Zweite Extremwanderung 24 Stunden rund um Stuttgart

Können Sie sich vorstellen, knapp 80 Kilometer und rund 1700 Höhenmeter am Stück zu wandern oder – anders ausgedrückt – 24 Stunden lang über Berg und Tal zu laufen? Genau das haben die Teilnehmer der 24-Stunden-Wanderung rund um Stuttgart vor. Einen Tag und eine Nacht lang geht es vorbei an geschichtsträchtigen Orten, bezaubernden Naturschönheiten, bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten und es gibt immer wieder tolle Ausblicke auf Stuttgart.

Diese extrem sportliche Tour ist eine Veranstaltung des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Bartholomä. Sie findet am 28./29. April 2018 statt. Die Tour gibt es bereits seit zwölf Jahren. Zum zweiten Mal führt sie rund um die Landeshauptstadt Stuttgart.

„Es geht auch darum, die eigenen Grenzen auszutesten und wahre Gemeinschaft zu erleben“, so das Organisationsteam. Insgesamt sollen maximal 60 Wandernde an den Start, aktuell gibt es noch freie Plätze.

Auskunft erteilen Ihnen Erwin Schneider, Jürgen Pfau und Stephan Krieg unter:

Vorläufiger Streckenverlauf

Stuttgart-Hauptbahnhof – Uhlandshöhe – Villa Berg – Römerkastell – Schloss Rosenstein – Löwentor

– Wartberg – Killesberg – Theodor-Heuß-Haus – Hainberg – Feuerbach – Botnang – Bärensee –

Katzenbachsee – Bernhardshöhe – Rohr – Musberg – Siebenmühlental – Bernhausen – Hohenheim

– Asemwald – Degerloch – Villa Reitzenstein – Kriegsberg – Chinesischer Garten – Hauptbahnhof.

Nachruf Hauptfachwart Wandern Dr. Siegfried Reiniger

 

Der Schwäbische Albverein e.V. trauert um seinen langjährigen

„Hauptfachwart Wandern“

Herrn Dr. Siegfried Reiniger

11.05.1939 – 12.02.2018

Sein jahrelanger Einsatz für den Schwäbischen Albverein im Bereich WANDERN bleibt unvergessen und er hat sich bleibende Verdienste erworben. Er war Jahrzehnte lang stellvertretender Gauvorsitzender des Esslinger Gaus und Vorsitzender der Ortsgruppe Oberesslingen.

„Wir haben einen guten Freund verloren und werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Sein Fleiß, seine Einsatzbereitschaft, seine Zuverlässigkeit und Fachkompetenz wurden sehr geschätzt. Wir werden ihn sehr vermissen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Wir werden dem Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren“.

Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und der gesamte Schwäbische Albverein

 

Geschichte und Geschichten zum „Musterländle“

Albvereinspräsident Dr. Rauchfuß und Prof. Mezger

Zum Auftakt des neuen Jahres am 12. Januar 2018 hatte die Heimat- und Wanderakademie einen besonderen Gast in die Plochinger Stadthalle eingeladen: Den renommierten Professor Dr. Werner Mezger vom Institut für Kulturanthropologie und europäische Ethnologie der Universität Freiburg. Der begnadete Redner vollführte vor rund 150 Zuhörern einen spannenden Schnelldurchlauf durch die Geschichte und zeigte dabei wort- und bildgewaltig die fürs Musterländle Baden-Württemberg relevantesten historischen Ereignisse auf.

Mit unterhaltsamen Geschichten und einer Vielzahl beeindruckender Fotos, wie historischen Landkarten, Wappen und besonderen Dokumenten, nahm er das Publikum mit auf seine mehr als zweistündige Zeitreise. Anhand von Streiflichtern aus der wechselvollen Geschichte erfuhr das Auditorium, auf welchen kulturhistorischen Fundamenten das heutige Baden-Württemberg ruht.

Gleich zu Beginn machte Mezger, der bereits zum fünften Mal im Rahmen einer Veranstaltung des Schwäbischen Albvereins auftrat, darauf aufmerksam, dass es sich bei seinem Vortrag nicht um eine Geschichtsstunde handle. Er wolle einfach verdeutlichen, was das „Ländle in seinem Innersten zusammenhält“.

Zuerst stellte Mezger fest, dass Baden-Württemberg historisch und ethnologisch betrachtet ein sehr diverses Land ist. Geprägt von unterschiedlichsten Dynastien, Dialekten und Konfessionen. Doch schon in prähistorischer Zeit zeigte sich die Bedeutung des Südwestens für siedelnde Menschen. Bereits vor 500.000 Jahren hatte der Homo Heidelbergensis hier gelebt und vor rund 40.000 Jahren gab es Menschen, die in den Höhlen der Schwäbischen Alb wohnten und dort sogar künstlerisch wirkten. Besonders bedeutsame Spuren haben später die Kelten (keltischer Fürstensitz Heuneburg) und auch die Römer (der Limes war der Grenzwall Richtung Norden und ist als Welterbe deklariert) hinterlassen. Dann kamen die Alemannen und die Zeit der Frankenkönige begann. Ein bekannter Name ist Karl der Große. Nach der Reichsteilung 843 n. Chr. wurden die alemannischen Staufer sehr mächtig und sind bis heute allgegenwärtig, und das nicht nur im Schwabenland. Friedrich II. ist der bekannteste Vertreter des Staufergeschlechts. Sein Sarkophag steht im Dom von Palermo!

Weitere Geschlechter, die den Südwesten prägten, sind die Welfen und später auch die Habsburger. Ein kleineres Haus war das der Zähringer, die vor allem im badischen Raum ansässig waren.

Eine wichtige Bedeutung im Südwesten spielten auch die Reichsstädte. Beispielsweise Konstanz, wo sogar eine Papstwahl stattfand und Jan Hus gefangen gehalten wurde; Rottweil, die älteste Stadt des Landes; Ulm mit dem höchsten Kirchturm oder auch Esslingen.

Das heutige Baden-Württemberg konfiguriert sich aus verschiedenen Herrscherhäusern: Baden-Baden, oder Baden-Durlach, Hohenzollern und Württemberg. Nach der Aufklärung im 19. Jahrhundert änderte sich alles. Letzter württembergischer König war Wilhelm II. mit seiner Frau Charlotte. Friedrich II. (Herzog von Zähringen) war der letzte der badischen Dynastie.

Seither prägen Mobilität und Industrialisierung das Land. Die Weichen wurden bereits 1840 mit der badischen Eisenbahn gestellt. Ende des Jahrhunderts setzten Gottfried Daimler und Carl Friedrich Benz mit ihren ersten motorisierten Fahrzeugen gewaltige technische Entwicklungen in Gang, auch Wilhelm Maybach, Robert Bosch und  Ferdinand Porsche waren wichtige Pioniere. Als weitere Industriezweige im Land entwickelte sich beispielsweise die Uhrenindustrie oder auch die Textilindustrie. 1952 wurden die Länder Baden und Württemberg vereinigt und sind vielfältig wie eh und je.

Am Ende seines Vortrags bedankte sich Prof. Mezger und hoffte, mit seinem von ihm bezeichneten „Schweinsgalopp“ durch die Geschichte die Zuhörer in seinen Bann gezogen zu haben.

Das ist ihm gelungen.

Riesenandrang auf der CMT

Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf, Messegeschäftsführer Roland Bleinroth, Hauptgeschäftsführererin Albverein Annette Schramm, Foto: Ministerium der Justiz und für Europa

Der Messeauftritt des Schwäbischen Albvereins bei der Aktivurlaubsmesse Fahrrad- & ErlebnisReisen mit Wandern am 13. und 14. Januar war überaus erfolgreich. Der große Andrang und das detaillierte Interesse der Messebesucher hat eindrucksvoll gezeigt, wie gefragt das Know-how und die Angebote des größten Wandervereins Europas nach wie vor sind. „Unser Stand wurde teilweise von den Besuchern regelrecht überrollt“, sagt Geschäftsführerin Annette Schramm. Die Besucher waren unglaublich wissbegierig und die Informationsbroschüren gingen weg wie warme Semmeln. Der Flyer zu den Hauptwanderwegen war irgendwann sogar vergriffen. Das neue Programm der Wanderakademie war ebenfalls ein beliebtes Mitnahmeobjekt. Große Nachfrage gab es auch zu den Ü30 Wanderungen und zu den sportlichen Wanderungen. Zu beiden Themenblöcken gab es auf der Erlebnisbühne Vorträge: Die Wanderführer Sebastian Fischer und Michael Schmitt konnten vor vollen Rängen Wissenswertes zum neuen Ü30 Wanderprogramm sowie zu anspruchsvollen Weitwanderungen vermitteln. Viele der Zuhörer kamen anschließend an den Stand des Schwäbischen Albvereins, um weitere Informationen zu erhalten. „Wir konnten alle unsere wichtigen Themen auf der Messe platzieren. Neben unseren außergewöhnlichen Wanderangeboten war das Interesse der Besucher auch an unseren Naturschutzaktivitäten und unseren Hautpwanderwegen enorm“. Zudem konnten einige neue Mitglieder gewonnen werden: Wer auf der Messe gleich eine Mitgliedskartei ausfüllte, erhielt einen Gutschein für einen Kasten Bier (vom Albvereinssponsor Familienbrauerei Dinkelacker). Ein prominenter Gast kam am Samstagnachmittag am Albvereinsstand vorbei: Justiz-, Europa- und Tourismusminister Guido Wolf (MdL). Er und Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß tauschten Gedanken zu Wanderungen und zu Europa aus. Auch am Stand der Albvereinsfamilie war viel los und wie schon in den Jahren zuvor war das Glücksrad bei Eltern und Kindern der absolute Hit. Außerdem zu bestaunen und auszutesten waren Hightech-Schneeschuhe (denn Schneeschuhwanderungen stehen regelmäßig im Winter auf dem Programm). Das neue Familienprogramm lag griffbereit und wurde gerne mitgenommen.

CMT Messeteam mit Präsident Rauchfuß, Foto: S. WächterCMT: Heidi Müller und Hauptgeschäftsführerin Annette Schramm, Foto: S. Wächter Stand Albvereinsfamilie mit Glücksrad, Foto: S. Wächter

Vortrag sportliches Wandern Michael Schmitt, Foto: S. Wächter Vortrag Ü30 Wandern Sebastian Fischer, Foto: S. Wächter Schneeschuhe am Stand der Albvereinsfamilie, Foto: S. Wächter

Termin und Einladung zum Albvereinstag auf dem Volksfest

Hopfenkranz, Foto: S. Wächter

Diesen Termin sollten Sie gleich im neuen Kalender vormerken: Am 30. September 2018 findet der 5. Albvereinstag auf dem Volksfest statt. Die Veranstaltung ist mittlerweile zu einer festen Tradition geworden, es gibt vergünstigte Verzehrgutscheine und garantiert jede Menge Spaß. Auch der Festumzug findet an dem Sonntag statt.

Zusätzliches Highlight: 2018 gibt es wieder ein Landwirtschaftliches Hauptfest, welches seinen 100. Geburtstag feiert.

Berlinbesuch zum Tag des Ehrenamts

Auf Einladung des Bevollmächtigten des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Staatssekretär Volker Ratzmann, besuchten über den Bundesrat 50 Ehrenamtliche aus Kultur- und Heimatpflege sowie dem Umwelt- und Naturschutz die Bundeshauptstadt. 25 aktive Mitglieder des Schwäbischen Albvereins waren mit dabei: https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/media/mediathektopic/vertretung-des-landes-baden-wuerttemberg-beim-bund/mid/-6bf2ba5d77/

Besuchergruppe in Berlin; Quelle: Landesvertretung Baden-Württemberg Berlin

Weihnachtsaktion im Albvereins-Shop

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Weihnachtsaktion im Shop des Albvereins

Arbeitskreis Zukunft hat erstmals getagt

Arbeitskreis Zukunft, Foto: R. Luther

Bereits in den letzten Blättern des Schwäbischen Albvereins wurde  für eine Teilnahme an einem Arbeitskreis Zukunft 2030 geworben. Es geht darum, mit neuen Ideen und neuen Strukturen künftigen Anforderungen gerecht zu werden und neue Mitglieder zu gewinnen. Das erste Treffen fand Ende Oktober in der Hauptgeschäftsstelle statt und 25 Teilnehmer nahmen daran teil, u.a. Vertreter aus Jugendgruppen, Familien, Ortsgruppen und verschiedenen Gauen.

Nach der Begrüßung sprach sich Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß offen für einen Wandel aus. Keiner solle sich zurückhalten, selbst wenn die Ideen nicht konform mit der heutigen Struktur übereinstimmen sollten. In der anschließenden Diskussion waren sich bald alle Anwesenden einig, dass ein Moderator, evtl. auch eine Person für strukturiertes Vorgehen, erforderlich sei. „Sind in Zukunft noch Mitglieder notwendig?“, war die ironische Frage seitens einer jungen Wanderfreundin. Weitere Fragen waren: „Welches Image hat der Albverein heute in der Öffentlichkeit?“ und „Wie lässt sich dies verbessern?“ oder „Ist eine mittlere Ebene weiterhin unabdingbar oder überflüssig?“

Lösungsansätze könnten sein: Die Vernetzung der Ortsgruppen weiterzuentwickeln, um Synergien und den Austausch von Angeboten und Ideen zu nutzen. Konsens bestand darin, dass sich der Verein zeitgemäßer präsentieren müsse.

Das nächste Treffen ist im größeren Rahmen geplant, voraussichtlich in der Bauernschule in Wernau. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, ist herzlich eingeladen.

Anmeldungen sind zu richten an die Hauptgeschäftsstelle in Stuttgart, E-Mail:

Kulturlandschaftspreis geht nach Sontheim/Brenz

Gratulation zum Kulturlandschaftspreis, Foto: A. Schramm Kulturlandschaftspreis für Sontheim/Brenz, Foto: A. Schramm

Die Naturschutzgruppe des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Sontheim/Brenz (Kreis Heidenheim) hat am 9. Oktober 2017 eine besonders ehrenvolle Auszeichnung erhalten: den Kulturlandschaftspreis, welchen der Schwäbische Heimatbund, die baden-württtembergische Sparkassen-Finanzgruppe und die Sparkassenstiftung Umweltschutz ausgeschrieben hatte. 

Damit wurden die zahlreichen und jahrelangen Pflegeaktionen der Ortsgruppe honoriert. Seit rund 25 Jahren ist die Naturschutzgruppe in der Pflege der Kulturlandschaft aktiv. 1993 startete die Neuanlage einer Streuobstwiese mit 42 Hochstämmen alter und resistenter Sorten. Ergänzt durch eine Wind‐ und Vogelschutzhecke ist die Wiese heute ein Paradebeispiel für die Kombination aus Landnutzung und Naturschutz. Auch ein Wildbienenhaus und Informationstafeln zum Streuobstanbau wurden aufgestellt. Im Laufe der Jahre kamen so 7.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammen.

Die ersten offiziellen Gratulanten waren: Erster Landesbeamter Peter Polta, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Bürgermeister Sontheim/Brenz Matthias Kraut und Präsident des Sparkassenverbandes BW Peter Schneider.

Der gesamte Schwäbische Albverein beglückwünscht die Preisträger!

Insgesamt hatten sechs Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins ihre Bewerbungen eingereicht.