6. Landesfest-Wimpelwanderung

Sigmaringen – Winnenden zum Landesfest des Schwäbischen Albvereins e. V. vom 29. April bis 6. Mai 2016

1. Wandertag, Freitag, 29. April 2016 Sigmaringen – Heiligkreuztal

Am Freitag, 29. April, versammelten sich erwartungsfrohe Wanderinnen und Wanderer aus Sigmaringen, Sigmaringendorf, Gutenstein, Mengen, Laiz und aus vielen anderen Orten unseres Landes vor dem Rathaus in Sigmaringen. Weiterlesen

Radtour rund um Winnenden

Thema Wandertipps Artikel 33 von 45

Abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll ist eine Radrunde durch Winnenden und seine Stadtteile. Die vorgeschlagene Tour führt durch Wiesen und Täler, durch Streuobstwiesen die Hänge hinauf, durch sonnige Weinberge auf die Höhen, durch Wälder und Felder – und das fast ausschließlich auf ausgewiesenen Radwegen oder asphaltierten Feld- und Forstwegen. Jeder der zu bewältigenden Höhenmeter lohnt sich, malerische Ausblicke und grandiose Aussichten in die Ferne begleiten den Radfahrer über ganz weite Strecken. Für die etwa 28 Kilometer lange Rundtour mit über 450 Höhenmetern ist eine gewisse Kondition erforderlich, denn eben ist es selten, hinauf oder hinab lautet die Devise. Für den Ortskundigen ist das keine Überraschung, denn die Rundtour führt durch die »Berglen«, so heißt die Landschaft östlich und südlich Winnenden tatsächlich, und der Name charakterisiert die hügelige Landschaft einfach hervorragend. Weiterlesen

Wandertipp – Geopfad Bad Schussenried

Thema Wandertipps Artikel 32 von 45

Das Besondere an der Landschaft um Bad Schussenried ist die Vielfalt der Geländeformen, die beim Rückzug und Abschmelzen des würmeiszeitlichen Gletschers entstanden. Der Geopfad, der von der OG Bad Schussenried unter der Federführung von Otto Minsch angelegt wurde, befasst sich mit der Eiszeit. Auf diesem Pfad mit seinen neun Infotafeln kann man die vor 18.000 Jahren eisfrei gewordene Landschaft verstehen lernen.

Schussenquelle

5,5 km
Start: Bad Schussenried, Innenstadt, am Gletschergarten (Nähe Info-Zentrale des Zentrums für Psychiatrie).
Der mit örtlichen Wegsymbolen bezeichnete Geopfad führt nach Norden über Kleinwinnaden zur Waldgrenze (Aussichtspunkt), dann nach Westen zum Schussenursprung (Bild oben rechts).
Der Schussenursprung ist der Quelltopf der Schussen. Aus der Tiefe, unter den Steinen hervor, dringt das Wasser aus mehreren Quellen (Bild oben). Die Schussen ist hier ein leise plätscherndes Rinnsal, später ein gemächlich fließender Bach, dann ein stattlicher Fluss, der nach 59 Kilometern in den Bodensee mündet.
Der Quelltrichter der Schussen liegt am nördlichsten Punkt der Endmoräne des Rheingletschers aus der letzten Vereisung des Alpenvorlandes vor ca. 22.000 Jahren. Die Lage der Endmoräne ist als nördlichster Bogen auf vielen Atlanten und natürlich auch auf den geologischen Karten dargestellt und bildet gleichzeitig die europäische Hauptwasserscheide zwischen Donau und Rhein. Dass diese nur für Oberflächenwasser gilt, beweist eine groß angelegte Aktion des Müllers Kaess 1866: Im 19. Jahrhundert wurde weiter nördlich ein großes Moorgebiet bei Steinhausen trockengelegt, um Torf abzubauen. Dies hatte zur Folge, dass die Mühlen, Sägewerke und die Hammerschmiede in Schussenried nicht mehr genug Wasser hatten. Abhilfe schuf der örtliche Müller, indem er die Schussenquelle vier Meter tiefer legte, damit die Schüttung wieder zunahm. Bei diesen Grabungen fand man Überreste eines Eiszeitjägerlagers, den Beweis, dass hier vor 13.000 Jahren Menschen lebten. Zur Erinnerung an diesen Fund wurde ein Gedenkstein aufgestellt. Seit 1899 wird die Schussenquelle von der OG Bad Schussenried gepflegt.
Eine Abzweigung führt zum Findling, der während der Würmeiszeit vor ca. 20.000 Jahren beim Abtauen des Gletschers hier abgelegt wurde. Der helvetische Kieselkalkfelsen stammt aus der Gegend um Chur.
Weiter gehts Richtung Süden im Tal der Schussen und zurück in die Innenstadt.
Eine weitere Besonderheit entlang des Weges sind die »Wasserhüterinnen« von Theresia K. Moosherr, aus Eichenstämmen mit der Kettensäge geformte Frauenskulpturen (Bild oben links). 23 »Wasserhüterinnen« entstehen zur Zeit an der Schussen von der Quelle bis zur Mündung.
Theresia K. Moosherr zu ihrem Projekt: »Kernthema meiner künstlerischen Arbeit ist »Wasser« – als Ursprung allen Lebens. Von Kindheit an erfuhr ich die Bedeutung des Wassers als unsere eigentliche Lebensgrundlage. Meine Wasserhüterinnen sind eine Verkörperung des Weiblichen, das »Weibliche als Bewahrerin der Schöpfung«. Sie sind Ausdruck unseres hoffentlich wachsenden Bewusstseins, hinsichtlich des problematischen Umgangs mit unseren Lebensgrundlagen. Sie sind ein Symbol für ein Denken, das auf Ganzheit setzt und dass »Wasser für Alle«, Mensch und Natur als Allgemeingut erhalten bleiben muss.«

Tipp: Kloster Bad Schussenried

In Bad Schussenried sollte man nicht versäumen, den berühmten Bibliothekssaal anzuschauen. Der Bibliothekssaal des ehemaligen Prämonstratenserklosters Schussenried ist einer der Höhepunkte des Oberschwäbischen Barocks, ein Gesamtkunstwerk im Zusammenklang von Malerei, Skulptur und Stukkatur.
Führungen und Besichtigungen Kloster und Bibliothekssaal, Staatl. Schlösser und Gärten, Klosterverwaltung, Neues Kloster 1, Bad Schussenried, Tel. 0 75 83 / 9 26 91 40, 9 26 90 82, www.kloster-schussenried.de

Wandertipps – Federsee

Thema Wandertipps Artikel 31 von 45

Das eiszeitlich entstandene Federseemoor bietet eine seltene Kombination aus See, Schilfwäldern, Streuwiesen, artenreichen Feuchtwiesen und naturbelassenen Moorwäldern. Es ist das größte Moor Südwestdeutschlands und Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Auf mehr als einem Dutzend Rad- und Wanderwegen lässt sich die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Schön sind auch die Wege mit den weiten Aussichten über den Federsee und das Ried.

Federseesteg
WanderTIPP 1: Federseesteg

Der Federseesteg ist der einzige Zugang zum Federsee. Er besteht seit 100 Jahren und wurde unlängst erneuert. Ohne Naturstörung und trockenen Fußes erlebt man hier die Moor- und Seelandschaft. Es gibt auch einen Aussichtsturm.
Start: Parkplatz vor dem Federseemuseum (Achtung, Parkgebühren, teilweise verrechenbar mit dem Eintritt zum Federseesteg)
Fernglas mitbringen zur Vogelbeobachtung.
Der NABU unterhält ein Naturschutzzentrum ganz in der Nähe stadteinwärts. Dort kann man sich über Flora und Fauna informieren. NABU-Naturschutzzentrum Federsee, Federseeweg 6, 88422 Bad Buchau, Telefon 0 75 82 / 15 66 info@nabu-federsee.de, www.NABU-federsee.de
WanderTIPP 2: Archäologischer Moorlehrpfad

9,5 km
Start: Parkplatz vor dem Federseemuseum
(Achtung, Parkgebühren)

Vom Stadtrand von Bad Buchau führt er Richtung Süden zu den bedeutenden stein-, bronze- und eisenzeitlichen Fundstätten im Naturschutzgebiet Südliches Federseeried. Es gibt elf Stationen mit Informationstafeln über die Archäologie sowie die Natur- und Landschaftsgeschichte des Gebietes, teilweise mit Aussichtsplattformen, Stegen und Bänkle.
Teilrekonstruktionen verdeutlichen an einigen vorgeschichtlichen Siedlungsarealen die Lage von Gebäuden und Palisaden im Gelände. Darüber hinaus hat man gute Beobachtungsmöglichkeiten der vielfältigen Tierwelt der Feuchtwiesen im Naturschutzgebiet.

Literatur: Urgeschichte erleben, Führer zum Federseemuseum mit archäologischem Freigelände und Moorlehrpfad, Hrsg. Stadt Bad Buchau, Federseemuseum, 2000

WanderTIPP 3: Stiftskirche
Bei einem Stadtbummel durch Bad Buchau sollte man den Besuch der Stiftskirche St. Cornelius und Cyprian nicht versäumen. Sie prägt nicht nur das Stadtbild, sondern ist auch von außergewöhnlichem Reiz. Kloster Buchau, damals noch auf einer Insel im Federsee gelegen, wurde von Adelinde, der Gattin des fränkischen Statthalters und Grafen Warin, im Jahr 770 gegründet und ist eines der ältesten Benediktinerinnenklöster Süddeutschlands. Im 13. Jahrhundert wurde es zu einem der wenigen Damenstifte im deutschsprachigen Raum umgewandelt. Ein Damenstift war, ohne ein Kloster zu sein, eine Gemeinschaft adliger Damen, die den Weg der Ehelosigkeit wählten. Die Damen behielten ihren gewohnten adligen Lebensstil bei, waren verpflichtet, die Statuten einzuhalten und erhielten als Zeichen der Zugehörigkeit ihren Mantel. Bescheiden und schlicht wirkt sie von außen. Doch sobald man den im klassizistischen Stil gehaltenen Kirchenraum betreten hat, wird man von seinem eigentümlichen Reiz gefangen genommen. Geometrisch klare Formen beherrschen den Raum und verleihen ihm Würde und Eleganz. Eine Helligkeit durchflutet ihn, die seiner Klarheit und seine strengen Rationalität Rechnung trägt. Stukkatur ist in festlichem Weiß und Gold gehalten, die Skulpturen und Reliefs ebenfalls in strahlendem Weiß. Verantwortlich für dieses Bauwerk ist Gräfin Maximiliane v. Stadion, Äbtissen des Buchauer Damenstifts. Der Architekt war ein Franzose, die Künstler stammen aus der Region. Auch hier wäre ein Fernglas gut, um die Deckenfresken zu betrachten.
WanderTIPP 4: Federsee-Rundweg

15,3 km
Start: Parkplatz vor dem Federseemuseum (Achtung, Parkgebühren)

Wie der Name schon sagt, führt dieser Weg in einem großen Kreis rund um das Naturschutzgebiet Federsee. Er zeichnet in etwa die Uferlinie des einstigen Federsees vor der künstlichen Absenkung vor gut 200 Jahren nach. Nacheinander erreicht man die Dörfer Oggelshausen, Tiefenbach, Seekirch, Alleshausen und Moosburg, die damals alle direkt am See lagen. Immer wieder bieten sich schöne Ausblicke auf das Federseeried. Der Weg ist als Radweg verzeichnet, ab Moosburg bis Bad Buchau als HW 7.

WanderTIPP 5: Zur Adelindenkapelle auf der Kappeler Höhe

ca. 5 km • Start: Zentrum Bad Buchau- Kappel, Ortsmitte
Auf dem Kreuzweg, der an der Kirche beginnt, bis zur Adelinden- oder Plankentalkapelle, die zu Ehren von Adelindis, der Gründerin des Klosters Buchau, erbaut wurde. Eine Infotafel berichtet über die entsprechenden Sagen, die Kunstmaler Paul Hirt 1944 an die Wände der 1887 neu aufgebauten Kapelle malte. Weiter geht es auf dem Feldweg erst nach Westen, dann nach Norden zu einem Aussichtsturm mit herrlichem Blick über Bad Buchau und das gesamte Federseemoor. Bei Föhn gibts sogar Alpenblick (Zugspitze im Osten bis Schweiz im Westen). Zurück nach Kappel geht man auf dem Feldweg.

Wanderliteratur:
Wanderkarte des Schwäbischen Albvereins, 1:35.000, Blatt 31, Biberach, Ehingen, Hrsg. Schwäbischer Albverein, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, 2010; Freizeitkarte 1:50.000, F 527, Bad Saulgau, Bad Buchau, Federsee, Hrsg. Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, 2011
Weitere Wandertipps: Tourist-Information, Marktplatz 6, 88422 Bad Buchau, Tel. 0 75 82 / 93 36-10, info@bad-buchau.de, www.bad-buchau.de.
Die Wanderwege sind auf der Website im Satellitenplan über die Overlayfunktion zu finden.