Am 25. April ist der Tag des Baumes in Deutschland. Bäume und Wälder erfüllen nicht nur eine wichtige ökologische Funktion. Sie sind auch Kulturgut. Sie haben eine starke Wirkung auf das Landschaftsbild, sind Symbole des Lebens. Sie werden in Gedichten und Liedern besungen. Und sie geben uns Menschen Ruhe und Entspannung. Anlässlich des Tags des Baumes möchten wir den Baum des Jahres 2026 näher vorstellen.
Zitterpappel als Solitär. Foto: R. Fenner (Quelle: Baum des Jahres)
Woher kommt eigentlich das sprichwörtliche „Zittern wie Espenlaub“? Nun, es geht auf das Laub der Espe oder Aspe zurück. Der Baum ist bei uns besser bekannt als Zitterpappel. Seine herzförmigen Blätter mit dem seitlich abgeflachten Blattstiel fangen schon bei der kleinsten Briese an zu „zittern“.
Laub der Zitterpappel. Foto: H.-R. Müller (Quelle: Baum des Jahres)
Die Zitterpappel ist ein unbesungener Baum – nicht zu vergleichen mit Eiche, Buche oder Linde. Ihre Bedeutung für die heimischen Wälder ist sicher wichtiger als für das heimische Liedgut. So ist Espe eine Anpassungskünstlerin, weit verbreitet in fast ganz Europa, in weiten Teilen Asiens und sogar im nördlichen Afrika. Sie verbessert den Boden und bietet vielen Tieren Lebensraum. Über 60 Schmetterlingsarten, nutzen sie als Futterpflanze. Und auch Vögel suchen sie gerne nach Insekten ab.
Die Forstwirtschaft schätzt die Espe vor allem als Pionierbaum, weil sie karge Flächen schnell wieder begrünt. Das liegt vor allem durch ihr weit verzweigtes Wurzelsystem, durch das sie sich schnell vermehren kann.
Mit 15 bis 25 Metern Höhe ist die Zitterpappel ein mittelgroßer Baum, ihr Stamm ist schlank. Sie wächst schnell und hat bald eine rundliche Krone. Im Frühjahr hat sie männliche purpurfarbene und weibliche grünliche Kätzchen. Im Herbst leuchtet ihr Laub goldgelb. Man findet sie häufig an Waldrändern und auf Kahlschlägen, in lichten Wäldern oder als Einzelbaum in offener Landschaft. Auch als Alleebäume werden Espen geschätzt.
Seit 1989 kürt die Dr. Silvius Wodarz Stiftung jährlich einen Baum des Jahres. Ziel ist es, dadurch das Bewusstsein für den Wert und Schutz unserer Bäume in Wäldern, in Städten und in der Landschaft zu stärken.


