Schwäbische Albvereinsjugend ihren 100. Geburtstag. Gefeiert wird dieses Jubiläum mit mehreren Jubiläumswanderungen im Mai und einer 100-Kilometer-Tour im Oktober, die von Stuttgart zum Jugendzentrum Fuchsfarm auf die Zollernalb führen. Zum Jubiläumswochenende vom 11. bis 13. September mit großer Jubiläumsparty können alle Interessierten und Personen mit Fuchsfarm-Erfahrung der Schwäbischen Albvereinsjugend die unvergleichliche Atmosphäre auf der Fuchsfarm genießen.

Weiterbildung JugendleiterCard
Bei der Schwäbischen Albvereinsjugend haben Jugendliche die Möglichkeit, die JugendleiterCard (Juleica) erwerben. Die Kurse vermitteln die notwendigen Grundkenntnisse, um eine Jugendgruppe zu leiten. 2026 gibt es neben dem einwöchigen Kompaktkurs in den Osterferien auch mehrere Wochenendkurse sowie einen Erste-Hilfe-Kurs. Um Outdoor-Kenntnisse, Planung und Durchführung von Touren geht es bei einem Trekking-Seminar für 14- bis 26-jährige in Slowenien. Demokratische Mitbestimmung in der Jugendarbeit ist Thema einer weiteren Veranstaltung.

Jugendprogramm 2026

Schöne Aussicht – Sieben Türme renoviert

Der Blick in die Ferne gehört für viele zum Wandern dazu. Deshalb sind die 28 Aussichtstürmen des Schwäbischen Albvereins zu beliebten Ausflugszielen. Der Verein müht sich nach Kräften, die Türme für alle Besucherinnen und Besucher offen zu halten. 2024 und 2025 mussten an insgesamt sieben Aussichtstürmen teils aufwendige Reparaturen durchgeführt werden. Ohne die Unterstützung durch unsere Mitglieder, Ortsgruppen, Einzelpersonen, Firmen und Kommunen wäre dies nicht möglich gewesen.

Die langwierigste Baustelle befand sich sicherlich am Katharinenlindenturm in Esslingen. Dort musste das Treppenhaus saniert und das Dach statisch saniert werden. Die Bauarbeiten dauerten insgesamt zwei Jahre. Ortsgruppen aus der Region waren dabei eine große Hilfe – allen voran die OG Sulzgries, die sich zum Jahresende leider aufgelöst hat. Und auch die städtischen Betriebe unterstützten bei der Umsetzung der Baumaßnahmen.

Am Roßbergturm bei Reutlingen-Gönningen mussten die Fassade und die Fenster erneuert werden. Der Turm erstrahlt jetzt im neuen Glanz. Im August 2025 feierte man am Burgbergturm Frankenhardt-Oberspeltach (Kreis Schwäbisch Hall) mit einem Fest die Fertigstellung der neuen barrierearmen WC-Anlagen nach einem halben Jahr Bauzeit. Beim Zwei Eichen Turm Pliezhausen (Kreis Reutlingen) mussten Betonstufen saniert werden. Die OG Pliezhausen hat uns hier großzügig unterstützt.

Am Schönbergturm in Pfullingen (Kreis Reutlingen) musste der Innenputz in den Treppenhäusern erneuert werden. Die Ortsgruppe Pfullingen war mit vielen Ehrenamtlichen vor Ort, um die Arbeiten tatkräftig zu unterstützen. Aufwendig war auch die Renovierung des Steinknickleturms bei Wüstenrot-Neuhütten (Kreis Heilbronn), der eine neue Holzfassade brauchte. Auch hier arbeiteten viele ehrenamtliche Helfer tatkräftig mit, so dass dadurch erhebliche Kosten gespart werden konnten. Ohne die Unterstützung aus der jeweiligen Region wäre die Renovierung der beiden Türme so nicht möglich gewesen.

Am Schwarzen Grat Turm im Allgäu waren Arbeiten an der Aussichtsplattform, den Türen und Fenstern und am Blitzschutz nötig. Zudem konnte auf Initiative der OG Isny ein Fernrohr mit Beschreibung der Berge installiert werden, die vom Turm aus zu sehen sind.

Herzlichen Dank an alle Firmen und Kommunen, Einzelpersonen und Ortsgruppen für Ihren Beitrag zum Erhalt unserer Aussichtstürme!

Die Aussichtstürme des Schwäbischen Albvereins sind beliebte Ausflugsziele für Einheimische und Touristen. Wir bitten deshalb alle Besucherinnen und Besucher, doch einen kleinen Beitrag in den Turmkassen zu hinterlassen, um die Türme weiterhin für alle offen halten zu können.

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Ehrenamtliche sind der Motor des Vereinslebens

Anlässlich des Tags des Ehrenamts am 5. Dezember dankt Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß in einer Pressemitteilung allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Sie sorgen nicht nur für ein lebendiges Vereinsleben, sondern wirken weit in die Gesellschaft hinein“, betont er. Mehr als 260.000 Ehrenamtsstunden im Jahr 2024 zeigen die starke Verbundenheit mit dem Schwäbischen Albverein.

Die Zahlen sind beeindruckend: Gut 260.000 Stunden freiwilliger Arbeit haben mehr als 11.000 Ehrenamtliche beim Schwäbischen Albverein 2024 geleistet. Dazu kommt das Engagement der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund in den Ortsgruppen tätig sind. Ihr Einsatz wird meist nicht in Zahlen erfasst, ist aber für das Vereinsleben nicht minder wertvoll.

Anlässlich des Tags des Ehrenamts am 5. Dezember dankt Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Sie sorgen nicht nur für ein lebendiges Vereinsleben, sondern wirken weit in die Gesellschaft hinein“, betont er. „Unsere Aktiven arbeiten in der Wegepflege und engagieren sich im Naturschutz. Sie bieten Aktionen und Freizeiten für Familien, Kinder und Jugendliche an und sie pflegen die Gemeinschaft beim gemeinsamen Wandern und Radfahren. Unsere Kommunen bleiben nur durch das Engagement von vielen lebendig, und unsere Heimat lebens- und liebenswert.“

Ein Schwerpunkt des ehrenamtlichen Engagements ist der Unterhalt, die Markierung und Beschilderung von knapp 19.000 Kilometer Wanderwege zwischen Taubertal und Bodensee. Rund 870 Menschen engagieren sich in diesem Bereich als Wegewarte und Wegepate. Mehr als 3.800 Wanderführerinnen und Wanderführer bieten in den Ortsgruppen und im überregionalen Wanderprogramm Halbtages-, Tages- und Mehrtageswanderungen sowie Radtouren an. Im Bereich Naturschutz pflegen über 360 Naturschutzwarte wertvolle Wiesen, Hecken, Feuchtgebiete und die für die Schwäbische Alb typischen Wacholderheiden. Dazu kommen rund 730 Ehrenamtliche in der Familien- und Jugendarbeit.

In den derzeit rund 450 Ortsgruppen im Vereinsgebiet gibt es mehr als 5.500 Ehrenamtliche in offizieller Funktion als Vorsitzende, Beisitzer, Schriftführer oder Kassenwarte. Dazu kommen viele unermüdliche Mitarbeitende, die bei Veranstaltungen oder sonstigen Aktionen mithelfen, sich um Webseiten kümmern, Hüttendienste leisten oder Kultur- und Sportgruppen betreuen.

Der Schwäbische Albverein e.V. ist mit aktuell rund 80.000 Mitgliedern der größte Wanderverein Deutschlands. Er betreibt 19 Wanderheime und 28 Aussichtstürme im Vereinsgebiet. Als anerkannter Naturschutzverband koordiniert der Verein Landschaftspflegeeinsätze und setzt sich auf politischer Ebene für mehr Naturschutz ein.

Relaunch unseres Online-Shops

Wir haben www.albverein-shop.de einem umfangreichen Relaunch unterzogen. Dabei wurde insbesondere die Barrierefreiheit des Shops optimiert. So können nun beispielsweise die Schriftgröße vergrößert oder verkleinert, Bilder ausgeblendet und Links unterstrichen werden.

In unserem Online-Shop können Sie aus einem riesigen Sortiment an Titeln auswählen. Ganz egal ob Bücher, Kalender, Musikalien, Hörbücher oder Spiele: Insgesamt stehen über 3,8 Millionen Produkte zur Verfügung. Im Regelfall sind über 400.000 Artikel innerhalb von 1 – 3 Tagen abholbereit bzw. versandfertig. Sie können Ihre Bestellung über den Online-Shop oder auch per E-Mail, telefonisch oder im Lädle tätigen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserem Online-Shop!

Jetzt Förderung für Naturschutzprojekte sichern

Bis 31. Januar sind wieder Bewerbungen für den Wettbewerb „Unsere Heimat & Natur“ möglich. Eingereicht werden können Naturschutzprojekte, die dazu beitragen artenreiche Kulturlandschaften zu pflegen und zu erhalten. Es gibt Preisgelder zwischen 1.000 und 5.000 Euro zu gewinnen. Der Wettbewerb wird ausgeschrieben von der Stiftung NatureLife-International und EDEKA Südwest.

Einige Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins haben bereits daran teilgenommen und Gelder erhalten. 2025 etwa ist die OG Lautern mit 3.000 Euro für ihr Engagement zum Erhalt von Wacholderheiden und Streuobstwiesen ausgezeichnet worden. In den Jahren davor ehörten u.a.die OG Gundelfingen für ihren Einsatz für Kalkmagerwiesen und die OG Kohlberg/Kappishäusern mit ihrem Ziegenprojekt zu den Preisträgern.

Wenn auch Ihr Euch für den Naturschutz und eine artenreiche Fläche in Eurer Kommune einsetzt, dann lohnt sich eine Bewerbung. Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen des aktuellen Wettbewerbs und zum Online-Bewerbungsbogen.

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Viele helfende Hände für den Naturschutz

Am Füllmenbacher Hofberg haben in den vergangenen Wochen der Landschaftspflegetrupp sowie rund 35 freiwillige Helferinnen und Helfer bei insgesamt vier Arbeitseinsätzen gewerkelt. Das artenreiche Naturschutzgebiet im Stromberg-Heuchelberg muss jedes Jahr gemäht und abgeräumt werden.

Der Füllmenbacher Hofberg ist ein ganz besonderes Biotop. Das etwa vier Hektar große Areal liegt im Naturpark Stromberg-Heuchelberg, unweit des Wanderheims Füllmenbacher Hof. Es handelt sich um einen aufgelassenen Weinberg – einen Steilhang mit besonders artenreichem Trockenrasen.

Der Schwäbische Albverein hatte sich seinerzeit sehr dafür engagiert, dieses wertvolle Gebiet unter Naturschutz zu stellen und pflegt es bis heute – seit knapp 35 Jahre. Das Areal gehört nicht dem Verein, sondern dem Land Baden-Württemberg.

  

Doch was bedeutet Landschaftspflege in diesem Naturschutzgebiet eigentlich?

Trockenrasen in bestimmten Abständen gemäht werden, damit sie nicht der Sukzession, also der Verbuschung, zum Opfer fallen. Das Mähgut kann aber nicht auf der Fläche verbleiben und dort verrotten. Das würde zu viele Nährstoffe auf die mageren Flächen einbringen. Diese wären dann als Standorte für viele seltene Pflanzenarten nicht mehr geeignet – etwa für die verschiedenen Orchideenarten, für die der Hofberg berühmt ist.

Ohne die tatkräftige Unterstützung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist das auf der großen und vor allem auch steilen Fläche für den Landschaftspflegetrupp des Albvereins nicht zu schaffen. Deshalb kommen dort jedes Jahr Freiwillige zu Landschafrspflegeaktionen zusammen. In diesem Herbst gab es gleich drei Arbeitseinsätze, um die Mahd zusammenzurechen und für den Abtransport an den Fuß des Hofbergs zu schaffen.

Mitte September mähte der Landschaftspflegetrupp bestehend aus seinem Leiter Jörg Dessecker und zwei FÖJlern die Fläche vor. Anschließend waren an insgesamt sechs Arbeitstagen bei drei Einsätzen rund 35 Freiwillige aktiv – viele aus der Region, aber auch einige aus anderen Teilen des Vereinsgebiets. Ihre Werkzeug: Vor allem Rechen und Gabeln. Dazu kam eine große Plane, auf der das Mähgut aufgeschichtet und nach unten gezogen wurde. Eine schweißtreibende Angelegenheit!

     

Die wunderbare Aussicht entschädigt allerdings für die harte Arbeit. Dazu kommt das gute Gefühl, etwas für die Natur getan zu haben. Naturschutzreferentin Katharina Heine jedenfalls, die am letzten Termin Mitte Oktober mit Hand anlegte, schwärmt artenreichen Vegetation. „Kalk-Astern und Herbstzeitlosen haben noch geblüht“, berichtet sie. Und auch die Grundblätter der Orchideen seien schon zu sehen gewesen. Diese blühen dann im Frühsommer. Dazu wachsen unter anderem Majoran und Thymian und Schafgarbe sowie der seltene Kreuzenzian auf der Fläche. Auch viele Insekten finden dort eine Heimat.

Wir danken den vielen Helferinnen und Helfen herzlich dafür, dass sie mit ihrem Engagement dazu beitragen, dieses wunderbare Naturschutzgebiet zu erhalten.

Gut vorbereitet für die Herbstwanderung

Geheimnisvoller Frühnebel, danach oft Sonnenschein mit klarer Sicht, bunte Wälder und Früchte, dazu oft noch moderate Temperaturen – Herbstzeit ist für viele die schönste Wanderzeit. Bei der Tourenplanung ist allerdings einiges zu beachten. Karin Kunz, Wanderreferentin des Schwäbischen Albvereins gibt Tipps:

Wandern in der Gruppe ist gesellig und macht Spaß! Meldet Euch jetzt an zu unseren Herbsttouren. Hier geht es zu unserer Terminübersicht.


Kürzere Tage

„Im Herbst werden die Tage kürzer und deshalb sollten auch unsere Touren langsam kürzer werden“, erklärt Karin Kunz. Während man im Juli noch um 21 Uhr bei Sonnenschein unterwegs sein kann, geht die Sonne schon im September recht früh unter. Nach der Zeitumstellung im Oktober ist es dann bereits um 17 Uhr stockdunkel. „Dann besteht die Gefahr, sich zu verlaufen oder zu verletzen“, betont Kunz. „Wer dennoch eine längere Tour vorhat, sollte einen frühen Start einplanen sowie eine Stirn- oder Taschenlampe mitnehmen.“

Zwiebellook bei der Wanderbekleidung

Im Herbst kann es bereits empfindlich kühl sein. Karin Kunz empfiehlt deshalb den „Zwiebellook“, also mehrere Lagen übereinander zu tragen – etwa Wandershirt, Fleecejacke oder –weste und eine winddichte Wanderjacke darüber. „Besser etwas zu viel anziehen, als zu wenig. Wenn einem zu warm ist, kann man ja wieder etwas ausziehen.“

Wanderrucksack mit Herbstausrüstung

Neben einem Vesper gehört genug zu Trinken in den Rucksack. Eine kleine Thermoskanne mit warmem Tee oder Kaffee ist im Herbst gefragt. Dazu kommen Sonnen- und Regenschutz. Ein Schal und eine warme Kopfbedeckung, etwa eine Mütze oder ein Multifunktionstuch, gegen kalten Wind gehören ebenfalls zur Herbstausrüstung. Karin Kunz empfiehlt zudem eine kleine Outdoor-Sitzauflage. „Dann ist ein gemütliches Vesper im Freien auch im Herbst ein Vergnügen.“ Immer im Gepäck sollte zudem eine geladene Powerbank sein, für den Fall, dass der Handyakku unterwegs schlapp macht.

Achtung nass und rutschig!

Gerade im Herbst sind die Wege oft nass und rutschig – vor allem in schattigen und steilen Waldstücken. Auch die eine oder andere matschige Ecke findet sich gerne. „Das kann schnell unangenehm werden. Deshalb ist im Herbst auch in Mittelgebirgen und im Flachland gutes Schuhwerk mit einem ordentlichen Profil und warme Socken beim Wandern wichtig“, betont Karin Kunz. Zudem Wanderstöcke bieten eine gute Unterstützung gerade im steilen Gelände.

Wird Blautopf Naturwunder des Jahres? – Jetzt abstimmen!

Bis zum 28. September 2025 kann noch online für das Naturwunder des Jahres abgestimmt werden. Ganz weit oben im Rennen um die Spitze ist der Blautopf bei Ulm. 

Seit dem 11. August läuft die Naturwunderwahl 2025, bei der die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Wanderverband die schönsten Naturphänomene Deutschlands ins Rampenlicht rückt. Jedes zur Wahl stehende Naturwunder zeigt eine besondere Facette der deutschen Landschaftsvielfalt – von geologischen Formationen über einzigartige Lebensräume bis hin zu kulturhistorischen Naturorten.

Zehn Naturphänomene stehen zur Wahl – unter ihnen auch der Blautopf bei Ulm, der derzeit nur knapp hinter der Breitachklamm auf Pltz zwei liegt.

Hier könnt Ihr abtimmen, um den Blautopf zu unterstützen.


Der Blautopf – Eingang zu einem geheimnisvollen Höhlensystem

Wie ein Juwel liegt der Blautopf am Fuß der Schwäbischen Alb. Es handelt sich um eine intensiv türkisfarbene Karstquelle, aus der die Blau entspringt. Was an der Oberfläche märchenhaft wirkt, reicht in ungeahnte Tiefen: Der Blautopf ist Eingang zu einem der größten Höhlensysteme Deutschlands, das teils noch unerforscht ist. Rund um die Quelle ranken sich Sagen und Mythen, zugleich ist sie Teil des Geoparks Schwäbische Alb und an einen Qualitätswanderweg angebunden – ein Ort, an dem Natur, Wissenschaft und Fantasie aufeinandertreffen.

 

Gerhard Stolz erhält Heimatmedaille für Wegearbeit

Für sein langjähriges Engagement für die Wanderwege im Ländle ist Gerhard Stolz mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet worden.

Stolz ist seit 1997 einer der Ehrenamtlichen des Schwäbischen Albvereins, die für das Wanderwegenetz von rund 19.000 Kilometer verantwortlich sind. Zunächst koordinierte er als Gauwegmeister im Lichtenstein-Gau die Wegearbeit von über 30 Ortsgruppen. Seit 2012 ist er Hauptfachwart für Wege und Karten für das gesamte südliche Vereinsgebiet.

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Gemeinsam mit den Wegepflegerinnen und Wegepflegern der Ortsgruppen und Gaue des Vereins sorge Gerhard Stolz dafür, dass die Markierung der Wege in einwandfreiem Zustand ist und die Wanderer sich unterwegs gut zurechtfinden, begründet die Jury ihre Wahl. Er habe stets ein offenes Ohr für die Ehrenamtlichen vor Ort, nehme sich Zeit für Vororttermine, um Missstände und aufgekommene Fragen zu klären.

Zu den Aufgaben eines Hauptwegewarts gehört auch die Ausbildung und Schulung von Wegewarten und Wegepaten sowie die Mitarbeit im Arbeitskreis Wege des Vereins. Dieses Gremium plant und steuert die gesamte Wegebetreuung des Gesamtvereins steuert. Neben seiner Tätigkeit im Bereich Wegearbeit des Schwäbischen Albvereins arbeitet Gerhard Stolz zudem mit Landratsämtern und Naturparken zusammen. In den vergangenen Jahren hat er beispielsweise die Landkreise Reutlingen und Esslingen bezüglich der aktuellen Neubeschilderung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb beraten.

Lieber Gerhard, herzlichen Dank für Dein Engagement und herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung!


Die Heimatmedaille erhalten verdiente Bürgerinnen und Bürgern, die sich um  Baden-Württemberg besonders verdient gemacht haben. Die Geehrten setzen sich in besonderem Maße für Landeskultur, für Naturschutz, Geschichtsforschung, Brauchtum, Mundart, Kunstgeschichte sowie für soziale und integrative Projekte ein und tragen so dazu bei, dass Gemeinschaft und baden-württembergische Tradition lebendig bleiben.

„Heimat ist mehr als ein Ort: Sie ist ein bestimmter Landschaftszug, ein vertrauter Klang, ein bekannter Dialekt, ein angenehmer Geruch, der uns an etwas erinnert, der uns ankommen lässt. Und das schenken uns die heute Geehrten. Sie zeigen, was Baden-Württemberg ausmacht: Vielfalt, Zusammenhalt und ein offenes Herz füreinander“, erklärte Staatssekretär Arne Braun bei der Verleihung der Heimatmedaille zum Start der Heimattage 2025 am 12. September in Weinheim.

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