Wandertipps – Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb – Digelfeld

Thema Wandertipps Artikel 23 von 45

Ein prächtiges Beispiel für eine Wacholderheide ist das Digelfeld bei Hayingen (Landkreis Reutlingen, Bild mit dem Runden Burren im Hintergrund). Wacholderheide DigelfeldEs steht seit 1955 unter Landschaftsschutz und ist seit 1991 Naturschutzgebiet mit einer Größe von 121,4 Hektar. Zu Recht wird sein intaktes Ökosystem, das harmonische Landschaftsbild und sein historisch-kultureller und wissenschaftlicher Wert gerühmt. Auf kleinem Raum kann man hier nicht nur eine Wacholderheide mit einer Fülle von Pflanzen der Halbtrockenrasen sowie Enzian- und Orchideenarten erleben, sondern auch drum herum eine vielgestaltige, kleinstrukturierte Alb-Landschaft mit Waldrändern, Kiefernwäldchen, Heckengruppen, Wiesen und eingestreuten Feldern. Auch der Schwäbische Albverein hat dort Grundbesitz; am Fuß des Runden Burrens wurde ein Feldflorareservat angelegt.

Das Naturschutzgebiet Digelfeld liegt in einer touristisch gut erschlossenen Region, im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Es ist über Hayingen erreichbar, liegt direkt am kleinen Sträßchen von Hayingen nach Eichstetten / Pfronstetten. Vom Wanderparkplatz geht es auf ausgeschilderten Wegen hindurch. Bitte unbedingt auf den Wegen bleiben, ansonsten zerstören Sie eine unwiederbringliche Natur.
Man sollte genug Zeit und ein Fernglas mitbringen, wenn man die Vielfalt der Pflanzen, Insekten und Schmetterlinge erleben will.
Demjenigen, der sich auch für die Umgebung interessiert, ist die Wanderung durchs Glastal empfohlen (ca. 5 km). Vom Wanderparkplatz Digelfeld geht es auf dem HW 2 hinab ins Tal bis zur Hayinger Brücke, dann im Glastal abwärts weiter auf dem HW 2. Unterhalb der Ruine Alt-Ehrenfels geht es im Schweiftal wieder auf die Höhe (Albvereinsweg rote Gabel), am Waldrand entlang und hinauf zum Runden Burren mit schöner Weitsicht. Auf dem Albvereinsweg (rote Gabel) geht es wieder zurück zum Wanderparkplatz Digelfeld.
Die Wandermöglichkeiten in der Gegend sind nahezu unbegrenzt; mit der Wimsener Höhle und dem Großen Lautertal sind nur die Hauptattraktionen genannt.
Kulinarisch hat das Biosphärengebiet Schwäbische Alb einiges zu bieten, womit wir wieder beim Thema »Lammfleisch« wären: Die Wirtschaften, vor allem die Biosphärengastgeber, haben vorzügliche Lammgerichte auf der Speisekarte, sogar mit Herkunftsnachweis des Fleischs.

Kartenmaterial: Wanderkarte 1:35.000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, Blatt 26, Ehingen, Münsingen

Wandertipp im Schmeiental bei SigmaringenWandertipps – Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb: Neuffener Heide