Deutscher Wanderverband hat ein neues Präsidium

Dirk Landau vom Werratalverein ist von der der Mitgliederversammlung des Deutschen Wanderverbands zum neuen Präsidenten des DWV gewählt voren. Er folgt auf Dr. Michael Emrich, der in seiner Amtszeiten die Weichen für einen Generationenwechsel und eine Weiterentwicklung des Verbandes gestellt hat. Zu den Vizepräsidenten wurden Thomas Gemke, Heike Krieg und Jobst Brüggemeier gewählt. Schatzmeisterin bleibt Dr. Angela Sabac-el-Cher. Die MItgliederversammlung fand im Rahmen des 123. Deutschen Wandertag in Oberwiesenthal statt.


Das neue DWV-Präsidium: v.l.n.r.: Jobst Brüggemeier (Wiehengebirgsverband Weser-Ems), Dr. Angela Sabac-el-Cher, Dirk Landau (Werratalverein), Heike Krieg (SchwäbischerAlbverein), Thomas Gemke (Sauerländischer Gebiergsverein)


Dirk Landau bringt langjährige Erfahrungen aus Wandervereinen, Naturschutz und Wegearbeit mit. Der 1964 geborene Augenoptiker war 22 Jahre selbstständig, arbeitete als Trekking-Guide in Nepal und Patagonien und war von 2003 bis 2019 Abgeordneter im Hessischen Landtag. Heute ist er unter anderem stellvertretender Vorsitzender und Hauptwegewart des Werratalvereins 1883, Landesnaturschutzwart im Wanderverband Hessen sowie DWV-zertifizierter Wanderführer und Wanderwegebestandserfasser.

„Der Deutsche Wanderverband lebt von Menschen, die nicht nur über das Wandern sprechen, sondern Verantwortung übernehmen“, sagte Landau. „Ich möchte diese Menschen stärken und mich zugleich in der politischen Interessenvertretung des Verbandes einbringen. Wegearbeit, Naturschutz, Ehrenamt und die Freude am Wandern gehören zusammen. Der DWV muss dabei ein verlässlicher Partner für seine Mitgliedsorganisationen bleiben und zugleich offen sein für neue Formen des Wanderns und des Engagements.“

Auch inhaltlich setzte die Mitgliederversammlung Akzente. Der Deutsche Wanderverband und die Deutsche Wanderjugend verabschiedeten ein Positionspapier zur Inklusion. Im Mittelpunkt steht die Idee, gesellschaftliche Teilhabe nicht auf die Möglichkeit zur Teilnahme an Wanderungen zu beschränken. Barrieren sollen abgebaut, Kommunikation zugänglicher gestaltet und Inklusion stärker in Ausbildung und Vereinsarbeit verankert werden. Menschen mit Behinderungen sollen nicht nur willkommen sein, sondern auch Möglichkeiten erhalten, Verantwortung zu übernehmen und das Vereinsleben mitzugestalten.

Daneben befasste sich der Verband mit dem Umgang mit invasiven Arten. Dabei geht es um die Rolle der Wandervereine im Naturschutz und um die Frage, wie ehrenamtlich Tätige vor Ort fachlich informiert und in ihrer Arbeit unterstützt werden können.

Der europäische Gedanke prägte auch das öffentliche Bild des Deutschen Wandertags. Die zeitgleiche EURORANDO führte Menschen aus verschiedenen Ländern auf die Wege beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze. Beim großen Festumzug, bei dem auch Mitglieder des Schwäbischen Albvereins vertreten waren, kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Wandertages und der EURORANDO gemeinsam zusammen. Vereine, Fahnen, Musik und unterschiedliche Traditionen wurden dabei zu einem gemeinsamen Bild der europäischen Wanderbewegung.

Der nächste Deutsche Wandertag wird 2028 in Thale im Harz stattfinden

Auszug aus einer Pressemitteilung des Deutschen Wanderverbands