HW 7 – Vom Remstal an den Bodensee

Der Schwäbische-Alb-Oberschwaben-Weg (HW 7) gehört zu den unbekannteren Hauptwanderwegen des Schwäbischen Albvereins. Er führt von Lorch im Remstal durch das Stauferland und das Filstal hinauf auf die Albhochfläche, quer durch Oberschwaben mit seinen Mooren bis nach Friedrichshafen am Bodensee. Martin Ruppert, begeisterter Fernwanderer und Albvereinsmitglied, ist den Weg gelaufen und berichtet von seinen Erlebnissen.

Das Notizbuch ist schon etwas „verlebt“. Der Umschlag ist verschlissen, die Seiten wellig von zu viel Feuchtigkeit. Einige gepresste Blüten und Blätter stecken in dem Büchlein – und viele Erinnerungen. Martin Ruppert führt Tagebuch auf seinen „Märschen“, wie er es nennt. Der Berufssoldat hat bereits fünf Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins erwandert. Während Corona den HW 1 und den HW 2 – „um die Runde um die Schwäbische Alb voll zu machen“, sagt er. Des Weiteren die Hauptwanderwege 4, 5 und 7. Um den HW 7 soll es hier gehen.

 

Der Rucksack ist gepackt

Für Martin Ruppert ist Wandern ein Hobby, aber auch Therapie. Wandern hat geholfen ihm geholfen, über schwierige Erlebnisse bei Auslandseinsätzen hinwegzukommen. Jetzt lebt er wieder dauerhaft im Schönbuch und wandert einfach weiter. „Den HW 7 fand ich interessant, weil er quer über die Schwäbische Alb führt“, erzählt er, „und nicht wie HW 1 und 2 an der Albkante entlang.“ Los geht es in Lorch im Remstal. Ziel ist Friedrichshafen am Bodensee.

Den Rucksack hat er nach seiner festen Packliste gepackt, die er über die Zeit immer wieder ergänzt und überarbeitet hat. „Man lernt durch Schmerzen“, sagt der 42-Jährige. Übernachtet wird draußen in der Natur, in Schutzhütten oder unter freiem Himmel. Das Biwak-Bauen hat er schon als Kind bei den Pfadfindern gelernt. Auch dass man hinter sich aufräumt und keine Spuren in der Natur hinterlässt. Nur manchmal gönnt sich Ruppert ein Bett in einem Gasthof, Wanderheim oder Hotel.

Durch das Stauferland

Spätestens um 7 Uhr ist Ruppert auf der Strecke. Mittags wird eine Stunde gerastet. Bevor es dunkel wird, richtet er sich seinen Nachtplatz ein. 40 Kilometer am Tag schafft er so ungefähr. Die 233 Kilometer des Schwäbische-Alb-Oberschwaben-Weg, wie der HW 7 auch genannt wird, hat er in sechs Tagen bewältigt. Oder besser die real gelaufenen 254 Kilometer – ein paar Abstecher, z.B. ins Wurzacher Ried, gönnte er sich als Zugabe.

Start also in Lorch am S-Bahnhof. Dort gibt es eine Albvereins-Tafel für das erste Foto. Der erste Teil der Strecke führte Ruppert durchs Stauferland. „Die Aussicht war phänomenal“, schwärmt er. Die drei Kaiserberge prägen das Bild. Und in der Ferne zeigt sich die blaue Wand der Schwäbischen Alb.

Der HW 7 führt über den Hohenstaufen weiter bis nach Göppingen, dann durch liebliche Landschaften mit Streuobstwiesen bis nach Bad Boll. Da kommt Martin Ruppert zum ersten Mal richtig ins Schwitzen. „Der Aufstieg zum Boßler war echt heftig“, erinnert er sich. Und die Wasserflasche war zu diesem Zeitpunkt leer. „Ich bin dann quasi ins Filstal wieder runtergefallen und dort dann bei einem Feuerwehrfest eingekehrt“, grinst er. Da gab es was zu Trinken. Nach rund 50 Kilometer dann endlich Nachtruhe in einer Schutzhütte bei Wiesensteig.

Quer über die Schwäbische Alb, hinunter nach Oberschwaben

Dass die Schwäbische Alb sehr lang ist, aber dafür überhaupt nicht breit, stellte Ruppert am zweiten Wandertag fest: „Als sportlicher Mensch kann man sie quasi an einem Tag zu Fuß durchqueren.“ Es geht über die Albhochfläche vorbei an der Laichinger Tiefenhöhle und der Sontheimer Höhle ins wildromantische Bärental. Dann durch die Lutherischen Berge, eine evangelische Enklave im sonst katholischen Gebiet.

Einen längeren Eintrag im Notizbuch von Ruppert gibt es über das Wolfstal („Ganz arg toll“) und die Querung des Großen Lautertals („Da bin ich gerne.“). Der lange Weg durch Oberschwaben war dann Neuland für den Wanderer. Hinauf ging es auf den Bussen, den heiligen Berg der Region. „Es ist schon sehr höflich, dass da jemand einen Berg hingestellt hat, mit Aussicht auf die Alb und über die Ebene bis zu den Alpen“, meint Ruppert augenzwinkernd. Letztere versteckten sich allerdings im Dunst. Weiter ging es Richtung Federsee. Und dort war es nach mehreren Wandertagen Zeit für eine Dusche und ein Bett in einem Gasthof.

Den Bodensee im Blick

Die Moränenlandschaft Oberschwabens empfand Ruppert eher als „Mogelpackung“. „Man denkt immer, es geht eigentlich nur noch bergab bis zum Bodensee. Und dann kommt noch eine Steigung und noch eine Steigung.“ Da wird der Rucksack dann doch ziemlich schwer. Vom Gehrenbergturm aus ist das Ziel dann aber schon zum Greifen nah.

In Friedrichshafen warteten dann Rupperts Frau und seine vier Kinder auf den Fernwanderer. Und ein kühles Bier? „Nein“, lacht Ruppert. „Wenn ich mir was gönnen will, dann gibt es eine Cola.“ Das ist so ein Kinderheitsding – Cola hat er nämlich als Junge nie bekommen.

Lieblich, rau, reich und grün – die Landschaft am HW 7 hat viele Gesichter

Und was war jetzt am schönsten auf dem HW 7? Ruppert muss nicht lange überlegen. „Mich hat besonders beeindruckt, wie sich der Charakter der Landschaft auf einer Strecke mehrfach so sehr verändern kann.“ Vom lieblichen Filstal, wo die Felder schon abgeerntet waren, auf die karge Alb, wo das Getreide noch reif werden musste. Und von dort in das reiche und grüne Oberschwaben. „Ich bin mir vorgekommen, wie wenn ich ins Auenland laufe.“ Und schließlich dann der Bodensee mit dem Blick auf die Berge.

Ruppert macht sein Notizbüchlein wieder zu. Er hat mittlerweile mehrere davon mit Wandererlebnissen gefüllt. 2026 hat er sich den HW 9 vorgenommen, der vom Großen Heuberg in Spaichingen zum Schwarzen Grat ins Allgäu führt. Er will ihn mit seinem Sohn laufen. Nicht am Stück, sondern in einzelnen kurzen Etappen. Und 2027 soll es dann wieder alleine auf Tour gehen – auf den Main-Neckar-Rhein-Weg, 413 Kilometer von Wertheim bis nach Lörrach. In einem Rutsch. Ob da ein Notizbuch reicht?

Ute Dilg


Wandern auf dem HW 7 – wer kommt mit?

Wer jetzt Lust bekommen hat, den Schwäbische Alb-Oberschwaben-Weg (HW 7) besser kennenzulernen, der kann das zwischen März und Oktober mit dem Schwäbischen Albverein tun. Unsere erfahrenen Tourguides zeichen Euch im Rahmen von 12 Tagestouren (Strecken- und Rundwanderungen) die schönsten Passagen des Hauptwanderwegs.

Hier gibt es alle Termine und Infos.

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Der Schwäbische Albverein auf der Urlaubsmesse CMT

Besuchen Sie uns vom 17. bis 19. Januar auf der Aktivmesse Fahrrad- & Wander-Reisen auf der Urlaubsmesse CMT. Sie finden uns in Halle 9 (Stand 9C20) auf dem Messegelände in Stuttgart. Der Schwäbische Albverein stellt dort seine neuen Wanderprogramme für 2026 sowie den neuen Fachbereich Fahrrad vor. Außerdem haben wir Wanderzubehör und Kartenmaterial aus dem Lädle mit dabei.

Community trifft sich im „Basislager“

Neu in Halle 9 ist das „Basislager“. Dort kann man sich in kleinerer Runde zu Infos und Talkrunden zusammensetzen. Wanderführer Michael Schmitt und Harald Wanie erzählen in der Community über ihre Erfahrungen zu Weitwanderungen und Mehrtageswanderungen. Und Martin Ruppert, leidenschaftlicher Fernwanderer und Albvereinsmitglied, berichtet von seinen Abenteuern auf dem HW7.

Samstag, 17. Januar:
12:30 bis 12:50 Uhr: Soweit die Füße tragen –  Weitwandern mit Michael Schmitt

Sonntag, 18. Januar:
10:15 bis 10:30 Uhr – Warm Up (Fit in die CMT) mit Karin Kunz
10:30 bis 10:50 – Unterwegs auf dem HW 7 mit Martin Ruppert
13:30 bis 13:50 Uhr – Als Radler beim Wanderverein mit Uli Löchner

Montag, 10. Januar: 
10:15 bis 10:30 Uhr – Warm Up mit Karin Kunz
10:30 bis 10:50 Uhr – Mehrtageswanderungen mit Harald Wanie


Bühnenprogramm in Halle 9

Außerdem werden wir am Samstag und Sonntag beim Bühnenprogramm in der Halle 9 mit dabei sein mit Informationen über den HW1 und über die Angebote der Albvereinsjugend.

Samstag, 17. Januar:
12 bis 12:15 Uhr – Unterwegs auf dem Hauptwanderweg 1 (Albsteig/HW1) mit Wanderführer Steffen Kaltenmark-Theus (OG Villingen-Schwenningen)

Sonntag, 18. Januar:
12:25 bis 12:40 Uhr –  Wanderfreizeit für junge Menschen mit Peter Buchmann (Schwäbische Albvereinsjugend)

Am Sonntag, 18. Januar, um 12 Uhr wird Hauptfachwart für Wege, Gerhard Stolz, gemeinsam mit Vertretern des Schwäbischen Alb Tourismus auf der Messebühne in Halle 9 die Zertifizierungsurkunde für den HW1/Albsteig in Empfang nehmen.


Wandern zur Messe

In diesem Jahr gibt es am Samstag, 17. Januar, zwei Wanderungen zum Messegelände:

Tour 1:
Von der Haltestelle Ruhbank/Fernsehturm durch den „Oberen Wald“ ins Ramsbachtal, durch den „Ohnhold“ zum Asemwald, an Steckfeld vorbei und durchs Körschtal hinauf zur Messe. Treffpunkt an der Haltestelle Ruhbank um 9 Uhr, Gehzeit ca. 3 Stunden.

Anmeldung bis 14. Januar bei Wanderführer Armin Böttle, Tel. 0711 71 00 90, Mobil 0163 28 98 687, Email: u50.degerloch@albverein.online

Tour 2:
Treffpunkt ist um 11.00 Uhr an der Endhaltestelle der S2 in Filderstadt-Bernhausen (oben). Die Strecke ist 5 Kilometer lang. Wir wandern auf gut befestigten, ebenen Wegen. Gehzeit ca. 1,5 Stunden mit Halt am Zeppelinstein.

Anmeldung bis 14. Januar bei Wanderführer Hans-Peter Sax, Tel. 0711 77 77 300.

Für die Eintrittskarten zur Messe wird ein Obolus von 5 Euro fällig. Bitte bei den Wanderführern bezahlen.

 

Unser neues Tourenportal – auch als App

Mit www.albverein-erleben.de und der neuen Albvereins-App macht das Planen von Wanderungen und das Wandern selber noch mehr Spaß. Albvereins-Mitglieder erhalten einen Rabatt für die Pro-Versionen. Die Website basiert auf einer Zusammenarbeit mit dem Wanderportal Outdooractive. 

Sie finden die Apps zum Download für iOS im Apple-Store sowie für Android im Google Play Store.

Im Wanderportal des Schwäbischen Albvereins auf Outdooractive gibt es unsere Wandertipps, aber auch Touren aus der gesamten Outdooractive Community zum Nachwandern. Dazu kommen wichtige Informationen zur Gastronomie am Weg, ÖPNV, touristisch interessante Punkten, sogenannte Points of Interest (POIs) und vieles mehr. Diese Informationen sind mit guten Tourenvorschlägen verknüpft.

Eigene Touren können am PC geplant und aufs Handy übertragen werden. Auch lassen sich Wanderungen bequem unterwegs aufzeichnen und im Anschluss bearbeiten.

Unterwegs ist jederzeit der aktuelle Standort auf dem Handy zu ermitteln – kein Verlaufen mehr! Man sieht sofort, ob man noch auf dem richtigen Weg ist. So wird die Navigation unterwegs zum Kinderspiel.


Mitgliederrabatt für Pro-Versionen

Die Basic-Mitgliedschaft von Outdooractive bzw. www.albverein-erleben.de ist kostenlos. Diese ist nötig, um von den Wandertipps und Veranstaltungen auf Outdooractive zu profitieren, also etwa GPX-Tracks laden zu können. Einfach mit E-Mail und einem eigenen Passwort registrieren und schon ist man dabei. Kartengrundlage ist bei der Basic-Version übrigens OpenStreetMaps.

Die kostenpflichtige Pro-Version basiert auf der Outdooractive-Karte, die OpenStreetMaps mit amtlichen Geodaten und POIs verknüpft. Außerdem ist hier das Wegenetz des Schwäbischen Albvereins enthalten. Das ist bei der Basis-Version nicht der Fall. Das Kartenmaterial lässt sich sowohl online als auch offline nutzen.
Die Pro-Version kostet für Albvereins-Mitglieder 24,99 Euro pro Jahr (statt 29,99 Euro).

In der Pro+-Version sind zusätzlich die Karten des Deutschen Alpenvereins (DAV) und des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) sowie ADFC-Radtourenkarten und die Karten des Kompass-Verlags enthalten. Albvereinsmitglieder zahlen für die pro+-Variante 49,99 Euro pro Jahr (statt 59,99 Euro).

Albvereinsmitlgieder erhalten den Rabatt nur, wenn sie ihr Abo über www.albverein-erleben.de abschließen!


So erhalten Sie Ihren Mitgliederrabatt:

www.albverein-erleben.de öffnen und unter „Jetzt anmelden“ klicken. Sie finden den Link oben rechts in der Kopfzeile. Dann erscheint folgende Aufforderung:

Bitte jetzt Ihre E-Mail eingeben, auf „weiter“ klicken und dann ein Passwort vergeben. Jetzt sind Sie Basis-Mitglied und können diese Mitgliedschaft zu einer Pro- oder Pro+-Mitgliedschaft erweitern.

Dafür in der Kopfzeile von www.albverein-erleben.de ganz rechts „Pro kostenlos testen“ anklicken.

Dann erscheint folgende Darstellung:

Achtung: Nicht das erste rote Feld „Pro kostenlos testen“ anklicken, sondern weiter nach unten scrollen bis zum Feld „Mitgliedervorteil anfordern“. Das sieht dann so aus:

Jetzt das rote Feld „Mitgliedervorteil anfordern“ anklicken. Dann werden Sie aufgefordert, Ihre 7-stellige Mitgliedsnummer des Schwäbischen Albvereins einzugeben. Wenn Ihre Nummer kürzer ist mit 0 oder 00 beginnen.

Und auf weiter klicken.

Nun können Sie den Rabatt-Gutschein anfordern. Bitte Pro oder Pro+ auswählen. Der Gutschein wird per Mail zugeschickt. Diese Mail enthält einen Link, über den das Abo bestätigt werden muss.

Und schon kann es losgehen!


Falls es Fragen gibt, erreichen Sie uns per Mail an .

 

 

 

 

Schöne Aussicht – Sieben Türme renoviert

Der Blick in die Ferne gehört für viele zum Wandern dazu. Deshalb sind die 28 Aussichtstürmen des Schwäbischen Albvereins zu beliebten Ausflugszielen. Der Verein müht sich nach Kräften, die Türme für alle Besucherinnen und Besucher offen zu halten. 2024 und 2025 mussten an insgesamt sieben Aussichtstürmen teils aufwendige Reparaturen durchgeführt werden. Ohne die Unterstützung durch unsere Mitglieder, Ortsgruppen, Einzelpersonen, Firmen und Kommunen wäre dies nicht möglich gewesen.

Die langwierigste Baustelle befand sich sicherlich am Katharinenlindenturm in Esslingen. Dort musste das Treppenhaus saniert und das Dach statisch saniert werden. Die Bauarbeiten dauerten insgesamt zwei Jahre. Ortsgruppen aus der Region waren dabei eine große Hilfe – allen voran die OG Sulzgries, die sich zum Jahresende leider aufgelöst hat. Und auch die städtischen Betriebe unterstützten bei der Umsetzung der Baumaßnahmen.

Am Roßbergturm bei Reutlingen-Gönningen mussten die Fassade und die Fenster erneuert werden. Der Turm erstrahlt jetzt im neuen Glanz. Im August 2025 feierte man am Burgbergturm Frankenhardt-Oberspeltach (Kreis Schwäbisch Hall) mit einem Fest die Fertigstellung der neuen barrierearmen WC-Anlagen nach einem halben Jahr Bauzeit. Beim Zwei Eichen Turm Pliezhausen (Kreis Reutlingen) mussten Betonstufen saniert werden. Die OG Pliezhausen hat uns hier großzügig unterstützt.

Am Schönbergturm in Pfullingen (Kreis Reutlingen) musste der Innenputz in den Treppenhäusern erneuert werden. Die Ortsgruppe Pfullingen war mit vielen Ehrenamtlichen vor Ort, um die Arbeiten tatkräftig zu unterstützen. Aufwendig war auch die Renovierung des Steinknickleturms bei Wüstenrot-Neuhütten (Kreis Heilbronn), der eine neue Holzfassade brauchte. Auch hier arbeiteten viele ehrenamtliche Helfer tatkräftig mit, so dass dadurch erhebliche Kosten gespart werden konnten. Ohne die Unterstützung aus der jeweiligen Region wäre die Renovierung der beiden Türme so nicht möglich gewesen.

Am Schwarzen Grat Turm im Allgäu waren Arbeiten an der Aussichtsplattform, den Türen und Fenstern und am Blitzschutz nötig. Zudem konnte auf Initiative der OG Isny ein Fernrohr mit Beschreibung der Berge installiert werden, die vom Turm aus zu sehen sind.

Herzlichen Dank an alle Firmen und Kommunen, Einzelpersonen und Ortsgruppen für Ihren Beitrag zum Erhalt unserer Aussichtstürme!

Die Aussichtstürme des Schwäbischen Albvereins sind beliebte Ausflugsziele für Einheimische und Touristen. Wir bitten deshalb alle Besucherinnen und Besucher, doch einen kleinen Beitrag in den Turmkassen zu hinterlassen, um die Türme weiterhin für alle offen halten zu können.

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Montagsakademie: Am 12. Januar geht es weiter

Die Montage sind ab 19 Uhr wieder reserviert für unsere beliebte wöchentliche Online-Fortbildungsreihe Montagsakademie. Wir haben wieder viele interessante Themen für Euch.

Dozentinnen und Dozenten der Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg sowie externe Expertinnen und Experten führen durch die etwa 60 bis 90-minütigen Themenabende. Hier geht es zu allen Themen und Terminen.


Montagsakademie Zoom-Link

Immer montags bis 16. März
https://eu01web.zoom.us/j/63660501888?pwd=b0kyHiyhU1cdCYgJegEFLBxZaInx0q.1
Meeting-ID: 636 6050 1888
Kenncode: 963216


 Terminüberischt

12. Januar – Essbare Wildpflanzen
19 Januar – Die Kelten – Mythos und Realität
26. Januar – Klein, aber H2O
2.Februar – Konsum und Nachhaltigkeit
9. Februar – Impulse für die Familien- und Jugendarbeit im Wanderverein
16. Februar – Wandern und Fotografieren
23. Februar – Helden und Rebellen
2. März – Klimaspaziergang
9. März – Artenvielfalt
16. März –  Naturräume in Baden-Württemberg


12. Januar – Essbare Wildpflanzen
Neben Holz zum Bauen, Wohnen und Heizen sowie dem lebensnotwendigen Trinkwasser hält die Natur auch viele Wildpflanzen für uns Menschen bereit, die wir guten Gewissens essen können. Diese essbaren Wildpflanzen sind in der Regel auch sehr gesund und können bei entsprechenden Anwendungen und Dosierungen auch gegen das eine oder andere Leiden eingesetzt werden. Im Vortrag werden viele Pflanzen vorgestellt, die vom Frühjahr bis in den Herbst gesammelt und verzehrt werden können.
Dozent: Uwe Mutschler, Referent der Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg, Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer, Weiterbildungen zum „Waldführer“ und „Naturführer“

19 Januar – Die Kelten – Mythos und Realität
Das Geschichtsbild der Kelten ist von zahlreichen Mythen und Rätseln umgeben. Ein bisschen mehr Klarheit kann nützlich sein, wenn man sich auf ihren zahlreichen Spuren in unserer Region bewegt. Der Beginn der Eisenzeit war von zahlreichen Entwicklungen und Umbrüchen in Europa zwischen 800 und 50 v.Chr. gekennzeichnet, die man als Hintergrund verstehen sollte.
Dieser Vortrag dient auch als Einstieg in eine Tagesweiterbildung am 12.April im Raum Ludwigsburg.
Dozent: Hans-Jürgen Gittel, zertifizierter Wanderführer

26. Januar – Klein, aber H2O
In interaktiven 90 Minuten lernen wir Kleinstgewässer kennen. Pfützen, Tümpel und Rinnsale sind nicht nur unterschätze Lebensräume, sie laden unterwegs zum Entdecken und Erleben ein. Gemeinsam sammeln wir Ideen für eine plätschernde, naturnahe und überraschend lebendige Wanderung.
Dozenten: Henrik Buckelo, Referent für Nachhaltige Entwicklung und Naturschutz, und Verena Weber, Referentin für Familie, beide Schwarzwaldverein

2.Februar – Konsum und Nachhaltigkeit
Konsum ist wichtig für unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand. Auch sichert er viele Arbeitsplätze. Aber unser Überkonsum beutet die Erde aus, vermüllt unsere Böden, kontaminiert unser Wasser und verschmutzt unsere Luft.
Im Vortrag wird anhand einiger gravierender Themen darauf eingegangen, wo wir Menschen es mit dem Konsum überreiben. Anhand vieler Beispiele wird aufgezeigt, wie wir alle wieder nachhaltiger leben könnten.
Dozent: Uwe Mutschler, Referent der Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg, Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer, Weiterbildungen zum „Waldführer“ und „Naturführer“

9. Februar – Lost bei Familie und Jugend
Kinder und Jugendliche für den eigenen Ortsverein zu begeistern, ist gar nicht so einfach – und funktioniert anders als bei Erwachsenen. In dieser Online-Fortbildung zeigen wir, wie ihr die „Aura“ eures Ortsvereins (Ausstrahlung oder Eindruck) auf Familien und junge Menschen anpassen könnt: Welche Angebote wollen sie? Wie spricht man Jugendliche überhaupt an? Und über welche Kanäle erreicht man sie?
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf aktuelle Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, geben praktische Tipps für jugendgerechte Kommunikation und zeigen, wie aus klassischen Angeboten echte Erlebnisse werden. Zum Schluss tauchen wir mit dem Jahresmotto „WasserWelten – Entdecken.Erleben.Erhalten.“ in kreative Ideen ein.
Dozentin: Verena Weber, Referentin für Familie im Schwarzwaldverein

16. Februar – Wandern und Fotografieren
Dieter Meissner ist leidenschaftlicher Fotograf sowie Gründer und Leiter der Fotogruppe in der Ortsgruppe Pfrondorf. Er nimmt uns mit auf einen virtuellen Fotospaziergang und zeigt, wie man Wandern und Fotografieren wunderbar miteinander verbinden kann, wertvolle Tipps für die eigene Umsetzung inklusive.
Dozent: Dieter Meissner, Fotogruppe OG Pfondorf

23. Februar – Helden und Rebellen 
„Gesegnet ist das Land, das keine Helden braucht“ – und doch zeigt die Geschichte, dass es gut ist, wenn immer wieder mutige Außenseiter gegen Unrecht und Willkür aufstehen. Einige Beispiele aus Baden und Württemberg, Frauen wie Männer, beweisen dies beispielhaft.
Dozent: Hans-Jürgen Digel, stellvertretender Gauvorsitzender im Filsgau des Schwäbischen Albvereins

2. März – Klimaspaziergang
Das Wetter ist auf jeder Tour ein Thema und wir alle merken, dass das Klima sich verändert. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Meteorologie schauen wir uns an wohin uns die Klimareise bis Ende des Jahrhunderts führt.
Dozent: Uli Kümmerle, Deutscher Wetterdienst Freiburg

9. März – Artenvielfalt
Die Artenvielfalt ist schwindet. Die Landesregierung hat ein ein Gesetz erlassen, um das verhindern. Doch was bedeutet denn Artenvielfalt überhaupt? Wie ist sie entstanden und was bedroht sie? Der Vortrag gibt Antworten und einen grundlegenden Einblick zu diesem Thema.
Dozent: Manfred Hagen, Naturbeauftragter der Schwäbischen Albvereins

16. März –  Naturräume in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist recht vielfältiges Land. Es ist eingeteilt ist etliche Naturräume, die eine besondere Ausstattung besitzen. Sie sind das Ergebnis eine Entwicklung, die sich über Jahrhunderte vollzogen hat. Peter Lutz stellt im Vortrag die dabei entstandenen Kulturlandschaften vor und versucht, das Charakteristische herauszuarbeiten.
Dozent: Peter Lutz, früher Referent für Naturschutz im Schwarzwaldverein

Wir freuen uns auf viele Teilnehmende!

Ehrenamtliche sind der Motor des Vereinslebens

Anlässlich des Tags des Ehrenamts am 5. Dezember dankt Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß in einer Pressemitteilung allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Sie sorgen nicht nur für ein lebendiges Vereinsleben, sondern wirken weit in die Gesellschaft hinein“, betont er. Mehr als 260.000 Ehrenamtsstunden im Jahr 2024 zeigen die starke Verbundenheit mit dem Schwäbischen Albverein.

Die Zahlen sind beeindruckend: Gut 260.000 Stunden freiwilliger Arbeit haben mehr als 11.000 Ehrenamtliche beim Schwäbischen Albverein 2024 geleistet. Dazu kommt das Engagement der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund in den Ortsgruppen tätig sind. Ihr Einsatz wird meist nicht in Zahlen erfasst, ist aber für das Vereinsleben nicht minder wertvoll.

Anlässlich des Tags des Ehrenamts am 5. Dezember dankt Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Sie sorgen nicht nur für ein lebendiges Vereinsleben, sondern wirken weit in die Gesellschaft hinein“, betont er. „Unsere Aktiven arbeiten in der Wegepflege und engagieren sich im Naturschutz. Sie bieten Aktionen und Freizeiten für Familien, Kinder und Jugendliche an und sie pflegen die Gemeinschaft beim gemeinsamen Wandern und Radfahren. Unsere Kommunen bleiben nur durch das Engagement von vielen lebendig, und unsere Heimat lebens- und liebenswert.“

Ein Schwerpunkt des ehrenamtlichen Engagements ist der Unterhalt, die Markierung und Beschilderung von knapp 19.000 Kilometer Wanderwege zwischen Taubertal und Bodensee. Rund 870 Menschen engagieren sich in diesem Bereich als Wegewarte und Wegepate. Mehr als 3.800 Wanderführerinnen und Wanderführer bieten in den Ortsgruppen und im überregionalen Wanderprogramm Halbtages-, Tages- und Mehrtageswanderungen sowie Radtouren an. Im Bereich Naturschutz pflegen über 360 Naturschutzwarte wertvolle Wiesen, Hecken, Feuchtgebiete und die für die Schwäbische Alb typischen Wacholderheiden. Dazu kommen rund 730 Ehrenamtliche in der Familien- und Jugendarbeit.

In den derzeit rund 450 Ortsgruppen im Vereinsgebiet gibt es mehr als 5.500 Ehrenamtliche in offizieller Funktion als Vorsitzende, Beisitzer, Schriftführer oder Kassenwarte. Dazu kommen viele unermüdliche Mitarbeitende, die bei Veranstaltungen oder sonstigen Aktionen mithelfen, sich um Webseiten kümmern, Hüttendienste leisten oder Kultur- und Sportgruppen betreuen.

Der Schwäbische Albverein e.V. ist mit aktuell rund 80.000 Mitgliedern der größte Wanderverein Deutschlands. Er betreibt 19 Wanderheime und 28 Aussichtstürme im Vereinsgebiet. Als anerkannter Naturschutzverband koordiniert der Verein Landschaftspflegeeinsätze und setzt sich auf politischer Ebene für mehr Naturschutz ein.

Wandern und Kultur vereint im Hirschguldenweg

Dass Kultur und Wandern gut zusammenpassen, zeigt der Hirschguldenweg. Er führt auf landschaftlich reizvoller Strecke durch geschichtsträchtiges Gebiet. Start und Ziel ist das Haus der Volkskunst in Balingen-Dürrwangen. Mundartkünstler Pius Jauch hat einen Film über den Rundwanderweg gedreht – und selbst in Mundart eingesprochen.

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Konzipiert und ausgeschildert hat den Weg die Volkstanzgruppe Frommern Schwäbischer Albverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Balingen konzipiert. Er führt von Balingen-Dürrwangen aus steil hinauf bis zur Ruine Schalksburg nach Burgfelden sowie durch das idyllisch gelegene Hofgut Wannental. Der Weg ist bei Start am Haus der Volkskunst gut 9 Kilometer lang bei etwa 500 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Unsere Wegbeschreibung und GPX-Track starten allerdings am Bahnhof in Dürrwangen. Dann ist der Weg etwa 11 Kilometer lang.

Und so sieht das Wegzeichen aus:

Doch woher kommt eigentlich der Name? Gustav Schwab veröffentlichte die Sage 1823 nach der Erzählung eines Dürrwanger Wirts. Demnach waren die Herren von Hohenzollern und der Schalksburg so erpicht aufs Erbe, dass sie auf den Tod ihres Bruders von der Balinger Burg Hirschberg hofften. Als der von der Habgier seiner Geschwister erfährt, verkauft er seinen Besitz um einen Hirschgulden an Württemberg. Mit weitreichenden Folgen nicht nur für die enterbten Brüder.

Wer sich die Geschichte von der Schalksburg und über den Hirschguldenweg genauer und in schönstem Schwäbisch anhören möchte, der sollte Pius Jauch im Film zuhören.

 

 

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Jetzt Förderung für Naturschutzprojekte sichern

Bis 31. Januar sind wieder Bewerbungen für den Wettbewerb „Unsere Heimat & Natur“ möglich. Eingereicht werden können Naturschutzprojekte, die dazu beitragen artenreiche Kulturlandschaften zu pflegen und zu erhalten. Es gibt Preisgelder zwischen 1.000 und 5.000 Euro zu gewinnen. Der Wettbewerb wird ausgeschrieben von der Stiftung NatureLife-International und EDEKA Südwest.

Einige Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins haben bereits daran teilgenommen und Gelder erhalten. 2025 etwa ist die OG Lautern mit 3.000 Euro für ihr Engagement zum Erhalt von Wacholderheiden und Streuobstwiesen ausgezeichnet worden. In den Jahren davor ehörten u.a.die OG Gundelfingen für ihren Einsatz für Kalkmagerwiesen und die OG Kohlberg/Kappishäusern mit ihrem Ziegenprojekt zu den Preisträgern.

Wenn auch Ihr Euch für den Naturschutz und eine artenreiche Fläche in Eurer Kommune einsetzt, dann lohnt sich eine Bewerbung. Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen des aktuellen Wettbewerbs und zum Online-Bewerbungsbogen.

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Viele helfende Hände für den Naturschutz

Am Füllmenbacher Hofberg haben in den vergangenen Wochen der Landschaftspflegetrupp sowie rund 35 freiwillige Helferinnen und Helfer bei insgesamt vier Arbeitseinsätzen gewerkelt. Das artenreiche Naturschutzgebiet im Stromberg-Heuchelberg muss jedes Jahr gemäht und abgeräumt werden.

Der Füllmenbacher Hofberg ist ein ganz besonderes Biotop. Das etwa vier Hektar große Areal liegt im Naturpark Stromberg-Heuchelberg, unweit des Wanderheims Füllmenbacher Hof. Es handelt sich um einen aufgelassenen Weinberg – einen Steilhang mit besonders artenreichem Trockenrasen.

Der Schwäbische Albverein hatte sich seinerzeit sehr dafür engagiert, dieses wertvolle Gebiet unter Naturschutz zu stellen und pflegt es bis heute – seit knapp 35 Jahre. Das Areal gehört nicht dem Verein, sondern dem Land Baden-Württemberg.

  

Doch was bedeutet Landschaftspflege in diesem Naturschutzgebiet eigentlich?

Trockenrasen in bestimmten Abständen gemäht werden, damit sie nicht der Sukzession, also der Verbuschung, zum Opfer fallen. Das Mähgut kann aber nicht auf der Fläche verbleiben und dort verrotten. Das würde zu viele Nährstoffe auf die mageren Flächen einbringen. Diese wären dann als Standorte für viele seltene Pflanzenarten nicht mehr geeignet – etwa für die verschiedenen Orchideenarten, für die der Hofberg berühmt ist.

Ohne die tatkräftige Unterstützung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist das auf der großen und vor allem auch steilen Fläche für den Landschaftspflegetrupp des Albvereins nicht zu schaffen. Deshalb kommen dort jedes Jahr Freiwillige zu Landschafrspflegeaktionen zusammen. In diesem Herbst gab es gleich drei Arbeitseinsätze, um die Mahd zusammenzurechen und für den Abtransport an den Fuß des Hofbergs zu schaffen.

Mitte September mähte der Landschaftspflegetrupp bestehend aus seinem Leiter Jörg Dessecker und zwei FÖJlern die Fläche vor. Anschließend waren an insgesamt sechs Arbeitstagen bei drei Einsätzen rund 35 Freiwillige aktiv – viele aus der Region, aber auch einige aus anderen Teilen des Vereinsgebiets. Ihre Werkzeug: Vor allem Rechen und Gabeln. Dazu kam eine große Plane, auf der das Mähgut aufgeschichtet und nach unten gezogen wurde. Eine schweißtreibende Angelegenheit!

     

Die wunderbare Aussicht entschädigt allerdings für die harte Arbeit. Dazu kommt das gute Gefühl, etwas für die Natur getan zu haben. Naturschutzreferentin Katharina Heine jedenfalls, die am letzten Termin Mitte Oktober mit Hand anlegte, schwärmt artenreichen Vegetation. „Kalk-Astern und Herbstzeitlosen haben noch geblüht“, berichtet sie. Und auch die Grundblätter der Orchideen seien schon zu sehen gewesen. Diese blühen dann im Frühsommer. Dazu wachsen unter anderem Majoran und Thymian und Schafgarbe sowie der seltene Kreuzenzian auf der Fläche. Auch viele Insekten finden dort eine Heimat.

Wir danken den vielen Helferinnen und Helfen herzlich dafür, dass sie mit ihrem Engagement dazu beitragen, dieses wunderbare Naturschutzgebiet zu erhalten.

Gut vorbereitet für die Herbstwanderung

Geheimnisvoller Frühnebel, danach oft Sonnenschein mit klarer Sicht, bunte Wälder und Früchte, dazu oft noch moderate Temperaturen – Herbstzeit ist für viele die schönste Wanderzeit. Bei der Tourenplanung ist allerdings einiges zu beachten. Karin Kunz, Wanderreferentin des Schwäbischen Albvereins gibt Tipps:

Wandern in der Gruppe ist gesellig und macht Spaß! Meldet Euch jetzt an zu unseren Herbsttouren. Hier geht es zu unserer Terminübersicht.


Kürzere Tage

„Im Herbst werden die Tage kürzer und deshalb sollten auch unsere Touren langsam kürzer werden“, erklärt Karin Kunz. Während man im Juli noch um 21 Uhr bei Sonnenschein unterwegs sein kann, geht die Sonne schon im September recht früh unter. Nach der Zeitumstellung im Oktober ist es dann bereits um 17 Uhr stockdunkel. „Dann besteht die Gefahr, sich zu verlaufen oder zu verletzen“, betont Kunz. „Wer dennoch eine längere Tour vorhat, sollte einen frühen Start einplanen sowie eine Stirn- oder Taschenlampe mitnehmen.“

Zwiebellook bei der Wanderbekleidung

Im Herbst kann es bereits empfindlich kühl sein. Karin Kunz empfiehlt deshalb den „Zwiebellook“, also mehrere Lagen übereinander zu tragen – etwa Wandershirt, Fleecejacke oder –weste und eine winddichte Wanderjacke darüber. „Besser etwas zu viel anziehen, als zu wenig. Wenn einem zu warm ist, kann man ja wieder etwas ausziehen.“

Wanderrucksack mit Herbstausrüstung

Neben einem Vesper gehört genug zu Trinken in den Rucksack. Eine kleine Thermoskanne mit warmem Tee oder Kaffee ist im Herbst gefragt. Dazu kommen Sonnen- und Regenschutz. Ein Schal und eine warme Kopfbedeckung, etwa eine Mütze oder ein Multifunktionstuch, gegen kalten Wind gehören ebenfalls zur Herbstausrüstung. Karin Kunz empfiehlt zudem eine kleine Outdoor-Sitzauflage. „Dann ist ein gemütliches Vesper im Freien auch im Herbst ein Vergnügen.“ Immer im Gepäck sollte zudem eine geladene Powerbank sein, für den Fall, dass der Handyakku unterwegs schlapp macht.

Achtung nass und rutschig!

Gerade im Herbst sind die Wege oft nass und rutschig – vor allem in schattigen und steilen Waldstücken. Auch die eine oder andere matschige Ecke findet sich gerne. „Das kann schnell unangenehm werden. Deshalb ist im Herbst auch in Mittelgebirgen und im Flachland gutes Schuhwerk mit einem ordentlichen Profil und warme Socken beim Wandern wichtig“, betont Karin Kunz. Zudem Wanderstöcke bieten eine gute Unterstützung gerade im steilen Gelände.