Deutscher Wandertag: Forderung nach weniger Bürokratisierung

Beim Deutschen Wandertag, dem größten Wanderfest der Welt, welches vom 15. bis 20. August 2018 in der Region Lippe Detmold stattfand, nahmen Zehntausende Besucher aus ganz Deutschland und Europa teil.

 

Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident und Schirmherr des Wandertages, sprach in Detmold über die große Bedeutung der Wandervereine für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung seines Landes. Der Präsident des Deutschen Wanderverbandes sowie des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, übte Kritik an der zunehmenden Bürokratisierungsflut, welche die Arbeit der Vereine massiv behindere. Als Beispiel nannte er die am 25. Mai 2018 in Kraft getretene neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Der Präsident befürchtet eine zunehmende Verunsicherung und einen Motivationsverlust ehrenamtlicher Vereinsmitarbeiter. Er sieht das Fundament des Gemeinwesens in Deutschland in Gefahr.

Resolution verabschiedet

Eine in der DWV- Jahreshauptversammlung verabschiedete Resolution mit dem Titel „Rechtliche Rahmenbedingungen für Vereine verbessern“ soll die Bundes- und Landespolitik zum Handeln bewegen. Beispielsweise sollten Sonderregelungen geschaffen und Sanktionen bei etwaigen Verstößen für Vereine deutlich abgeschwächt werden.

Der DWV fordert, dass besonders bei der Umsetzung europäischer Vorgaben in deutsches Recht alle Spielräume genutzt werden müssen, um für gemeinnützige Vereine praktikable Lösungen zu finden. „Wir fordern eine Novellierung der DSGVO, bei der die Vereine als Säule unserer Gesellschaft eine deutliche Entlastung erfahren und nicht großen Unternehmen im Aufwand und Zahlung von Bußgeldern gleichgestellt werden“, so Rauchfuß.

Als Naturschutzverband nutzte der DWV den Deutschen Wandertag auch nochmals, um auf die Bedeutung des Insektenschutzes aufmerksam zu machen.

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Über swaechter

Ich bin freie Journalistin und also solche für die Pressearbeit des Albvereins/Gesamtverein zuständig. Zur Pressearbeit beim Schwäbischen Albverein gehört beispielsweise die Erstellung von Pressemitteilungen und Texten, die Fotobeschaffung, die redaktionelle Arbeit für die Homepage, die Berichterstattung über vereinsinterne Veranstaltungen und Informationsforen, die Zusammenstellung von Presseunterlagen, die Realisierung von Presseterminen und Pressekonferenzen und die Entwicklung von Presseplänen über das Jahr. Außerdem arbeite ich punktuell für verschiedene Verlage als Redakteurin. Weiterhin mache ich projektbezogene Pressearbeit für Unternehmen, Messen sowie Vereine und Verbände. Meine Schwerpunkte sind Umwelt, Naturschutz, Gesundheit, Tourismus, aber auch Facility Management und Kommunaltechnik.