Radtour rund um Winnenden

Thema Wandertipps Artikel 33 von 45

Abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll ist eine Radrunde durch Winnenden und seine Stadtteile. Die vorgeschlagene Tour führt durch Wiesen und Täler, durch Streuobstwiesen die Hänge hinauf, durch sonnige Weinberge auf die Höhen, durch Wälder und Felder – und das fast ausschließlich auf ausgewiesenen Radwegen oder asphaltierten Feld- und Forstwegen. Jeder der zu bewältigenden Höhenmeter lohnt sich, malerische Ausblicke und grandiose Aussichten in die Ferne begleiten den Radfahrer über ganz weite Strecken. Für die etwa 28 Kilometer lange Rundtour mit über 450 Höhenmetern ist eine gewisse Kondition erforderlich, denn eben ist es selten, hinauf oder hinab lautet die Devise. Für den Ortskundigen ist das keine Überraschung, denn die Rundtour führt durch die »Berglen«, so heißt die Landschaft östlich und südlich Winnenden tatsächlich, und der Name charakterisiert die hügelige Landschaft einfach hervorragend. Weiterlesen

Bericht des Albvereins-Präsidenten zur Jahreshauptversammlung 2016

Thema Landesfest 2016 Artikel 1 von 2

Sehr geehrte Ehrengäste, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,

heute trage ich meinen 15. Bericht als Präsident in einer Hauptversammlung vor. Jedes Mal fiel es mir schwer, eine Auswahl aus den zahlreichen Aufgabengebieten, mit denen sich der Schwäbische Albverein beschäftigt, zu treffen. Bevor ich mich einigen Bereichen nähere, möchte ich eine zusammenfassende Aussage machen. Alle satzungsgemäßen Zwecke des Vereins wurden erfolgreich weiter entwickelt. Den fleißigen aktiven Mitgliedern spreche ich Dank und großes Lob aus. Wir können als Schwäbischer Albverein stolz sein, dass wir so viele gut motivierte Engagierte haben.
In den zurückliegenden Jahren habe ich immer wieder betont, dass der Schwäbische Albverein auch eine pädagogische Aufgabe hat. Es ist wichtig, dass wir die heranwachsende Generation in die Natur führen und den jungen Leuten zeigen, was für Schätze unsere Umwelt in sich birgt. Wir wollen ihnen die biologische Vielfalt aufzeigen und sie dazu bringen, dass sie eines Tages Verantwortung dafür übernehmen.
Schulwandertage bieten hier eine bedeutende Rolle. Seit einigen Jahren setzt sich der Schwäbische Albverein dafür ein, dass Schulwanderungen wieder im Lehrplan der Schulen aufgeführt werden und dass sie auch stattfinden. Die Heimat- und Wanderakademie Baden Württemberg, die sich in der Trägerschaft des Schwäbischen Albvereins und des Schwarzwaldvereins befindet, bietet Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an. Ein mehrstufiges Ausbildungskonzept bereitet die Lehrkräfte auf die Vorbereitung und Durchführung von Wandertagen vor. Seit 2014 besteht mit dem Kultusministerium eine Kooperation. Im Lehrerinstitut in Ludwigsburg bieten wir von uns finanzierte Impulstage an. Weil die Teilnehmerzahlen ständig steigen, wird der Impulstag – Lernen im Freien (Modul 1) ab dem Schuljahr 2017/2018 als offizielle Maßnahme in der Lehrerfortbildung angeboten.
Das bedeutet für uns z. B., dass die Termine auf dem Server des Kultusministeriums unter Lehrerfortbildung online eingepflegt werden, dass die Anmeldung der Teilnehmer direkt über diesen Server an das Kultusministerium erfolgt, dass Reisekosten der Teilnehmer vom Kultusministerium übernommen werden.
Eine interessante Motivation für die Schulwandertage sind die Schulwanderwettbewerbe. So haben wir anlässlich des Landesfestes alle Schulen in und um Winnenden eingeladen, an einen Schulwanderwettbewerb unter dem Motto „Komm mit – wir wecken den Frühling“ teilzunehmen. Ziel der Aktion sollte es sein, möglichst viele Kinder zum Wandern zu motivieren, ihnen ihre Heimat ans Herz zu legen und sie den Frühling mit allen Sinnen erleben zu lassen. Es gelang uns, dass Frau Gerlinde Kretschmann die Schirmherrschaft für diesen Wettbewerb übernommen hat.
Acht Klassen aus vier verschiedenen Grundschulen haben sich beteiligt. Eine Jury unter Beteiligung von Frau Kretschmann hat sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt, die Arbeiten zu bewerten. Berücksichtigt wurde neben der Originalität der Dokumentation auch die Umsetzung des Mottos. Ein weiteres wichtiges Kriterium war, ob die Dokumentationen von den Kindern selbst erstellt wurden. Aus allen Dokumentationen ging hervor, dass die Kinder großen Spaß hatten. Es wurden Blumen gepflückt, Kränzchen gebunden, Staudämme gebaut, Bilder aus Naturmaterialien gebastelt, Pflanzen bestimmt und vieles mehr.
Die Jury teilte die Klassen in drei Kategorien ein:
– Sieger der ersten Kategorie: 1. und 2. Klasse der Grundschule Höfen
– Sieger der zweiten Kategorie: Klasse 1 – 4 der Grundschule Breuningsweiler.
Die Klassen 2a und 2b der Stöckachschule – Grundschule erhalten einen Sonderpreis, da sie ein tolles Video hergestellt haben und somit ihre Dokumentation mit den anderen nicht vergleichbar war.
Gestern fand auf dem Marktplatz die Siegerehrung statt. Die Preise überreichte Frau Gerlinde Kretschmann. Jedes Kind bekam eine Urkunde und eine Mütze vom Schwäbischen Albverein. Weitere Geschenke wurden von der AOK, von Frigeo, vom Verlag Iris Förster, von Tripsdrill und vom Traumland Bärenhöhle gestiftet. Hierfür herzlichen Dank.
Nochmals herzlichen Dank an die sehr engagierten Lehrerinnen, an die Jury und insbesondere an Frau Gerlinde Kretschmann für die Übernahme der Schirmherrschaft.

Im letzten Jahr haben wir eine Beitragserhöhung durchgeführt mit der Begründung, den Mehrerlös für die Sicherung der Zukunft unseres Vereines einzusetzen. In den Haushaltsentwürfen wird seit letztem Jahr ein Posten mit dem Titel „Zukunftssicherung“ eingestellt. Heute will ich Ihnen berichten, wie wir diese Mittel bisher eingesetzt haben. Letztes Jahr wurden drei Pädagogische Mitarbeiterinnen und seit kurzem zwei weitere Damen in Teilzeit mit befristeten Arbeitsverträgen eingestellt. Inzwischen werden 14 Ortsgruppen betreut beim Aufbau von Familiengruppen. Bis zum Herbst werden weitere Gruppen hinzukommen. Die Zusammenarbeit mit den Ortsgruppen, den Gauen, dem Familienausschuss, dem Familienbeirat und unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen läuft erfreulicherweise sehr gut.
Am 21. April 2016 erschien in der Esslinger Zeitung ein halbseitiger Bericht mit der Überschrift „Buntes Essen aus wilden Kräutern“ und dem Untertitel „Schwäbischer Albverein bittet Familien mit Kindern zur Wiesenwanderung mit besonderem Geschmackserlebnis“. So ist zu lesen und ich zitiere: „Die Streuobstwiesenpädagogin Melinda Eberle-Schwarzer ist beim Schwäbischen Albverein als pädagogische Mitarbeiterin angestellt. Sie hat für 2016 ein Programm mit zehn Veranstaltungen für Familien erarbeitet. Langfristiges Ziel sei es, in den Ortsgruppen wieder eigene, regelmäßige Familienangebote zu etablieren.“
Ein solcher Zeitungsartikel ist eine sehr gute Werbung für den Schwäbischen Albverein.
Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die Gründung von Familiengruppen neue Mitglieder gewinnen werden. Insbesondere werden wir den Anteil der 30- bis 40-Jährigen erhöhen. Eine Altersgruppe, die in den nächsten Jahren die Verantwortung für die Ortsgruppen übernehmen soll.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, sicherlich ist Ihnen schon bei Ihren Wanderungen aufgefallen, dass an verschiedenen Wanderheimen und Türmen des Schwäbischen Albvereins neue Beschilderungen angebracht wurden. Die bisherigen Hinweistafeln sind in die Jahre gekommen. Teilweise sind sie nicht mehr lesbar oder marode geworden. An vielen Wanderheimen und Türmen ist nicht zu erkennen, dass sie dem Schwäbischen Albverein gehören. Deshalb hat sich Vizepräsident Reinhard Wolf die Mühe gemacht, unsere Immobilien unter die Lupe zu nehmen und eine zeitgemäße Beschilderung umzusetzen. Von den Wanderparkplätzen bis zu den Objekten wurden Informationen über Öffnungszeiten, Historie und vieles mehr angebracht. Die Besucher erhalten Kenntnis, dass der Schwäbische Albverein Eigentümer dieser beliebten Ausflugsziele ist. Inzwischen sind 11 Liegenschaften neu ausgestattet. Diese aufwändige Arbeit hat Vizepräsident Wolf mit sehr großem Engagement durchgeführt. Hierfür gebührt ihm Dank und einen Applaus von Ihnen.

Auch heute werde ich Sie wieder auffordern: Bitte motivieren Sie geeignete Mitglieder, sich zu Wanderführern ausbilden zu lassen. Unsere Heimat- und Wanderakademie Baden Württemberg ist hierfür die beste Adresse. Wandern ist die Kernkompetenz des Schwäbischen Albvereins. Es muss auch unsere Kernkompetenz bleiben. Allerdings geschieht dies nicht von selbst. Gut ausgebildete Wanderführerinnen und Wanderführer sind der Garant für ein attraktives Wanderangebot und erfolgreiche Wanderungen.
Die Ausbildungsziele und Ausbildungsinhalte entwickeln sich ständig weiter. Neu hinzugekommen sind die Themen Kulturlandschaft erleben, Wandern und Nachhaltigkeit. Die Wanderführer werden als Vermittler für nachhaltige regionale Angebote gegenüber den Wandergästen weitergebildet. Sie sollen Nachhaltigkeit als Erlebniskonzept in ihren Wanderungen einsetzen – beispielsweise durch alternative umweltgerechte Fortbewegung, durch nachhaltigen regionalen Erlebniseinkauf, durch kulinarische, regionale Entdeckungsreisen oder die Einbeziehung von Menschen mit Handicap oder für demente Menschen ins Wanderangebot.
Wandern kann dazu beitragen, dass Natur und Umwelt geschützt und langfristig erhalten bleiben. Natur- und Umweltbildung sind für attraktive Wanderungen unabdingbare Voraussetzungen: Naturschutzzentren, Lehrpfade und ein gezieltes Angebot an Führungen sind entscheidende Bausteine hierfür.

Wir alle müssen uns heute einer gesellschaftlichen und humanitären Herausforderung stellen. Seit über einem Jahr erleben wir eine der größten Völkerwanderung der Menschheitsgeschichte. Fanatische Extremisten brandschatzen wertvolle Kulturstätten, Weltkulturerben, Wohnhäuser und Städte. Sie vergewaltigen Frauen und Kinder. Sie ermorden unzählige Menschen. Viele Millionen haben ihre Heimat verlassen. Einige Millionen warten in den Nachbarländern auf eine ungewisse Zukunft. Über eine Million verzweifelter Menschen sind in Deutschland angekommen. Über die Solidarität und über die humanitäre Hilfeleistung unserer europäischen Nachbarn will ich jetzt nicht sprechen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden über 10 Millionen Menschen aus ihrer Heimat – Schlesien, Ostpreußen, Tschechien und vielen anderen Ländern – vertrieben. Im Schwäbischen Albverein haben viele eine neue, eine menschliche Heimat gefunden.
Die Offenheit des Schwäbischen Albvereins gegenüber Fremden und anderen Völkern zeigte sich durch die Gründung der Europäischen Wandervereinigung im Jahre 1969 durch unseren früheren Vorsitzenden Georg Fahrbach. Zusammentreffen vieler europäischer Wanderfreundinnen und Wanderfreunde vertieften die Freundschaften untereinander. Volkstänzer haben Freundschaften geschlossen und die Kulturen, Sitten und Bräuche kennen und schätzen gelernt. Ein Bild von dem miteinander Tanzen und Musizieren können Sie sich an verschiedenen Plätzen hier während des Landesfestes machen.
Heute bringen der Schwäbische Albverein und seine Ortsgruppen den Flüchtlingen Offenheit, Toleranz, Verständnis und Hilfsbereitschaft entgegen. In den Blättern des Schwäbischen Albvereins können Sie sich über einige Beispiele positiver Integration informieren.
Ich bitte Sie, unseren Flüchtlingen gegenüber tolerant zu sein und sie in Ihr Ortsgruppenleben einzubeziehen.

Von zwei einschneidenden personellen Veränderungen in unserer Hauptgeschäftsstelle möchte ich Ihnen noch berichten. Im letzten Herbst ist Herr Leonhard Groß in seinen wohlverdienten Altersruhestand gegangen. Er hat über 30 Jahre sehr verantwortungsvoll die Mitgliederverwaltung betreut. Er war in unserer Finanzabteilung für den Zahlungsverkehr ein absolut verlässlicher Mitarbeiter. Er hatte mit jeder Ortsgruppe Kontakt, z. B. wegen Anmeldungen neuer Mitglieder, Jahresabrechnungen und Listen der Jubilare. Er war für den Schwäbischen Albverein ein sehr wichtiger Mitarbeiter, wofür ich ihm sehr dankbar bin.
Die zweite einschneidende Personalveränderung wird demnächst stattfinden. Herr Werner Breuninger wird uns demnächst verlassen. Auch er beginnt seinen wohlverdienten Ruhestand. Über 30 Jahre hat er für den Schwäbischen Albverein als Naturschutzreferent einen wertvollen Dienst geleistet. Er hatte sich verantwortungsvoll um den Naturschutz des Gesamtvereins und der Ortsgruppen, um die Natur- und Landschaftsschutzgebiete gekümmert. Er organisierte zahllose Pflegemaßnahmen, Tagungen und Lehrgänge. Er hatte unseren Landschaftspflegetrupp sehr erfolgreich beaufsichtigt und eingesetzt.
Sehr geehrter Herr Breuninger, ich möchte Ihnen an dieser Stelle sehr herzlich Dank sagen. Bitte nehmen Sie den Applaus der Teilnehmer dieser Hauptversammlung als Dank des gesamten Schwäbischen Albvereins entgegen.

Zum Abschluss meines Berichtes danke ich allen, die mich bei meiner Aufgabe unterstützt haben und die sich für unseren Verein in den Ortsgruppen, in den Gauen, im Gesamtverein, im Hauptausschuss und im Vorstand eingesetzt haben. Ich sage ausdrücklich bei allen, und meine alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam mit ihren Familienangehörigen, Partnerinnen und Partnern.
Ein weiterer besonderer Dank gilt meinen beiden Stellvertretern Reinhard Wolf und Hansjörg Schönherr. Ihr seid für den Schwäbischen Albverein und für mich sehr wichtige und unverzichtbare Mitverantwortliche und Freunde.
Für die vor uns liegende Zeit bitte ich Sie alle um Ihre Unterstützung und bitte Sie, sich weiterhin zum Wohle des Schwäbischen Albvereins und damit auch zum Wohle unserer Heimat einzusetzen. Gemeinsam können wir die Zukunft meistern.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und schließe meinen Bericht mit einem herzlichen Frisch Auf!
Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Winnenden, 8. Mai 2016