Wandertipp um Reutlingen: auf Roßberg und Roßfeld

Thema Wandertipps Artikel 14 von 45

Der Roßberg (869 m ü. NN) mit seinem weithin sichtbaren Turm und dem Roßfeld ist die am weitesten ins Vorland herausragende Flanke der Schwäbischen Alb.

Auf dem Gipfel befinden sich das Wanderheim Roßberg mit dem Roßbergturm mit atemberaubendem Blick auf den Albtrauf. Das Roßfeld mit seinen weiten Wiesen und den mächtigen alten Bäumen ist so anmutig wie eine Parklandschaft.

Blick vom Ropfeld auf den Roßberg Weiterlesen

Wandertipp um Reutlingen: auf den Barmkapf

Thema Wandertipps Artikel 12 von 45

Ein Geheimtipp für Ruhesuchende mit herrlichem Blick auf den Roßberg mit seinem Albvereinsturm

Blick vom Barmkapf auf den Roßberg

Der Barmkapf (737 m ü. NN) liegt bei Gönningen über dem Wiesaztal. Von der gegenüberliegenden Höhe grüßt der Roßberg. Eine Fülle von seltenen Felsenpflanzen, niederwüchsigen Eichen und alten Linden säumen den Weg an seinem Steilabfall.

Start: Von Gönningen (Ortsmitte) aus auf dem Albvereinsweg (blaues Dreieck) ca. 700 m bergauf, dann rechts abbiegen auf den Forstweg (Albvereinsweg blaues Dreieck) und gleich links hinauf auf den Barmkapf (blaue Gabel).

Wandertipp Reutlingen: Bäche, Seen, blumenbunte Wiesen

Thema Wandertipps Artikel 11 von 45

Eine Wanderung für Naturliebhaber

Rundwanderung, 12 km

Start: Wanderparkplatz Breitenbachquelle an der K 6729 zwischen Pfullingen und Gönningen.
Vom Parkplatz aus führt der Albvereinsweg (blaue Gabel) am Bach entlang zur Breitenbachquelle (mit Rast- und Grillplatz) und weiter bis auf den Pfullinger Berg mit seiner botanischen Pracht. Im Naturschutzgebiet Unterer Gielsberg sind im Sommer unsere buntesten Wiesen mit ihrer Vielfalt und Farbenpracht zu bewundern. Die Mähder oder Berg-Kalkmagerwiesen stehen unter Naturschutz.

Pfullinger Berg

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Jahresbericht des Hauptjugendwarts

Thema Landesfest 2014 Artikel 6 von 6

Sehr geehrter Herr Minister Untersteller,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Bosch,
sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Ehrengäste,
liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,

vielen Dank für die erneute Gelegenheit, Ihnen über die Jugendarbeit der vergangenen 12 Monate berichten zu können und gemeinsam mit Ihnen ein paar für uns wichtige Themen anschneiden zu können.

Beginnen möchte ich meinen Bericht mit der vergangenen und aktuellen Situation auf der Jugend- und Familiengeschäftsstelle. Denn 2013 war, insbesondere für die Mitarbeiter der Jugend- und Familiengeschäftsstelle nicht immer einfach, gilt es doch viele bunte Angebote zu bearbeiten. Hinzu kam ein freudiges Ereignis, ist doch Martina Zeltwanger, unsere Sachbearbeiterin für Freizeiten und das Rechnungswesen, schwanger geworden. Dementsprechend haben wir uns im Oktober um eine Nachfolgerin für den Mutterschutz bemüht und mit Frau Tatjana Konetzke eine in meinen Augen sehr engagierte und versierte Nachfolgerin gefunden die sich seit Dezember rasch und selbstständig in ihre Aufgaben eingearbeitet hat – ich hoffe, wir arbeiten noch weit über das Jahr der Kooperation hinaus zusammen.

2011 haben wir uns gemeinsam mit den Familien im Schwäbischen Albverein entschieden, eine gemeinsame Geschäftsstelle zu betreiben um damit Synergieeffekte nutzen zu können, von einander zu lernen, uns in unseren Unterschieden zu ergänzen und unsere gemeinsamen Ziele einfacher zu verfolgen.

Diese ganz spezielle Kooperation haben wir Ende letzten Jahres evaluiert. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass  unser Bestreben nicht immer, aber oft von Erfolg gekrönt war.

Dieses Ergebnis treibt uns für die Zukunft umso mehr an, als dass wir unsere gemeinsame Zusammenarbeit weiter verstärken wollen, indem wir Gemeinsamkeiten, die unsere Stärken sind weiter forcieren und Unterschiede entsprechend behandeln – ganz in dem Bewusstsein, dass der demographische Wandel bereits heute bei uns und auch im Schwäbischen Albverein – wie überall – stattfindet und es unsere gemeinsame Aufgabe ist, den Schwäbischen Albverein auf dem Weg in eine weiter erfolgreiche Zukunft zu unterstützen und hierfür Impulse zu setzen

Einmal mehr bewiesen haben wir unsere enge Verbindung bei unserer gemeinsamen Familienausschusssitzung und Jugendvertreterversammlung im Februar diesen Jahres. Unter dem Motto „Eine Entdeckungsreise durch die Welt der Möglichkeiten. Wie kann Gruppenarbeit für Kinder, Jugendliche und Familien im Schwäbischen Albverein ein Jahr lang gestaltet werden“, haben wir uns ausgetauscht, Ideen gesammelt und ausprobiert, was wir alle in der Gruppe gestalten können. Aufgebaut haben wir damit auf die Ergebnisse der letzten gemeinsamen JVV / FASS 2011, auf der wir Zielgruppen definiert haben und unser Angebot, bzw. welches Angebot wünschenswert für diese wäre, aufgezeigt haben. Herausgekommen sind viele konkrete Ideen, die zu verschiedenen Aspekten der Gruppenarbeit, wie zum Beispiel bei Ausflügen oder für regelmäßige Gruppenstunden Möglichkeiten aufzeigen. Die Ergebnisse werden wir in einer Arbeitshilfe festhalten und gemeinsam Möglichkeiten suchen, diese Ideen gemeinsam mit den Ortsgruppen und Gauen umzusetzen, um die Arbeit vor Ort zu unterstützen.

Neben der Arbeit haben wir natürlich auch die Gelegenheit genutzt, uns intensiv auszutauschen und weiter kennenzulernen – ganz unter unserem diesjährigen Jahresmotto dem „Jahr der Kooperation“.

Erwähnen möchte ich auch, dass von der gemeinsamen Versammlung ein Antrag zur pauschalen Vergütung bzw. Aufwandsentschädigung ehrenamtlicher Hauptfachwarte sowie deren Stellvertreter einging, um ihre Arbeit auch mit einem kleinen finanziellen Trostpflaster zu würdigen. Einer – für mich sehr kurzen Diskussion – folgte ein eindeutiges Abstimmungsergebnis, welcher den Antrag positiv beschied und nun zur weiteren Diskussion an den Gesamtvorstand weitergeleitet wird.

Richtig abgeschlossen haben wir das letzte Jahr jedoch erst vor kurzem mit der Fertigstellung des Jahresabschlusses 2013. Erneut konnten wir über alle unsere Freizeiten hinweg ein positives Ergebnis erzielen und unseren Planungen von Einnahmen und Ausgaben Rechnung tragen.

Dabei kristallisiert sich in den letzten Jahren mehr und mehr für uns heraus, dass Zuschussmittel des Landes Baden-Württemberg sehr lange benötigen, bis diese abgerechnet sind. Dies hat sich auch in diesem Jahr erneut bestätigt. Dadurch entstehen buchhalterisch Sondereffekte, da diese in einem Jahr nicht abgerechnet werden und im Folgejahr doppelt im Haushalt aufgeführt werden. Schwerer wiegen für uns jedoch die planerischen Unsicherheiten, da dies unsere Kalkulation der uns zur Verfügung stehenden Mittel deutlich erschwert.

Bereits im letzten Jahr habe ich an dieser Stelle von unseren Bemühungen berichtet, unsere Ehrenamtlich Tätigen in der Breite, also nicht nur auf zentraler Ebene, sondern ebenso in den Ortsgruppen und Gauen gut auszubilden. Damit werden wir unserer Verantwortung gegenüber Teilnehmern wie auch Aktiven gegenüber gerecht – ganz entsprechend unserer Leitbilder.

Diese Verantwortung wahrzunehmen und ihr gerecht zu werden, wird zunehmend auch vom Gesetzgeber gefordert. Bereits 2012 trat das „Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen – Bundeskinderschutzgesetz“ (BkiSchG) nach einem langem Prozess in Kraft und wird nun allmählich auch bei uns im Ländle umgesetzt. Die meiste Beachtung findet dabei die Forderung, einschlägig vorbestrafte Personen von einer Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit auszuschließen. Um dies zu gewährleisten, sollen Vereine Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis der bei uns Tätigen nehmen und dies mit dem zuständigen Jugendamt verbindlich vereinbaren.

Da es für diesen Vorgang keine landesweit einheitliche Regelung gibt, sondern jeder Verein mit dem zuständigen Jugendamt eine eigene Vereinbarung abschließen muss, möchte ich Sie bitten, nach einer etwaigen Kontaktaufnahme durch das zuständige Jugendamt auf uns zuzukommen, dann können wir gemeinsam mit dem Jugendamt die Vereinbarung erarbeiten und unterzeichnen. Die Vereine sind dabei nicht in der Pflicht, auf die Jugendämter zugehen!

Weiterhin schreibt das Gesetz eine Qualitätsentwicklung und –sicherung vor – damit komme ich wieder auf den Anfang meiner Ausführungen zu diesem Thema zurück, und ich kann nicht oft genug erwähnen, wie wichtig vor allem die Ausbildung und regelmäßige Fortbildung der ehrenamtlich Tätigen ist. Die Jugendleitercard ist hierbei nicht nur als Nachweis von ehrenamtlicher Tätigkeit, sondern vor allem auch als Qualitätskriterium zu betrachten.

Damit der Kinder- und Jugendschutz nicht nur auf die Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse reduziert wird, sind sich alle Beteiligten einig, dass nur die Entwicklung und Umsetzung von Präventions- und Schutzkonzepten zielführend ist. Die Entwicklung des Projektes fair.stark.miteinander. gemeinsam mit der Deutschen Wanderjugend und die inhaltliche Erarbeitung unserer Leitbilder hat eine sehr gute Basis im Verein hierfür geschaffen. Lassen Sie uns dieses Projekt im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes weiterentwickeln und in alle Ebenen unseres Vereins transportieren und verankern, denn Kinderschutz geht uns alle an! Schaffen können wir dies nur, wenn wir gemeinsam zusammenarbeiten.

Vor uns liegt nun der Sommer. Diesen werden wir auch in diesem Jahr mit unserem FuchsFarmFestival einläuten. In diesem Jahr stehen bei der dort stattfindenen Jugendvertreterversammlung Wahlen für die Beisitzer im Jugendbeirat und die beiden Stellvertreterposten an.

Die Neuwahl von sechs der sieben Mitglieder des Jugendbeirates wird mit Sicherheit einen großen Umbruch darstellen, ich bin jedoch zuversichtlich, dass es uns wieder gelingt, mit neuen Gesichtern neue Impulse zu bekommen.

Um diese Impulse zu ermöglichen und unseren Aktiven den Einstieg in den Jugendbeirat zu erleichtern, werden wir in diesem Jahr für die Posten zugleich konkrete Themen- und Fachbereiche, wie z.B. „zentrale Veranstaltungen“ oder „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ vergeben, so dass interessierte Personen nach ihrer Interessenlage über eine Mitarbeit entscheiden können, und nicht erst nach der Wahl Aufgaben verteilen.

Nach dem FuFaFe starten wir dann so richtig wie in jedem Jahr in die Freizeitsaison 2014, auf die ich mich – wie viele andere auch, wenn ich unsere Anmeldezahlen betrachte – sehr freue.

Wenn im Herbst dann schließlich alle Freizeiten und Zeltlager vorüber sind, werden wir erstmals ein gemeinsames Wochenende aller auf unseren Freizeiten und Zeltlagern engagierten Ehrenamtlichen veranstalten.

Zum Abschluss meines Berichtes, möchte ich Sie nun noch darauf hinweisen, dass wir unsere Homepage einem kleinen Facelift unterzogen haben. Ich würde mich über ein Feedback Ihrerseits hierzu sehr freuen, was Ihnen besser und weniger gefällt, was fehlt und was passt.

Nun möchte ich mich zunächst bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit während meiner Ausführungen bedanken. Ebenso wie ich mich bei allen Ehren- und hauptamtlich Aktiven für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen in die Schwäbische Albvereinsjugend und auch in mich – insbesondere dem Vorstand und Präsidium bedanke. Vor allem möchte ich mich aber bei all jenen bedanken, die uns dieses schöne Landesfest bescheren.

Michael Neudörffer

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Podiumsdiskussion „Wandern und Gesundheit“

Thema Landesfest 2014 Artikel 5 von 6

 

Ein für die Öffentlichkeit hochinteressanter Programmpunkt des Landesfests in Reutlingen war die Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema „Wandern und Gesundheit“ am 31. Mai im Spitalhof.

Albvereins-Präsident Dr. Rauchfuß und Gerlinde Kretschmann bei der Podiumsdiskussion "Wandern und Gesundheit"

Der Reutlinger Sportmediziner Dr. med. Christian Venter und Dr. med. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Schwäbischen Albvereins, sowie weitere Gäste, darunter die prominente Wanderführerin Gerlinde Kretschmann sowie der deutsche Leichtathlet Tobias Unger waren zusammengekommen, um die positive Auswirkung von Bewegung auf Körper und Seele aufzuzeigen und darüber zu debattieren. Mit dabei waren außerdem der Sportwissenschaftler Thomas Bader sowie der Schauspieler und Theaterpädagoge Stefan Österle, welcher die Veranstaltung moderierte. Er ist augebildeter Schulwanderführer und betreut derzeit auch das Projekt „Draußenschule“ in Stuttgart. Hier ist er als Netzwerker zwischen der Schule, dem Deutschen Wanderverband und dem Schwäbischen Albverein tätig.

„Während unsere Vorfahren noch täglich zehn bis 20 Kilometer liefen“, erklärte Venter, „so sind es heute nur noch 300 bis 700 Meter“. Dabei sei körperliche Bewegung ein klares Muss, wenn es um Prävention und Lebensqualität gehe. Wer sich mehr bewege, brauche in der Regel auch weniger Medikamente, meinte der Facharzt.

Ins gleiche Horn stieß Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und machte Werbung für das seit 2013 im Albverein angebotene Gesundheitswandern. Diese Aktivität fördere die Ausdauer, und in Kombination mit gesunder Ernährung mache es auch schlank. „Gesundheitswandern hat nicht nur einen kurzfristig entspannenden bzw. kräftigenden Effekt, sondern ist nachhaltig präventiv“, erklärte der Albvereinspräsident. Es verringere die maximale Herzfrequenz, senke den Blutdruck und stärke den Kreislauf. „Laut einer Studie, die das Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung (ILUG) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unlängst durchgeführt hat, konnte durch Gesundheitswanden ein positiver Effekt auf die Gesundheit nachgewiesen werden“, wusste Rauchfuß.

Im Anschluss an die Vorträge berichtete Gerlinde Kretschmann von ihren Erfahrungen als Lehrerin, wonach heutige Kinder sehr passiv seien: „Manche können kaum noch auf einem Randstein balancieren“, so das Albvereinsmitglied. Sie ist der Meinung, dass sich auch Erwachsene mehr bewegen müssten – zum Beispiel in Form von Wandern – um  Kindern und Jugendlichen ein Vorbild zu sein.

Sabine Wächter, Pressereferentin des Schwäbischen Albvereins

Traditionelle Mitgliederversammlung in hochmoderner Stadthalle

Thema Landesfest 2014 Artikel 4 von 6

Die Stadthalle Reutlingen war gut gefüllt und bot bei der Hauptversammlung des Schwäbischen Albvereins am 1. Juni 2014 einen spannungsvollen Anblick: Moderne Architektur kombiniert mit bunter Tradition. Die vielen Besucher in ihren schönen Trachten und bestückt mit bunten Wimpeln schufen ein beeindruckendes Bild innerhalb des progressiven Interieurs der Stadthalle.

Bei der Eröffnung begrüßte Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß Mitglieder und Gäste, namentlich den Ehrenpräsidenten Peter Stoll sowie die zahlreiche Politprominenz, darunter Minister Franz Untersteller, MdL, Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, Regierungspräsident Hermann Strampfer, Landrat Thomas Reumann, zudem den Schwarzwaldvereinspräsidenten Georg Keller und den LNV-Vorsitzenden Reiner Ehret und viele mehr. Seinen besonderen Dank für die Ausgestaltung und Organisation des Festes richtete Rauchfuß an den Vorsitzenden des Lichtenstein-Gaus Thomas Keck.

Festrede des Umweltministers

Ein besonderes Highlight der Mitgliederversammlung noch vor dem Bericht des Präsidenten war die Festrede des Umweltministers Franz Untersteller.  Er lobte die wertvolle und wichtige Arbeit des Schwäbischen Albvereins zur Pflege von Kultur, Heimat und Natur. Darüber hinaus unterstrich er den Beitrag, welchen der Albverein durch seine vielen Wander- und Bewegungsangebote zur gesundheitlichen Prophylaxe der Menschen leiste. Seiner Meinung nach müsse man auch die jungen Menschen mehr an den Naturschutz – in Form von Umweltbildung – heranführen. „Viele kennen mehr Handy-Klingeltöne als Pflanzenarten“, monierte Untersteller. Der Schwäbische Albverein habe hier einen breiten Katalog an Möglichkeiten im Gepäck, um diesem Trend entgegenzuwirken. Er führte als Beispiel das Engagement des Schwäbischen Albvereins auf dem Gebiet des Schulwanderns und des in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wanderverband durchgeführten aktuellen Projekts „Draußenschule“ auf. Darüber hinaus bedankte sich Untersteller bei den vielen tausend Ehrenamtlichen, ohne deren Leistung, es das umfangreiche Angebot des Albvereins gar nicht gäbe.

Überraschung für Rauchfuß

Bevor sich der Minister verabschiedete, kam ihm noch eine überraschende und ehrenvolle Aufgabe zu. Er konnte als Erster dem Albvereinspräsidenten zum Erhalt der Goldenen Ehrennadel – der höchsten Auszeichnung innerhalb des Vereins – gratulieren. Dieser Programmpunkt der Mitgliederversammlung war spontan durch die beiden Vizepräsidenten Hansjörg Schönherr und Reinhard Wolf eingeschoben worden. Sie sind der Meinung, dass Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß als großer Akteur diese hohe Auszeichnung längst verdient habe und nun – nachdem er im Vorjahr auch noch die Jubiläumsfeierlichkeiten mit Bravour gestemmt habe – definitiv geehrt werden müsse. Rauchfuß zeigte sich überrascht, gerührt und amüsiert über die Programmänderung bei der Hauptversammlung und bedankte sich mehrmals für die Verleihung der Ehrennadel.

Bericht des Präsidenten

Zum 13. Mal stand Rauchfuß mit dem Bericht des Präsidenten vor der Mitgliederversammlung des Schwäbischen Albvereins. Ein Jahr nach dem Albvereinsjubiläum sei man mit dem Thema Gesundheitswandern und der Stärkung von Familien- und Jugendarbeit ein gutes Stück vorangekommen und wolle auch weiterhin auf diese Zugpferde setzen, meinte Rauchfuß zu Beginn seiner Rede.

Er zog zudem Bilanz zum Jubiläumsjahr 2013, dankte den Ortsgruppen für ihre fleißige Arbeit, erwähnte den Weltrekordtitel in der Kategorie „Die meisten Maibaum-tanzenden Menschen“, welchen die Volkstänzer im Vorjahr in Ulm erworben hatten. Ebenso machte er auf die erfolgreiche Arbeit des Schwäbischen Albvereins im Bereich Naturschutz aufmerksam und erinnerte an den Erhalt des Landesnaturschutzpreises durch die Stiftung Naturschutzfonds im Vorjahr. Dann kam er auf das Thema Gesundheitswandern zu sprechen. „Gesundheitswandern ist ein tolles Bewegungsprogramm das Wandern, Naturerlebnisse, Geselligkeit und physiotherapeutische Übungen wirkungsvoll kombiniert“, so der Albvereinspräsident. Das Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg habe eine  wissenschaftliche Studie durchgeführt, die belege, dass Koordination, Ausdauer, Wohlbefinden, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf- und Immunsystem durch Gesundheitswandern gestärkt würden. Für dieses neuartige Angebot habe man eine größere Anzahl Gesundheitswanderführerinnen und Gesundheitswanderführer ausbilden lassen, um ein einigermaßen flächendeckendes Angebot machen zu können. „Ich sehe mit dem Angebot von Gesundheitswanderungen für unsere Ortsgruppen eine von vielen Möglichkeiten, neue Mitglieder zu gewinnen“, erörterte Rauchfuß.

Förderung von Familiengruppen

Eine weitere, wichtige Möglichkeit zum Mitgliedererhalt und -zuwachs sei die Förderung von Familiengruppen. Rauchfuß appellierte an die Ortsgruppen, hier am Ball zu bleiben. „Für die Nachhaltigkeit der Familienarbeit im Albverein müssen ständig neue junge Familien als Mitglieder gewonnen werden und Familiengruppen gegründet werden“, betonte Rauchfuß. Nur so könne auch die Altersgruppe der 30- bis  50-Jährigen wachsen. Bei der Familienarbeit sollen die Ortsgruppen von Seiten der Hauptgeschäftsstelle unterstützt werden. Nicht zuletzt dafür soll die im Hauptausschuss beschlossene Beitragserhöhung von zwei Euro pro Vollmitglied dienen.

Eine besondere Herzensangelegenheit des Albvereinspräsidenten ist das Schulwandern. „Zumindest Grundschüler sollten einen Tag in der Woche Unterricht in der freien Natur haben“, davon ist Rauchfuß nach wie vor überzeugt.  Inzwischen gibt es ein neues Projekt  des DWV  „Schulwandern  –  Draußen erleben. Vielfalt entdecken. Menschen bewegen“. Rauchfuß zeigte sich deshalb besonders erfreut darüber, eine der drei Draußenschulen in Deutschland eine Schule im Vereinsgebiet, sprich in Stuttgart, ist. Der Schwäbische Albverein stehe dem Schulprojekt beratend und begleitend zur Seite.

Zum Schluss seiner Rede bedankte sich Rauchfuß bei allen Aktiven sowie den beiden Vizepräsidenten für ihren unermüdlichen Einsatz.

Nach der Mitgliederversammlung fand ein großer Wimpelumzug von der Stadthalle über das Tübinger Tor bis zum Marktplatz statt. Besonders beeindruckend bei dem Umzug waren die in- und ausländischen Fahnenschwinger, die auch während des gesamten Wochenendes ihr Können zeigten.

Auf youtube gibt es einen Film übers Landesfest.

Das nächste Landesfest findet vom 8.-10. Mai 2015 in Sigmaringen statt.

Sabine Wächter, Pressereferentin des Schwäbischen Albvereins

 

 

 

 

Jahresbericht des Albvereins-Präsidenten

Thema Landesfest 2014 Artikel 3 von 6

Hauptversammlung  2014, Stadthalle Reutlingen, 1.6. 2014

Sehr geehrte Ehrengäste,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde!

Zu Beginn meines Berichtes darf ich Sie bitten, sich zu Ehren unserer verstorbenen Mitglieder von Ihren Plätzen zu erheben. Eine große Anzahl unserer Wanderfreundinnen und Wanderfreunde haben seit der letzten Hauptversammlung in Plochingen ihre letzte Wanderung angetreten. Wir danken unseren verstorbenen Mitgliedern dafür, dass sie unserem Schwäbischen Albverein die Treue gehalten haben, dass sie unseren Schwäbischen Albverein mitgestaltet haben und dass wir ihre Weggefährten sein durften. Den Angehörigen sprechen wir unser Mitgefühl aus. Wir werden das Andenken der Verstorbenen in Ehren bewahren.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Das zurückliegende Jahr war geprägt durch viele Veranstaltungen anlässlich unseres Jubiläums. Der Schwäbische Albverein hat mit seinen Mitgliedern und seinen Freunden das 125-jährige Jubiläum angemessen gefeiert. Bei einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann unsere Aktivitäten gelobt. Der Freiburger Prof. Dr. Werner Mezger stellte fest, dass unsere größte Leistung die Erfindung der Schwäbischen Alb ist. Der Festakt wurde durch die Volkstanzmusik Frommern und durch farbenfrohe Volkstanzgruppen bereichert.

In der Hauptversammlung am Gründungsort Plochingen stellte Landtagspräsident Guido Wolf fest, dass die Schwäbische Alb Karriere gemacht hat, die sie dem Albverein zu verdanken hat. Des Weiteren definierte er: „Wandern ist beten mit den Füßen.“

Die Vereinsleitung hat im Herbst die Vorsitzenden der Ortsgruppen zum Jubiläumsvesper eingeladen. In Riedlingen, Mainhardt und Owen wurde Dank und Anerkennung für die fleißige Arbeit der Ortsgruppen und Gaue ausgesprochen. Ideen für die zukünftigen Aktivitäten und für Mitgliederwerbung wurden erörtert.

Unseren Volkstänzern gelang es in Ulm, einen Weltrekord aufzustellen. 388 Tänzerinnen und Tänzer gruppierten sich um acht Maibäume und absolvierten über zehn Minuten einen den Regeln entsprechenden Bändertanz. Von Guinness World Records wurde hierfür der Weltrekord-Titel in der Kategorie „Die meisten Maibaum-tanzenden Menschen“ verliehen.

Auch im Bereich Naturschutz hat der Schwäbische Albverein öffentliche Anerkennung erhalten. Die seit 2003 jährlich durchgeführten Blumenwiesenfeste wurden mit dem Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg gewürdigt. Unter der Leitung unseres ehemaligen Vizepräsidenten Prof. Dr. Theo Müller wurden zahlreiche Exkursionen auf unseren Blumenwiesen durchgeführt. Seit einigen Jahren werden zusätzlich umweltpädagogische Begleitprogramme für Kinder angeboten. Hier können Kinder Pflanzen und Tiere anfassen. Spielerisch lernen sie so Pflanzen und Tiere kennen. Ein Eindruck von der biologischen Vielfalt wird vermittelt. Die Blumenwiesenfeste sind ein Erfolgsprogramm geworden. Für Familiengruppen sind diese Naturerlebnisse bestens geeignet und sehr empfehlenswert.

Letztes Jahr wurden Gesundheitswanderungen neu in das Angebot des Schwäbischen Albvereins aufgenommen. Gesundheitswandern ist ein tolles Bewegungsprogramm, das Wandern, Naturerlebnisse, Geselligkeit und physiotherapeutische Übungen wirkungsvoll kombiniert.

Das Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat eine wissenschaftliche Studie durchgeführt und belegt, dass unsere Gesundheitswanderungen folgende Anforderungen erfüllen:

– Stärkung von Koordination, Kraft, Ausdauer und Entspannung

– Minderung von Risikofaktoren

– Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens.

Auch wurde bewiesen, dass positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, auf den Stoffwechsel, auf den Bewegungsapparat, auf das Immunsystem und auf die Psyche zu verzeichnen sind.

Allerdings werden diese Effekte nachhaltig nur erzielt, wenn die Gesundheitswanderungen kursmäßig (acht bis zehn Wanderungen pro Kurs) durchgeführt werden. Die Wanderungen dauern ca. zwei Stunden. Dabei wird auf einer Strecke von ca. 3 – 5 km abwechselnd gewandert und bei Stopps zwischendurch mit speziellen Übungen z. B. die Muskulatur gekräftigt und gedehnt und auch die Koordination geschult. Zusätzlich wird noch theoretisches Wissen z. B. bezüglich gelenkschonender Bewegung im Alltag und gesunder Ernährung vermittelt.

Für dieses neuartige Angebot haben wir anlässlich des 125-jährigen Jubiläums eine größere Anzahl Gesundheitswanderführerinnen und Gesundheitswanderführer ausbilden lassen, um ein einigermaßen flächendeckendes Angebot machen zu können.  Während der Sommermonate wurden über unser Vereinsgebiet verteilt zahlreiche dreiteilige Schnupperkurse angeboten.

Vor drei Wochen fand der erste Aktionstag „Gesundheitswandern“ auf der Burg Derneck statt. Zahlreiche Wandergruppen schwärmten mit zertifizierten Gesundheitswanderführerinnen und Gesundheitswanderführern aus und kamen begeistert wieder zum Wanderheim zurück. Physiotherapeuten erklärten in einem Vortrag Wissenswertes über gelenkschonendes Wandern, und der ehemalige Hochsprungstar Carlo Thränhardt berichtete, wie er sich für seine Welt- und Europarekorde motiviert hatte.

Gestern führten wir eine Informationsveranstaltung mit zwei Referaten und einer Podiumsdiskussion über das Gesundheitswandern durch.

Um die Motivation und die Qualität unserer Gesundheitswanderführer ständig zu verbessern, werden zukünftig regelmäßig Fortbildungs-veranstaltungen für unsere Gesundheitswanderführer angeboten.

Ich sehe mit dem Angebot von Gesundheitswanderungen für unsere Ortsgruppen eine von vielen Möglichkeiten, neue Mitglieder gewinnen zu können.

Gesundheitswanderungen haben eine Zukunft. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Bevölkerung  noch mehr für ihre gesundheitliche Prävention unternehmen will. Hierfür bietet sich das Gesundheitswandern als ein niederschwelliges Angebot für jeden an, der etwas für seine Gesundheit machen möchte.

Selbstverständlich müssen weiterhin von den Ortsgruppen geführte Wanderungen durch ambitionierte Wanderführer angeboten werden. Deshalb werde ich Sie immer wieder auffordern: Motivieren Sie geeignete Mitglieder und schicken Sie diese zur Heimat- und Wanderakademie, um sich dort zu Wanderführern ausbilden zu lassen.

Wie in den letzten Jahren werde ich auch dieses Jahr Werbung für die Familienarbeit in unseren Ortsgruppen machen. Wir hatten ca. 250 Familiengruppen. Allerdings schrumpft diese Zahl. In einigen dieser Gruppen haben die jüngsten Kinder inzwischen ihre Berufsausbildung abgeschlossen oder das Abitur bestanden. Die Gruppen sind älter geworden, ohne eine Verjüngung vorgenommen zu haben. Diese Gruppen existieren eigentlich nicht mehr. Für die Nachhaltigkeit der Familienarbeit im Schwäbischen Albverein müssen ständig neue junge Familien als Mitglieder gewonnen werden und ständig neue Familiengruppen gegründet werden. Familiengruppen bringen neue Mitglieder insbesondere in der im Schwäbischen Albverein kaum mehr vorhandenen Altersgruppe der 30- bis  50-Jährigen. Wir müssen diese Altersgruppe mit allen seriösen Mitteln auffüllen. Denn diese Generation muss zunehmend die Verantwortung für die Fortführung der Ortsgruppen übernehmen. Eine nicht zu unterschätzende Zahl von  Ortsgruppen findet keinen Vorsitzenden und keine Fachwarte mehr.

Wir werden in den nächsten Jahren verstärkt die Gründungen von Familiengruppen vorantreiben. In Absprache mit dem Familienbeirat werden wir  die Ortsgruppen von Seiten der Hauptgeschäftsstelle unterstützen.

Gestern hat der Hauptausschuss eine Beitragserhöhung von 2,- € für Vollmitglieder beschlossen. Diese Mehreinnahmen sind vorgesehen für eine personelle Verstärkung und für Werbemaßnahmen zur Gründung von Familiengruppen.

Vor einigen Jahren habe ich in einer unserer Hauptversammlungen von meiner Vision und meiner Wunschvorstellung berichtet: Zumindest Grundschüler sollten einen Tag in der Woche Unterricht in der Natur haben. Inzwischen gibt es ein neues Projekt  des Deutschen Wanderverbands „Schulwandern  – Draußen erleben. Vielfalt entdecken. Menschen bewegen.“ Das Bundesamt für Naturschutz fördert mit erheblichen finanziellen Mitteln des Bundesumweltministeriums dieses Projekt. An einem Tag in der Woche werden Schüler draußen sein, um Natur und Kultur zu erkunden, biologische Vielfalt zu erleben und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken. Dabei werden die Schulen zwei Jahre fachlich und wissenschaftlich durch die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz als Kooperationspartnerin begleitet. So wird an drei Modellschulen in Deutschland nach und nach ein Modellkonzept mit Handlungsanregungen und Bildungsmaterial auch für andere Schulen in Deutschland entwickelt.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Frau Prof. Beate Jessel, erläuterte in einer Pressemitteilung, warum dieses Projekt im „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ gefördert wird: „Die Schüler können so ihre natürlich Umgebung im Jahresverlauf bewusst wahrnehmen und erfahren die Zusammenhänge, Einflüsse und Abhängigkeiten sowie Vielfalt in der Natur. Eigene gemeinsame Naturerfahrungen verhelfen ihnen letztlich dazu, auch selber gesellschaftliche Verantwortung für die biologische Vielfalt zu übernehmen und fördern darüber hinaus das soziale Miteinander“.

Besonders freut es mich, dass als eine der Draußenschulen die Hohensteinschule in Stuttgart-Zuffenhausen ausgewählt wurde, also eine Schule in unserem Vereinsgebiet. Der Schwäbische Albverein wird bei dem Projekt in dieser Schule mitarbeiten.

Zum Abschluss meines Berichtes danke ich allen, die mich bei meiner Aufgabe unterstützt haben und die sich für unseren Verein in den Ortsgruppen, in den Gauen, im Gesamtverein, im Hauptausschuss und im Vorstand eingesetzt haben. Ich sage ausdrücklich bei allen, und meine alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit ihren Familienangehörigen, Partnerinnen und Partnern.

Ein weiterer besonderer Dank gilt meinen beiden Stellvertretern  Reinhard Wolf und Hansjörg Schönherr.

Für die vor uns liegende Zeit bitte ich Sie alle um Ihre Unterstützung und bitte Sie, sich weiterhin zum Wohle des Schwäbischen Albvereins und damit auch zum Wohle unserer Heimat einzusetzen. Gemeinsam können wir die Zukunft meistern.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und schließe meinen Bericht mit einem herzlichen „Frisch Auf“.

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Schwäbischen Albvereins