Landesfest-Wimpelwanderung 2013

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Von Bad Friedrichshall nach Plochingen

3. Juni 2013, 1. Tag: Bad Friedrichshall – Kochendorf – Weinsberg

Nach vielen Tagen mit Regen und vielfachen Überschwemmungen, vor allem auch am Neckar, änderte sich zu Beginn unserer »Landesfest-Wimpelwanderung» das Wetter, und wir konnten zuversichtlich gestimmt am 3. Juni in Bad Friedrichshall starten.

Nach einem Empfang bei Herrn Bürgermeister Dolderer im Rathaus und der feierlichen Übergabe des »Landesfestwimpels» begannen wir, sieben ständige Wimpelwanderer, den ganzen Tag begleitet von Herrn BM Dolderer und weiteren Wanderfreunden aus Bad Friedrichshall, unsere Wanderung. Sie führte in östlicher Richtung zur Siedlung Plattenwald, weiter über Mönchswald nach Gellmersbach. Die dortige Leonhardskirche ist mit einer Kette umspannt und wurde dadurch zu einer »Kettenkirche». Sie hatte nach dem 2. Weltkrieg eine Notglocke, die noch heute sichtbar an der Außenfront angebracht ist.

Durch die herrlichen und weitläufigen Parkanlagen von Weißenhof (Psychiatrisches Zentrum) wurde durch Weinberge die Stadt Weinsberg mit ihrer Burg »Weibertreu» angewandert.

An der »Stauferstele» unterhalb der Burg wurden wir von einer von Dr. Lay vom Weinbauinstitut kommentierten Kernerweinprobe und Brezeln überrascht. Frau Eberle, gekleidet im Gewand einer Bürgersfrau aus der Zeit des Dichters und Arztes Justinus Kerner, führte anschließend gekonnt und humorvoll unsere Wandergruppe in der Burg Weibertreu, erzählte dabei verschiedene Geschichten und Anekdoten. Am frühen Abend, auf dem Weg zur Pension, kam auch die Sonne hinter den Wolken hervor. Später traf man sich nochmals mit zahlreichen Wanderfreunden aus Weinsberg und ließ den ersten Wandertag froh und gemütlich bei einem »Viertele»ausklingen.

4. Juni 2013, 2. Tag: Weinsberg  –  Naturfreundehaus »Steinknickle»

Die Sonne schien, und es war schon recht warm, als wir – inzwischen war unsere ständige Truppe auf neun Wimpelwanderer, die bis Plochingen dabei sein wollten, angewachsen – begleitet von drei Wanderfreunden aus Weinsberg zur zweiten Etappe aufbrachen. Sie führte zum Stämmlesbrunnen und durch das Stadtseetal auf dem HW 8, dem Frankenweg zur Reisbergbrücke (Brücke über die A 81).

Dort warteten zwei Wanderführer der Ortsgruppe Obersulm, die uns sowohl durch schöne und Schatten spendende Wälder, als auch auf einer alten Römerstraße zum »Teusserbad» bei Löwenstein brachten.

Während der Mittagspause beim Teusserbad hatten wir einen Presse- und Fototermin.

Gestärkt ging es, begleitet von zwei Wanderfreunden der Ortsgruppe Löwenstein zuerst über ca. 200 Treppenstufen hoch in den Ort, vorbei am Geburtshaus von Friederike Hauffe, als »Seherin von Prevorst»berühmt geworden, heute »Manfred-Kyber-Museum»und teilweise durch den Wald weiter zur Burg Löwenstein und einem herrlichen Aussichtspunkt, der eine 180 Grad Aussicht ermöglichte. In der Ferne sah man den »Katzenbuckel». Die Wanderung führte weiter über Hirrweiler, Horkenberg zum »Chausseehaus», wo die Wanderführer aus Wüstenrot uns empfingen und über Bernbach, den Ortsteil Hasenhof zum Naturfreundehaus »Steinknickle» brachten.

Außerhalb des Ortsteils Hasenhof wurden wir und unsere Augen mit einer herrlichen Orchideenwiese für unsere Mühen an diesem Tag belohnt.

Auch dieser Wandertag endete gemütlich bei einer Einkehr im Kreise der zahlreichen Wanderfreunde aus Neuhütten und Umgebung und später noch im Naturfreundehaus Steinknickle.

5. Juni 2013, 3. Tag: »Steinknickle»– Sulzbach/Murr  – WH Eschelhof

Bei schönstem Wetter starteten wir zum dritten Wandertag. Hervorragend geführt und informiert von Adolf Feucht aus Neuhütten, wanderten wir vorbei an prächtig blühenden Blumenwiesen, kleinen Teichen zum »Finsterroter See». Nach kurzem Aufenthalt und Verschnaufen ging es weiter durch Finsterrot, Kuhnweiler auf wunderschönen Wegen durch den Wald zur »Seewiese».

Nun waren wir im Rems-Murr-Gau angekommen. Bei der Seewiese gab’s Getränke, Kaffee und kleine Imbisshappen, was für eine willkommene, angenehme Überraschung sorgte; bei den herrschenden Temperaturen durchaus angebracht. Wir waren dafür sehr dankbar.

Mit Helmut Winter aus Sulzbach an der Murr wanderten wir auf mit herrlichen Blumenwiesen gesäumten Wegen nach Großhöchberg zur Mittagspause mit Einkehr im »Kabirinett», einem kleinen Theater. Dort gab es gekühlte Getränke, das mitgebrachte  Vesper wurde dabei verzehrt. Ausgeruht und gestärkt ging es durch Kleinhöchberg hindurch, und der Abstieg im Wald nach Sulzbach an der Murr nahte.

Nach dem Fototermin beim Schloss steuerten wir das Rathaus an, vor dem bereits Herr Bürgermeister Zahn wartete. Er lud uns ins Café ein. Dort informierte er über seine Stadt, und es entwickelten sich schöne Gespräche in der Runde. Nach dem Eintrag in unsere mitgeführte Dokumentation wurde ein Gruppenfoto vor dem Rathaus gemacht.

Nun kam der Aufstieg über Ittenberg zum Wanderheim Eschelhof. Dieser Anstieg war nochmals eine Schweiß treibende Angelegenheit bei diesen Temperaturen (ca. 27 Grad).

Der Abend im Eschelhof wurde sehr stimmungsvoll und erlebnisreich mit Musik und gemeinsamem Singen von Wanderliedern, begleitet vom Akkordeon und Mundharfe geradezu gefeiert. Für mich war es der, vom Wander- und Naturerlebnis gesehen, der schönste Wandertrag, der so stimmungsvoll und harmonisch endete.

6. Juni 2013, 4. Tag: WH Eschelhof – Backnang  – Winnenden

Auch am vierten Wandertag grüßte die Sonne, als wir das Wanderheim Eschelhof in Richtung Backnang verließen. Begleitet und geführt von Wanderfreunden aus Backnang und Winnenden, wanderten wir über Floßhau, Zell, Plattenwald, im Schatten der Murr entlang, vorbei am Freibad, an Fabrikgebäuden und Villen geradewegs zum Rathaus, wo wir von Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und dem Gauvorsitzenden des Rems-Murr-Gaus, Roland Luther empfangen wurden. Nach dem offiziellen Pressetermin und Foto vor dem Rathaus informierte Herr Dr. Nopper über seine Stadt Backnang, den Gänselieselbrunnen beim Rathaus und später im historischen Sitzungssaal des Rathauses über einige berühmte Ehrenbürger der Stadt.

Ein wirklich angenehmer, informativer und schöner Aufenthalt im Rathaus von Backnang. Für unseren Besuch und Empfang hatte sich der OB eine ganze Stunde Zeit genommen. Er regte dabei an, eines der nächsten Landesfeste in seiner Stadt abzuhalten und zu feiern.

Gestärkt mit Getränken und Brezeln spazierten wir wiederum an dem Fluss Murr und ehemaligen Lederfabriken entlang zur Mittagseinkehr.

Danach wartete ein Sonderbus, der uns zum Aussichtsturm und -punkt »Galgenberg» brachte. Eine herrliche Aussicht in die nahe und weitere Entfernung – auch zur Schwäbischen Alb mit dem Hohen-Neuffen – lohnte den Aufstieg im Turm.

Auf kurzer Fahrt brachte uns der Bus anschließend zum »Stöckenhof». Dort warteten ca. 30 Wanderfreundinnen und -freunde der Ortsgruppe Winnenden, die die Wanderung unter der Führung von Barbara Baumann, über den Ort Bürg, dem Panoramaweg – wiederum mit herrlicher Aus- und Fernsicht –  durch Baach und Hofen geradewegs ins Zentrum von Winnenden, mitmachten. Reinhold Layer, der Vorsitzende der Ortsgruppe Winnenden, erklärte und führte durch die Innenstadt und brachte die große Wandergruppe ins Neue Rathaus zum Empfang im Sitzungssaal mit Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. Der Weiterweg führte zum Schloss Winnental, durch den schönen Schlosspark zur Schlosskirche mit dem, als Kleinod zu bezeichnenden, ganz in Holz geschnitzten Altar aus der Zeit um 1500.

Nach dem Abendessen im Zentrum von Winnenden spazierten wir zur Übernachtung ins am Stadtrand liegende Hotel.

7. Juni 2013, 5. Tag: Winnenden – Plochingen

Unser fünfter und letzter Wandertag begann mit dem Verladen des Gepäcks in unser Begleitfahrzeug, das uns mit seinem Fahrer Günther Böhm während der Wandertage gute und treue Dienste erwies.

Es war wieder warm, und die Sonne schien, machte also Laune auf die letzten Kilometer. Zuerst fuhren wir in unserem Begleitfahrzeug und einen weiteren Fahrzeug nach Hanweiler und weiter zum Parkplatz unter dem »Korber Kopf», auf den wir anschließend hinaufwanderten und mit einer grandiosen Aussicht belohnt wurden. Mit dem Auto ging’s weiter durch Endersbach, dort kauften wir Vesper und Getränke, nach Strümpfelbach. Hier verließen wir die Autos und wanderten durch das wirklich sehenswerte, mit vielen Fachwerkhäusern gesegnete und gesäumte Weindorf Strümpfelbach.

Den steilen Aufstieg zum Schurwald nach Aichwald-Schanbach überwanden wir ebenfalls in den Autos.

In Schanbach war Mittagspause, bei der wir uns sonnen konnten. Bald warteten die Wanderführer aus Schanbach, die uns durch den Wald über »Schreiershau» und »Saisleshau» zum Ortsteil »Stumpenhof» nach Plochingen brachten.

Nachdem wir ein wenig ausgeruht und uns mit Kaffee, Kuchen und Eis gestärkt hatten, ging es auf den letzten Metern, mit dem Landesfestwimpel an der Spitze, zum Jubiläumsturm, wo wir vom Hauptausschuss des Schwäbischen Albvereins, Herrn Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und Herrn Bürgermeister Frank Buß erwartet und freundlich empfangen wurden.

Die Wanderung im Neckartal, durch die Löwensteiner Berge, den Schwäbisch-Frankischen Wald, durch die Backnanger Bucht, das Remstal und hinauf zum Schurwald wurde wieder zu einem vollen Erfolg für das Wandern im und mit dem Schwäbischen Albverein. Die zahlreichen Begegnungen und Gespräche mit vielen Wanderfreunden auf der Strecke gab dem Projekt die Würze und wurde dadurch sehr interessant und erlebnisreich. Ein herrliches Natur- und Landschafts-, auch Kulturerlebnis mit zahlreichen Blumen- und Orchideenwiesen, kleinen Seen, Biotopen, freundlichen und sehr aufgeschlossenen Wanderführern und Menschen, malerischen Dörfern, wunderschönen und sehr informativen Empfängen liegt hinter uns. Dankbar für diesen erlebten ideellen Reichtum kehrten wir wieder in unsere Heimatorte zurück und rüsten uns, laden gleichzeitig für das nächste Jahr ein, wenn wir wieder als »Botschafter des Schwäbischen Albvereins und für das Wandern» von Plochingen in drei Wandertagen nach Reutlingen wandern werden.

Mit herzlichem Dank an alle Wanderführer und Mitglieder des Schwäbischen Albvereins, die zum hervorragenden Gelingen der »Landesfest-Wimpelwanderung 2013» beigetragen haben, endet mein Bericht. Auf ein Neues vom 28. Mai bis 30.Mai 2014!

Eugen Kramer

Präsidium und Gesamtvorstand gewählt